© Adobe Stock/aon168

18. – 19.03.2020

Fortbildung: Titan und Titanlegierungen

Köln, Deutschland

Fortbildung

Fortbildung: Titan und Titanlegierungen

https://www.dgm.de/1445

Am 18. und 19. März 2020 bietet die DGM – Deutsche Gesellschaft für Materialkund eine Fortbildung zum Thema „Titan und Titanlegierungen“ an. Die Veranstaltung wendet sich primär an Metallkundler, Ingenieure und Techniker aus Forschung, Entwicklung, Herstellung und Anwendung sowie Vertrieb, die sich mit Titan und seinen Legierungen vertraut machen wollen.

Die Fortbildung steht unter der fachlichen Leitung von Dr.-Ing. Manfred Peters, ehem. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Weiterhin konnten namhafte Experten aus der Industrie und Wissenschaft als Referenten gewonnen werden. Ein aktueller Praxisbezug der vermittelten Themen ist somit garantiert.

In einführenden Vorträgen werden die metallkundliche Grundlagen des Werkstoff Titan vermittelt und die Herstellung, Verarbeitung, Eigenschaften und Anwendungen von Titanlegierungen erläutert. Neben einführenden Vorträgen über metallkundliche Grundlagen wird auf Herstellung, Verarbeitung und Eigenschaften der Titanlegierungen eingegangen. Darüber hinaus werden klassische und neuere Anwendungen des Titans vorgestellt.

Innerhalb der praxisnahen Fortbildung werden insbesondere die nachfolgenden Themen erörtert:

  • Titanlegierungen: vom Erz zum Halbzeug
  • Titan und Titanlegierungen: Struktur, Gefüge, Eigenschaften
  • Oxidation von Titanlegierungen
  • Additive Fertigung - Pulver- und drahtbasierte Herstellungsverfahren
  • Additive Fertigung - Werkstoffe und Eigenschaften
  • Die Mikroanalytik der Titanlegierungen
  • Feinguss von Titan
  • Titanaluminide – Intermetallische Werkstoffe für Hochtemperaturanwendungen
  • Spanende Bearbeitung von Titanlegierungen
  • Schmieden von Titanlegierungen
  • Fügen von Titanlegierungen
  • Titan-Anwendungen in der Medizintechnik

In das Programm der Fortbildung ist zudem ein Networking-Abend inkl. gemeinsamen Abendessen integriert. Dieser bietet den Teilnehmern eine ideale Möglichkeit zum weiteren Austausch bereits gemachter Erfahrungen und der weiteren Vertiefung der Fort-bildungsinhalte in einem angenehmen Rahmen. Darüber hinaus schließt die Fortbildung das Fachbuch „Titan und Titanlegierungen“ und eine Exkursion zum European Astronaut Center (Astronautentrainingszentrum der ESA) mit ein.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Hier geht es zur Online-Anmeldung.

 
Über den Werkstoff Titan:

Im Jahre 1795 entdeckte der Berliner Chemiker Martin Klaproth bei Untersuchungen an Rutil das Oxid eines bis dahin unbekannten Elements, dem er den Namen Titan gab. Aufgrund des schwierigen und aufwendigen Reduktionsprozesses dauerte es jedoch noch weit über 100 Jahre, um das Metall vom Oxid zu isolieren. Titanlegierungen sind von daher ein noch junger Werkstoff.

Die ersten Legierungen, die Ende der 1940er Jahre entwickelt wurden, schrieben jedoch schon Luftfahrtgeschichte. Sie ermöglichten den Eintritt in das Düsentriebwerkzeitalter und damit den Schritt in eine neue Ära der Luft- und Raumfahrt. Noch heute ist das Titan mit dem Flair des Exotischen umgeben. Inzwischen etablieren sich die Titanlegierungen aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften – hohe spezifische Festigkeit, ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit – zunehmend auch in der chemischen Industrie, Bauindustrie, Medizintechnik sowie im Off-shore-, Energie- und Automobilbereich. Nicht zuletzt zeigt der stark zunehmende Anteil im Freizeitbereich und in der Schmuckindustrie, dass Titan längst auch in Produkte des alltäglichen Gebrauchs vorgedrungen ist.