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26.07.2020

Chancen durch Berufliche (Weiter-)Bildung

Chancen durch Berufliche (Weiter-)Bildung

Der Karriereweg über die Berufliche – stärker praxisorientierte – Bildung ist für viele eine lohnende Alternative zum Studium. Das gilt für junge Menschen bei der Berufswahl ebenso wie für Unternehmen bei der Suche nach Talenten für eine gemeinsame Zukunft. Die deutsche Wirtschaft jedenfalls profitiert seit Jahrzehnten von der betriebsnahen Aus- und Weiterbildung. Fast eine Million Fachkräfte haben in den vergangenen 20 Jahren allein bei IHKs eine Prüfung in der Höheren Berufsbildung abgelegt. Insgesamt profitieren in Deutschland nahezu 2,5 Millionen Erwerbstätige von einem Abschluss der Höheren Berufsbildung. Für diese Entwicklung gibt es nach Worten von Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gute Gründe.

Nach der neuen IHK- und DIHK-Fortbildungsstatistik haben allein 2019 erneut gut 60.000 Frauen und Männer bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) an einer Prüfung der beruflichen Fortbildung teilgenommen. Ein Engagement, das sich lohnt: „Absolventen der Höheren Berufsbildung sind top qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die von den Unternehmen mit Nachdruck gesucht werden“, betont Dercks. „Das schlägt sich in den individuellen Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven dieser Gruppe ausgesprochen positiv nieder: Die Arbeitslosigkeit von Fachwirten und Meistern lag zuletzt bei minimalen 1,2 Prozent.“

Auch die Gehälter von Absolventen der Höheren Berufsbildung bräuchten sich hinter denen von Akademikern nicht zu verstecken, stellt er klar: „Im Gegenteil: Einkommensmäßig haben beruflich Qualifizierte, die sich für eine solche Weiterbildung entscheiden, gerade in jüngeren Lebensjahren gegenüber ihren akademischen Kollegen einen deutlichen finanziellen Vorsprung.“ Und so zeigen sich die Absolventen der Höheren Berufsbildung auch regelmäßig sehr zufrieden mit ihrem Abschluss: „Unserer letzten großen Befragung zufolge würden sich 85 Prozent der IHK-Absolventen der Höheren Berufsbildung heute wieder für die gleiche Weiterbildungsprüfung entscheiden“, berichtet der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Die am stärksten nachgefragten IHK-Abschlüsse seien der neuen Statistik zufolge Wirtschaftsfachwirt, Industriemeister Metall, Handelsfachwirt, Betriebswirt und Bilanzbuchhalter. Bei einem guten Drittel der Absolventen – im kaufmännischen Bereich weit über 50 Prozent – handele es sich um Frauen.

© DIHK
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Dass die Gleichwertigkeit der Höheren Berufsbildung mit den vergleichbaren Abschlüssen der Hochschulen künftig auch sprachlich in den neuen Bezeichnungen Bachelor und Master Professional zum Ausdruck kommt, bewertet Dercks positiv. „Wichtig ist nun, dass die guten neuen Begrifflichkeiten schnellstmöglich ‚ausgerollt‘ werden und damit den Weg zu Unternehmen und Absolventen finden.“
Denn: „Dann dürften sich noch mehr junge Menschen für einen Abschluss der Höheren Berufsbildung entscheiden. Den Betrieben, die auf gut ausgebildetes Personal angewiesen sind, kommt das unmittelbar zugute.“

Wie sich die Höhere Berufsbildung im Vergleich zu einer akademischen Laufbahn schlägt, beleuchtet der DIHK in einem eigenen Dossier auf seiner Website. Dort finden Sie detaillierte Informationen zu folgenden Sachverhalten:

1. Akademische versus Berufliche Bildung: Die wichtigsten Fakten

  • Einstiegsgehälter von Akademikern variieren stark
  • Ausgebildete Fachkräfte verdienen oft besser als gedacht
  • Direkter Einstieg ins Berufsleben oft lukrativer
  • Vor allem beruflich qualifizierte Fachkräfte dringend gesucht
  • Berufliche Weiterbildung schützt am besten vor Arbeitslosigkeit
  • Führungsverantwortung: Beruflich Qualifizierte geben häufig den Ton an
  • Gute Karriereperspektiven auch für Meister, Techniker & Co.

2. Weitere Vorteile der Höheren Berufsbildung

  • Gut vorbereitet in den Job: Mit beruflicher Bildung gelingt es besser!
  • Mehr Budget- und Personalverantwortung für berufliche Höherqualifizierte
  • Höhere Berufsbildung bringt Absolventen auch persönlich weiter

(Quelle: Presseinformation des DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.)

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