Forschung
SEAMHex 3D-Drucker erweitert die additive Fertigung am Fraunhofer IWU. - © Fraunhofer IWU
22.01.2026

Forschungsprojekt zur Automatisierung in der Additiven Fertigung

Die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI) startet das Forschungsprojekt Scan2MEX, das eine automatisierte Prozesskette von der digitalen Erfassung bis zum Start des 3D-Drucks großer Bauteile entwickelt. Das Projekt wird im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) über den Projektträger DLR mit 249.515,52 Euro gefördert und läuft vom 01.11.2025 bis 31.10.2027. Projektleiter ist Daniel Krueger aus dem Bereich 3D.

Ziel des Projekts ist es, Softwaremodule zu entwickeln, die den gesamten Workflow von CAD- oder 3D-Scan-Daten bis hin zur fertigen Druckvorbereitung automatisieren – einschließlich Prozess- und Bahnplanung sowie skillbasierter Prozesssteuerung. Damit soll die gesamte Durchlaufzeit auf maximal eine Stunde reduziert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Austauschbarkeit und Erweiterbarkeit von großskaligen 3D-Drucksystemen, die im Projekt an einem neuartigen und einem konventionellen Drucker getestet werden.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: In der Medizintechnik können individuelle Orthesen oder Prothesen schneller realisiert werden, im Automobil-, Raumfahrt- und Schiffbau Innenraumkomponenten oder Panele. Auch Formenbau, Verpackungsindustrie, Möbelbau oder die Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien profitieren von einer deutlich schnelleren, flexiblen Daten-zu-Druck-Kette.

„Mit Scan2Mex entwickeln wir eine Prozesskette, die aus 3D-Scans oder CAD-Daten ohne lange Wartezeiten ein druckbares Modell erzeugt. Diese Geschwindigkeit eröffnet vielen Branchen neue Möglichkeiten – von der medizinischen Versorgung bis zur Industrieproduktion“, sagt Projektleiter Daniel Krueger.

(Quelle: Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V.)