Handwerk
© stock.adobe.com/auremar
17.01.2020

Neue Meisterverordnung für das Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk

Neue Meisterverordnung für das Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die neue Verordnung über die Meisterprüfung in den Teilen I und II im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk (Karosserie- und Fahrzeugbauermeisterverordnung) erlassen. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2020 in Kraft und löst damit die alte Verordnung vom 8. Mai 2003 (BGBl. I S. 2234) ab.

An der Neuordnung haben die zuständigen Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften sowie das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH) mitgewirkt. Die Verordnung wurde am 20. Dezember 2019 im Bundesgesetzblatt (BGBl. I S. 2836) veröffentlicht. Als Grundlage und Rahmen für den Verordnungstext diente ein Strukturentwurf, der vom FBH entwickelt und zwischen den beteiligten Bundesministerien, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften abgestimmt wurde.

Wie ist die Meisterprüfung aufgebaut?

Die Meisterprüfung besteht insgesamt aus vier selbständigen Teilen, wovon die Teile I und II in der Karosserie- und Fahrzeugbauermeisterverordnung geregelt werden.

In der Prüfung in Teil I weist der Prüfling im Rahmen eines Meisterprüfungsgesprächs, eines Fachgesprächs und einer Situationsaufgabe nach, dass er Tätigkeiten des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks meisterhaft verrichtet. In Teil II der Meisterprüfung, die aus drei schriftlich anzufertigenden Prüfungsarbeiten im Umfang von jeweils drei Stunden besteht, wird geprüft, ob der Prüfling die fachtheoretischen Kenntnisse im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk beherrscht und anwenden kann. Die Meisterprüfung orientiert sich an Geschäfts- und Arbeitsprozessen und bildet diese handlungsorientiert nach.

Den rechtlichen Rahmen für die betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Prüfung (Teil III) sowie die berufs- und arbeitspädagogische Prüfung (Teil IV) der Meisterprüfung bildet die Allgemeine Meisterprüfungsverordnung (AMVO) vom 26. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2149).

(Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie BMWi)

Was macht ein Karosserie- und Fahrzeugbauermeister?

Die Meisterqualifikation eröffnet die Möglichkeit, einen Betrieb oder eine Werkstatt in dem zulassungspflichtigen Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk eigenständig zu leiten. Dabei berücksichtigt er Gesichtspunkte der Kostenkalkulation, der Wettbewerbssituation, des Qualitätsmanagement, des Datenschutzes, der Nachhaltigkeit sowie des Personalwesens. Der Meister ermittelt die Wünsche seiner Kunden, plant Konzepte sowie Arbeits- und Geschäftsprozesse. Er baut neue Fahrzeuge und Karosserien, repariert und setzt alte instand.

Schlagworte

FahrzeugbauKarosseriebau

Verwandte Artikel

19.06.2026

SCHWEISSEN & SCHNEIDEN präsentiert sich auf Gemeinschaftsstand der EURO DEFENCE EXPO

Vom 22. bis 25. September 2026 findet in Essen erstmals die EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) parallel zur Security Essen statt. Auch die SCHWEISSEN & SCHNEIDEN ist mit einem Ge...

Beschichtungstechnik Defence Fahrzeugbau Fügetechnik Luft- und Raumfahrt Militär Schiffbau Schneiden Schneidtechnik Schweißen SCHWEISSEN & SCHNEIDEN Schweißtechnik Sicherheitslösungen Trenntechnik Verteidigungsindustrie
Mehr erfahren
DVS Group
05.06.2026

Wissenstransfer-Tage: Mutige Prozesse in der Fertigung

Am 17. und 18. Juni 2026 finden die Wissenstransfer-Tage von CyberJoin in der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart (Pfaffenwaldring 32, 70569 Stuttgart) stat...

Autonome Systeme Digitalisierung Elektrifizierung Elektromobilität Fahrzeugbau Fertigungsprozesse Fertigungstechnik Kreislaufwirtschaft Mobilität Nachhaltigkeit Wissenstransfer
Mehr erfahren
Pultrusion: lange, leichte und zugleich hochfeste Faserverbundprofile.
27.05.2026

Pultrusionsverfahren im Überblick: Nachhaltige Faserverbundprofile für die Industrie

Pultrusion ermöglicht die kostengünstige Herstellung hochfester Faserverbundprofile. Erfahren Sie mehr über Anwendungen in Bauwesen, Energietechnik und E-Mobilität.

Batterie Baustahl Energie Energietechnik Fahrzeugbau Fertigung Forschung Fraunhofer Fraunhofer IWU Industrieanwendungen Konstruktion Korrosion Leichtbau Schienenfahrzeugbau Schienenfahrzeuge Simulation Stahl Thermoplaste Thermoplasten Umformen Werkstoff Werkstoffe
Mehr erfahren
v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper, Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Leiter des Laboratoriums für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) und Universitätspräsident Prof. Dr. Matthias Bauer.
12.05.2026

50 Jahre Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik

Das Laboratorium für Werkstoff und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn blickt 2026 auf 50 erfolgreiche Jahre Forschung, Lehre und Technologietransfer zurück.

Anlagentechnik Bauwesen Forschung Fügetechnik Karosseriebau Maschinenbau Technologietransfer Werkstofftechnik
Mehr erfahren
06.05.2026

Wissenstransfer-Tage: Mutige Prozesse in der Fertigungstechnik als Wendepunkt

Von Innovationshemmnissen zu mutigen Prozessen für Flexibilität, Stabilität und Nachhaltigkeit im Fahrzeugbau. Damit beschäftigen sich die nächsten Wissenstransfer-Tage v...

Autonome Systeme Digitalisierung Elektrifizierung Elektromobilität Fahrzeugbau Fertigungsprozesse Fertigungstechnik Kreislaufwirtschaft Mobilität Nachhaltigkeit Wissenstransfer
Mehr erfahren