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© Fraunhofer IGP Rostock/Silke Schulz
10.03.2020

Girl's Day 2020 am Fraunhofer IGP: Es sind noch Plätze frei!

Girl's Day 2020 am Fraunhofer IGP: Es sind noch Plätze frei!

Das Fraunhofer IGP beteiligt sich am 26. März am Girl‘s Day 2020 und hat in verschiedenen Ausbildungsberufen sowie bei Wissenschaftlerinnen insgesamt sieben Plätze für interessierte Mädchen frei.

Fraunhofer-Mitarbeiterin Maria Schur ist eine von elf technisch-wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen am Fraunhofer IGP in Rostock. In ihrer Arbeitsgruppe ist sie noch die einzige Frau – am Girl’s Day 2020 möchte sie mit ihren Kolleginnen den weiblichen Nachwuchs für ihren Beruf begeistern. Maria Schur ist seit Ende 2018 am Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP tätig. Die 25-jährige Rostockerin ist gelernte Kfz-Mechatronikerin. Ihr Technik-Interesse liegt in der Familie. „Mein Vater ist Heizungssanitär- und Lüftungsmeister. Wir haben schon immer alte Autos gefahren. Die sind dann auch mal kaputtgegangen. Mein Vater hat die Autos selbst repariert. Ich wollte immer wissen, wie das funktioniert. Wir haben alles gemeinsam repariert – egal, was Zuhause kaputtgegangen ist“, erklärt Maria.

Nach einem Praktikum in einer Kfz-Werkstatt stand ihr Entschluss fest: Maria machte ihre Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin. „In meinem Ausbildungsjahrgang waren wir nur drei Frauen“, erinnert sie sich. „Meine Kollegen in der Werkstatt waren am Anfang schon sehr skeptisch und ich musste ihnen beweisen, dass ich genauso mit anpacken kann wie sie.“ Seit eineinhalb Jahren ist Maria Technische Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Mechanische Verbindungstechnik am Fraunhofer IGP. Sie ist die einzige Frau in ihrer Gruppe, aber sie ist nicht die einzige Mitarbeiterin im technisch-wissenschaftlichen Bereich am Fraunhofer IGP.

Maria Schur, technische Mitarbeiterin am Fraunhofer IGP, ist für das Labor der Mechanischen Verbindungstechnik verantwortlich. - © Fraunhofer IGP Rostock/Silke Schulz
Maria Schur, technische Mitarbeiterin am Fraunhofer IGP, ist für das Labor der Mechanischen Verbindungstechnik verantwortlich. © Fraunhofer IGP Rostock/Silke Schulz
Die Zahl der Wissenschaftlerinnen steigt stetig

Die Mechatronikerin ist eine von vier technischen Mitarbeiterinnen und sieben Ingenieurinnen. Diesen elf Mitarbeiterinnen stehen mehr als 60 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter gegenüber. Doch am weiblichen Nachwuchs im Bereich Maschinenbau wird gearbeitet: „Zurzeit sind bei uns acht Studentinnen außerhalb der Verwaltung als wissenschaftliche Hilfskräfte tätig. Diese Zahl möchten wir gerne weiter erhöhen und daher alle forschungsinteressierten Studierenden aus den MINT-Bereichen ermuntern, sich aktiv bei uns zu bewerben“, erklärt Personalmanagerin Claudia Bäcker.

Auch die Gleichstellungbeauftragte des Fraunhofer IGP, Lisa Knaack, ist selbst Ingenieurin und mittlerweile als Verwaltungsleiterin am Institut beschäftigt. Knaack freut sich über die steigende Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen: „Als ich 2012 beim Fraunhofer IGP angefangen habe, war ich die erste wissenschaftliche Mitarbeiterin am Standort in Rostock. Seitdem hat sich die Anzahl an Wissenschaftlerinnen stetig gesteigert und aus den jungen Berufsanfängerinnen sind Fachexpertinnen gewonnen, die Ihren männlichen Kollegen in Nichts nachstehen.“

Ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld

„Ich komme mit meinen Kollegen sehr gut klar. Die Arbeit hier ist auf jeden Fall etwas ganz Anderes als in der Autowerkstatt“, freut sich Maria. Sie ist in der Gruppe für das Labor verantwortlich. Ihre Stelle wurde 2018 neu geschaffen: „Ich hatte am Anfang ganz schön viel zu tun, Ordnung und Übersicht ins Labor zu bringen. Die Arbeit ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich. Ich bereite Versuche vor. Ich muss mich mit Normen und Vorschriften beschäftigen, übernehme auch administrative Aufgaben. Ich kann und muss mich weiterbilden. Langweilig wird es nicht.“ Die Rostockerin schätzt den guten Zusammenhalt im Kollegium und dass sie frei und vor allem selbstständig arbeiten kann.

Am 26. März 2020 kann eine Schülerin mit Maria zusammen einen Arbeitstag verbringen. Weitere sechs Plätze in anderen Ausbildungsberuufen sind ebenfalls noch frei. Das Institut befindet sich auf dem Wissenschaftscampus in der Rostocker Südstadt, Albert-Einstein-Str. 30.

Weitere Informationen gibt es unter www.igp.fraunhofer.de.

(Quelle: Presseinformation des Fraunhofer-Instituts für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP)

Schlagworte

FachkräftesicherungMINT-FächerNachwuchsförderungWissenschaft

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