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24. – 26.03.2020

Bruchmechanische Berechnungsmethoden

Freiberg, Deutschland

Fortbildung

Bruchmechanische Berechnungsmethoden

https://www.dgm.de/index.php?id=1446

Für die Gewährleistung von Sicherheit, Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer technischer Konstruktionen spielt die Bewertung bzw. die Vermeidung von Bruch- und Schädigungsprozessen sowohl im Entwicklungsprozess als auch während der Betriebszeit eine wesentliche Rolle. Da in vielen Konstruktionen und Werkstoffen herstellungs- oder betriebsbedingte Defekte nicht ausgeschlossen werden können, kommt der bruchmechanischen Bewertung rissartiger Defekte eine große Bedeutung zu. Neben der Werkstoffcharakterisierung ist hierbei die Analyse des mechanischen Beanspruchungszustandes an Rissen, Kerben und ähnlichen Defekten unter betrieblichen Einsatzbedingungen von besonderem Interesse.

In dieser Fortbildung werden die grundlegenden Aspekte einer bruchmechanischen Bauteilanalyse betrachtet. Ziel ist es, den Teilnehmern neben den theoretischen Grundlagen vor allem die praktische Anwendung der vorgestellten Berechnungsmethoden zu demonstrieren. Dies geschieht anhand zahlreicher Fallbeispiele sowie durch ein Computerpraktikum zur Rissmodellierung mittels FEM.

Die Fortbildung wendet sich an Konstrukteure und Berechnungsingenieure aus den unterschiedlichen Bereichen der freien Wirtschaft, der technischen Aufsichtsbehörden oder aus dem Wissenschaftsbereich, die mit Fragen der Auslegung, Bewertung und Überwachung von Festigkeit und Lebensdauer technischer Konstruktionen konfrontiert sind. Gleichzeitig soll der Kurs auch Werkstoffingenieuren und -technikern die Grundlagen der bruchmechanischen Berechnungsverfahren vermitteln, um Werkstoff- und Bauteilprüfungen durch rechnerische Analysen begleiten zu können.

Innerhalb der praxisnahen Fortbildung werden insbesondere die nachfolgenden Themen erörtert:

  • Grundlagen und Numerische Ermittlung der Rissspitzenbeanspruchung
  • Einführung und Theoretische Grundlagen der Bruchmechanik
  • Grundlagen der FEM
  • FEM-Techniken zur Rissanalyse im Rahmen der Linear-Elastischen Bruchmechanik (LEBM) und der Elastisch-Plastischen Bruchmechanik (EPBM)
  • Fallbeispiele und Übungen
  • Analytische Ermittlung der Rissspitzenbeanspruchung und Bewertungsvorschriften
  • Analytische Berechnung der Rissspitzenbeanspruchung
    • -bei linear-elastischem Verformungsverhalten
    • -bei elastisch-plastischem Verformungsverhalten
  • Bewertungsvorschriften: R6-Prozedur, SINTAP, BS7910, FKM
  • Praktikum zur Rissmodellierung und Bruchmechanischen Analyse mit ABAQUS
  • Ermüdungsrissausbreitung
  • Grundlagen des Ermüdungsrisswachstums und Bewertungsvorschriften zurBerechnung des Ermüdungsrisswachstums
  • Übungen zur Wissensvertiefung

In das Programm der Fortbildung ist zudem ein Networking-Abend inkl. gemeinsamen Abendessen integriert. Dieser bietet den Teilnehmern eine ideale Möglichkeit zum weiteren Austausch bereits gemachter Erfahrungen und der weiteren Vertiefung der Fortbildungsinhalte in einem angenehmen Rahmen.

Die Fortbildung steht unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Meinhard Kuna, Prof. Björn Kiefer, Ph. D., TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr.-Ing. Uwe Zerbst, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und Prof. Dr.-Ing. Peter Hübner, Hochschule Mittweida. Unterstützt werden diese von weiteren Referenten aus Industrie und Wissenschaft.

Teilnahmegbühren:

Regulär: 1.300 Euro
DGM-Mitglieder*:  1.225 Euro

Nachwuchsteilnehmer (<30 Jahre): 750 Euro
DGM-Nachwuchs*: 675 Euro

Teilnahmepreise (inkl. 19% MwSt.). Im Teilnahmepreis enthalten sind Unterlagen, Pausengetränke, Mittagessen und ein Abendessen.

*) Persönliches DGM-Mitglied oder Mitarbeiter/-in eines DGM-Mitgliedsunternehmens/-institutes. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre persönliche Mitgliedsnummer bzw. die Firmenmitgliedsnummer an.

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