Faserlaserschneidanlage - © Messe Essen/Rainer Schimm

28. – 30.04.2020

Deutscher Schneidkongress PLUS und 17. Deutscher Brennschnneidtag (wird verschoben!)

Essen, Deutschland

Kongress

Deutscher Schneidkongress PLUS und 17. Deutscher Brennschnneidtag (wird verschoben!)

https://www.schneidforum.de/kongress/deutscher-schneidkongress.html

Das Schneiden ist aus der Prozesskette der modernen Industrie nicht wegzudenken und steht am Beginn des Fertigungszyklusses vieler Produkte. Der Deutsche Schneidkongress PKUS wurde erstmals in die Fachmesse Cutting World integriert. Er fokussiert sich auf alle Schneidtechnologien, setzt dabei verstärkt auf die Vernetzung und Digitalisierung für die Smart Factory und behandelt übergreifend Themen aus der gesamten Schneidwelt. Der Kongress findet vom 28. bis zum 30. April 2020 zeitgleich zur Fachmesse Cutting World in Essen statt. Er steht, ebenso wie die Fachmesse, unter dem Motto „Der nächste Schnitt".

Nach wie vor steht das qualitative, wirtschaftliche Schneiden bestimmter Stoffe, insbesondere von Metallen im Vordergrund des Deutschen Schneidkongresses, doch die Prozesskette geht weit über das Trennen hinaus. Der Kongress will 2020 aufzeigen, was technisch möglich und machbar ist und welche Industrie-4.0-Themen bereits in der Schneidwelt umgesetzt wurden.

„Der nächste Schnitt“

Ein wirtschaftlicher und qualitativer Zuschnitt sind erstrebenswerte Ziele für einen Schneidbetrieb oder ein Service Center. Heutzutage erwartet eine steigende Anzahl von Anwendern Qualität und Wirtschaftlichkeit eines Schnittes einfach als Grundvoraussetzung für den Schneidprozess. Während dies bei bestimmten Blechdicken und einige Materiallegierungen eher einfach zu realisieren ist, ist es hingegen nicht so einfach, Materialien im grenzwertigen Bereich zu schneiden, wenn bestimmte Legierungen, Dicken, Konturen oder anspruchsvolle Weiterverarbeitungsprozesse ihren Tribut am Schneidprozess fordern und die Systemumgebungen, die Erfahrungen und die Einstellparameter der Schneidanlage ausgereizt werden müssen.

Die Anforderungen steigen nochmals, wenn im nächsten Schritt die Abläufe automatisiert, kontrolliert und intelligent vernetzt werden sollen. Übergeordnete Systeme schaffen Transparenz und Planungsmöglichkeiten für die Fertigung in Realtime und erlauben eine zeitnahe Kosten- und Terminplanung, erweitern die vertrieblichen Möglichkeiten durch B2B-Leadgenerierung im Internet und geben Service und Wartung der Anlagen eine neue Dimension. 


Besucher des Schneidkongresses und der zeitgleich stattfindenden Cutting World sollen in praxisbezogenen Workshops erfahren, welche Möglichkeiten die Schneidindustrie heute zu bieten hat und neue Ideen für die eigene Fertigung entwickeln.

Neben verbesserten Schneidverfahren, Ressourcen schonenden Fertigungskonzepten und intelligenten Softwaretools stehen Automationskonzepte, flankierende Fertigungsthemen und Industrie 4.0 Bausteine im Fokus. Der kommende Schneidkongress 2020 will gemeinsam mit der Fachausstellung CUTTING WORLD der Branche einen ganzheitlichen Input bereit stellen, der sowohl die pragmatischen als auch wissenschaftlichen Bedürfnisse der Endanwender stillt.

Know-How und Netzwerk-Pflege – das Kapital der Zukunft

Der Deutsche Schneidkongress bietet den Besuchern zahlreiche Gelegenheiten, sich zu branchenrelevanten Themenfeldern zu informieren oder beim Treffen mit den Referenten und Ausstellern zu diskutieren. Insbesondere die Kombination von wissenschaftlichen Vorträgen mit praxisorientierten lösungsorientierten Workshops wird Kongressbesuchern dabei einen Mehrwert liefern.

Der Kongress besteht traditionell aus einer sehr ausgewogene Besucher-Mischung von Anwendern und Herstellern, weshalb Teilnehmer die Möglichkeit begrüßen, sich mit nationalen und europäischen Experten und Branchenkennern und dem „who-is-who“ der Schneidindustrie auszutauschen und dabei das eigene Netzwerk um viele neue Kontakte zu erweitern.

Die Kongresssprache ist Deutsch, ausgewählte Vorträge werden zusätzlich in Englisch gehalten.

© Messe Essen GmbH/Rainer Schimm
© Messe Essen GmbH/Rainer Schimm
Verbesserte Verfahren im Zeichen digitaler Transformation

Die Fachbesucher erwarten unter anderem Vorträge von Oliver Friz (Messer Cutting Systems), Dr. Ing. Thomas Hassel (UWTH, Leibniz Universität Hannover), Dipl.-Ing. (FH) Christian Hennigs (Laser-Zentrum Hannover), Ulrich Horst (Hypertherm), Andreas Kölsch (ThyssenKrupp Materials Services), Jan Leschke (Laser-Zentrum Hannover), Florian Morczinek (TU Chemnitz), Dr. Torsten Scheller (JENOPTIK Automatisierungstechnik), Dipl.-Ing. Johannes Steinbrück (Jotes) und Dominik Straus (TRUMPF).

Das Programm beinhaltet Aspekte des qualitativen und wirtschaftlichen Schneidens bestimmter Stoffe, insbesondere von Metallen. Doch die Prozesskette geht weit über das Trennen hinaus: Der Kongress zeigt, wo Industrie 4.0 schon heute Praxis ist. Es geht um verbesserte Schneidverfahren, um ressourcenschonende Fertigungskonzepte, intelligente Softwaretools und Automationskonzepte.

Plasma versus Faserlaser – Oliver Friz stellt zwei Schneidverfahren im Wettbewerb vor. Der Geschäftsführer von Messer Cutting Systems vergleicht Kosten und Nutzen der beiden Technologien. Dabei berücksichtigt er, dass insbesondere der Faserlaser in immer höhere Materialdicken eindringt. Anwender fragen berechtigt, ob sich der Einsatz des Plasmaschneidverfahrens noch lohnt und wo die Grenzen der Einsatzgebiete liegen. Friz erörtert in seiner Funktion als Maschinenhersteller beider Systeme die wesentlichen Kriterien, Entwicklungsstände und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zukunft und gibt seinen Zuhörern eine Auswahlhilfe an die Hand.

Hochdrucksuspensionsstrahlschneiden

Florian Morczinek, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Chemnitz, vergleicht in seinem Vortrag verschiedene etablierte Schneidverfahren und stellt fest: Die Wahl kann nicht mehr nur anhand von Anforderungsprofil und Wirtschaftlichkeit getroffen werden. In Zeiten von Hochleistungswerkstoffen treten neue prozessbeschränkende Merkmale auf. Das zeigt er mithilfe eines Fertigungsbeispiels aus Edelstahl, das auf Grundlage eines innovativen Wasserabrasivstrahlverfahrens hergestellt wurde. Morczinek erläutert die Methode, stellt den Maschinenprototyp vor und vergleicht das bearbeitete Edelstahlwerkstück mit einem Modell, das durch ein etabliertes Schneidverfahren bearbeitet wurde.

Johannes Steinbrück beschäftigt sich mit der Frage, wie sich digitale Werkzeuge für Betriebsabläufe und in der Produktion sinnvoll vernetzen können. Seit 2016 führt Steinbrück mit dem Unternehmen Jotes sein eigenes Ingenieurbüro. Gleichzeitig blickt er auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Blechverarbeitung sowie im Maschinenbau und Apparatebau zurück. ERP-Systeme, Schachtelprogramme, Tabellenprogramme und Insellösungen: Werkzeuge wie diese bilden in vielen Schneidbetrieben die Grundlage für eine Digitalisierung. Wie lassen sie sich verknüpfen, ergänzen und verbessern, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten? Steinbrück nennt Beispiele aus der Praxis und gibt konkrete Impulse, neue Ideen umzusetzen.

Einsparpotenziale mit Bauteilen aus Blech

Bauteile aus Blech bieten gegenüber konventionell gefertigten Bauteilen viele Vorteile, zum Beispiel reduzieren sie Material und Teilezahlen, verkürzen Arbeitszeiten und Prozesse und minimieren Lager und Logistik. Schneidkongress-Referent Dominik Straus zeigt in seinem Vortrag anhand einiger Musterteile wie diese Bauteile identifiziert werden, mit System umgestaltet werden und dadurch wirtschaftlicher gefertigt werden. Dazu werden die Möglichkeiten von Laserschneid-, Stanz- und Biegemaschinen in vollem Umfang ausgenutzt.

(Quelle: Presseinformationen der Messe Essen GmbH)

17. Deutscher Brennschneidtag

Begleitet wird der 3. Deutsche Schneidkongress PLUS vom 17. Brennschneidtag. Der Deutsche Brennschneidtag behandelt zwar die gleichen Themen wie der Schneidkongress, jedoch fokussiert sich der Brennschneidtag auf die mehr pragmatisch ausgerichteten Besucherinteressen, die sich Workshops, Neuheitenpräsentationen oder Best Solutions wünschen.

Während im Deutschen Schneidkongress PLUS sowohl wissenschaftlich orientierte Entwicklungen, sowie Neuheiten, Sachthemen, Diskussionen aus überwiegend neutraler Sichtweise exploriert werden und die Referenten-Zulassung im Schneidkongress über eine unabhängige Jury erfolgt, so werden die Rednerslots im Brennschneidtag über ein Sponsoring vergeben. Beide Kongressreihen gemeinsam ergeben ein ganzheitliches Bild in der Betrachtungsweise und erlauben einen guten Marktüberblick der Schneidbranche. Sowohl Theorie als auch konkret Anfassbares, sowohl Wissenschaft als auch Praxis kommen für die Teilnehmer damit nicht zu kurz. Je nach Neigung und Interessen stehen dem Besucher somit zwei verschiedene Arten der Informationsaufnahme zur Verfügung.