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25.07.2026

Gesundheitsrisiko Fachkräftemangel

Trotz der aktuellen konjunkturellen Schwäche bleibt der Fachkräftemangel in Deutschland bestehen. Laut dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten im Jahresdurchschnitt 2025 in Deutschland 369.516 qualifizierte Arbeitskräfte. Wie groß der Fachkräftemangel ist, hängt dabei stark von der Branche ab. Pflege, Kinderbetreuung und technische Berufe sind laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) besonders betroffen. 

Der oft über Monate andauernde Personalmangel hat vielfältige Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen: Die Belegschaft muss mehr leisten, um das Arbeitsaufkommen zu bewältigen. Es kann zu Arbeitsverdichtung sowie zu physischen und psychischen Belastungen kommen. In dieser Situation ist es wichtig, dass Führungskräfte Überlastungen bei den Beschäftigten erkennen und gegensteuern. Handlungsempfehlungen zu diesem Thema bietet TÜV Rheinland in seinem Whitepaper:

Trotz Fachkräftemangel: Die Gesundheit der Beschäftigten schützen!

Erhöhte Arbeitsbelastung: mehr Stress, höhere Unfallgefahr

Um die zusätzliche Arbeit zu bewältigen, müssen die Beschäftigten schneller arbeiten und zusätzliche oder fachfremde Aufgaben übernehmen. Das kann zu Unsicherheit und Zeitdruck bei der Arbeit führen. Mögliche Folgen: Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Beschwerden im Bereich des Muskel-Skelett-Systems und Kopfschmerzen sowie psychische Belastungen. Hinzu kommt: Längere Arbeitszeiten, Überstunden und ausgelassene Pausen erhöhen die Unfallgefahr bei der Arbeit. Darüber hinaus führen sie dazu, dass der benötigte Ausgleich in der Freizeit zu kurz kommt.

Gesunde Führung – bei Fachkräftemangel besonders wichtig

Wie Führungskräfte Anzeichen von Überlastung erkennen können, ist laut Iris Dohmen, Arbeitspsychologin bei TÜV Rheinland, eine häufige Frage in Workshops zum gesunden Führen, die sie und ihre Kollegen regelmäßig für Unternehmen durchführen. „Ganz typisch bei psychischen Belastungen sind Gereiztheit oder eine verringerte Fehlertoleranz “, sagt Dohmen. Aber auch mangelnde Kommunikation und vermehrte Missverständnisse könnten auf eine zu hohe Belastung der Beschäftigten hindeuten. Die häufige Folge: Überforderung und sinkende Arbeitszufriedenheit. „In dieser Situation ist es wichtig, dass Führungskräfte ihre Wertschätzung für die Leistung des Teams und jedes Mitarbeitenden zum Ausdruck bringen. Zudem können Führungskräfte die Resilienz im Team fördern, indem sie die Informationen über Stress und Überforderungsreaktionen sowie die Coping-Strategien, beispielsweise aus einem Workshop zum gesunden Führen, mit den Beschäftigten teilen“, erklärt Dohmen.

Auch Führungskräfte sind durch den Fachkräftemangel einem steigenden Leistungsdruck ausgesetzt, sodass sie Anzeichen der Überlastung auch bei sich selbst erkennen müssen. Denn nur dann können sie eine Vorbildfunktion übernehmen und durch entsprechendes gesundheitsbewusstes Verhalten gegensteuern. „Halten Führungskräfte auch bei hohem Leistungsdruck Pausen, Ruhezeiten und Urlaube ein, signalisieren sie dem Team, dass dieses Verhalten richtig und im Unternehmen akzeptiert ist“, unterstreicht Iris Dohmen. Das unterstützt langfristig die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Beschäftigten.

(Quelle: TÜV Rheinland)

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ArbeitsbedingungenArbeitskräfteFachkräftemangelFührungskräfteGesundheitsschutzPersonalmangelWhitepaper

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