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15.11.2023

„Fachkräftesicherung in Zeiten der Transformation“

Dortmund, Deutschland

Event

„Personal Wissen Kompakt 2023 – Fachkräftesicherung in der Transformation“ lautet der Titel der Fachveranstaltung, zu der die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) am 15. November 2023 nach Dortmund einlädt. Im Mittelpunkt der Fachtagung steht die Vermittlung von Instrumenten und Gestaltungsleitfäden, die Beratende und Akteure in der Personalarbeit helfen sollen, den Wandel der Arbeitswelt zu gestalten.

Fachkräfte sichern Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Lebensqualität und sind die zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche sozialökologische Transformation der Gesellschaft. Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Sicherung des Fachkräftebedarfs eine der großen Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Zwar gibt es in Deutschland derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, allerdings können in bestimmten Regionen und Branchen bereits heute offene Stellen nicht mit geeigneten Fachkräften besetzt werden. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz von Unternehmen um die wenigen Fachkräfte, soll bei dieser Veranstaltung anschaulich aufgezeigt werden, wie eine strategische Personalarbeit so gestaltet werden kann, dass Arbeitgeber Personal finden und binden können und wie eine gute Arbeitsgestaltung dazu beiträgt, Beschäftigte langfristig über die gesamte Erwerbsbiografie hinweg gesund und leistungsfähig zu halten.

Vorgestellt werden neue und bewährte Instrumente systematischer Personalarbeit rund um die Themen Flexibilität und mobile Arbeit, Einsatzmöglichkeiten von KI in Digitalisierungsprojekten, partizipative Change-Kommunikation, Vielfaltsbewusstsein und Diversitätssensibilität, gute Arbeitszeitgestaltung sowie gesunde Führung. Neben konkreten Instrumenten der Personalarbeit werden auch Förderstrukturen und Beratungsangebote vorgestellt, wie KMU mit Bundeszuschüssen ihre Transformation erfolgreich gestalten können.

Zielgruppe der Veranstalter sind Beraterinnen und Berater, HR-Fachleute, Führungskräfte, im Arbeits- und Gesundheitsschutzakteure und Interessenvertretungen sowie alle, die an guter Arbeitsgestaltung interessiert sind.

Dabei wird es dieses Jahr zwei Austauschformate geben:

In Wissensimpulsen werden bewährte Tools, die in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der BAuA und der INQA-Initiative entwickelt und getestet wurden, vorgestellt und ihre Anwendung in der Praxis diskutiert.
In dialogorientierten Werkstattgesprächen soll der Fokus auf noch in der Entwicklung steckenden Instrumente liegen, deren Entstehungsprozess rege diskutiert werden soll.

Begleitet werden diese Formate zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis von einer spannenden Keynote und einer Talkrunde.

Das Programm im Überblick:
  • Einlass & Kaffee
  • Begrüßung und Einführung
  • Keynote zur Fachkräftesicherung in Zeiten der Transformation
  • Wissensimpulse
    Bei den Wissensimpulsen werden parallel bewährte INQA- sowie BAuA-Produkte zur Personalarbeit vermittelt.
    Die Teilnehmenden wählen ein Instrument aus, das sie vertieft kennen und anwenden lernen. In 90 Minuten erfahren sie mehr zu bereits entwickelten und evaluierten Trainingskonzepten, Handlungsempfehlungen, Leitfäden oder Playbooks.
    • WI-1: „LSBTIQ* am Arbeitsplatz“: Hintergrundwissen und Handlungssicherheit für Berater*innen und Unternehmen
    • WI-2: Empfehlungen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung mobiler Arbeit
    • WI-3: Führung und Restrukturierung - Train the Trainer
    • WI-4: Pythia Strategische Personalplanung
    • WI-5: KIDD – Künstliche Intelligenz im Dienste der Diversität
    • WI-6: Alle im Digitalen Wandel: Playbook “Veränderungen kommunizieren – Kommunikation verändern” (angefragt)
  • Werkstattgespräche
    In diesem Format werden laufende Entwicklungen vorgestellt. Praxisorientierte Forschungsprojekte im Kontext von Personalarbeit präsentieren erste Zwischenergebnisse. Ziel ist es, betriebliche Praxis und Wissenschaft möglichst früh ins Gespräch miteinander zu bringen, um die Entwicklung von praxisrelevanten Materialien zu optimieren.
    Die Teilnehmenden wählen 3 Themen aus. In einem dialog- und anwendungsorientierten Austausch von jeweils 30 Minuten (plus 10 Minuten Wechsel) kommen Forschung und Praxis zusammen und diskutieren Herausforderungen und offene Fragen.
    • WS-1: Gefährdungsbeurteilung bei Interaktionsarbeit
    • WS-2: Kürzer arbeiten, aber wie? - Arbeitszeitverkürzung und 4-Tage-Woche unter der Lupe
    • WS-3: Transformierte Rollen: Personalentwicklung in der Ära KI-gesteuerter Arbeitsplatzbildung
    • WS-4: Homeoffice während und nach der SARS-CoV-2-Pandemie - Begleitung von Betrieben bei der Einführung und Ausweitung neuer Vereinbarungen
    • WS-5: Die FlexAbility-Trainings: Stärkung der Regulation von Einzelpersonen und Teams zur Bewältigung von Herausforderungen orts- und zeitflexibler Arbeit
    • WS-6: Ein Blick in die Glaskugel: Forschungsbedarfe für evidenzbasierte Instrumente für die Personalarbeit.
  • Talkrunde „Wie können wir Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis bauen?“
    In der Gesprächsrunde diskutieren drei Gäste aus Wissenschaft, Personalabteilung und einem Unternehmensnetzwerk darüber, welche Art von Instrumenten wir zur Fachkräftesicherung für gelungene Transformationsprozesse hin zu einer besseren Arbeitsgestaltung brauchen. Insbesondere wird erörtert, was Praxis und Wissenschaft voneinander benötigen und wie eine gelungene Kooperation aussehen kann, um den Science-Practice-Gap zu überbrücken.
  • Get-Together und Ende der Veranstaltung

Hinweis:

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