Technologien
Durch den automatisierten Abgleich zwischen realem Objekt und digitalen CAD-Daten kann der Industriedienstleister Abweichungen schnell und präzise erkennen. - © Wisag
04.08.2025

Wisag setzt auf visuelles Prüfverfahren mit Augmented Reality

Am Standort Waltershausen ist die Wisag Industrie Service Gruppe, einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands, in der Fertigung komplexer Schweißbaugruppen tätig. Um den steigenden Qualitätsansprüchen der Kunden und dem hohen Innovationstempo in der Produktentwicklung gerecht zu werden, hat die WISAG ein visuelles Prüfverfahren in die eigenen Fertigungsprozesse implementiert. Dank Augmented Reality (AR) wird die Qualitätssicherung noch effizienter und präziser gestaltet.
 
Der Industriedienstleister nutzt die AR-Technologie, um Schweißbaugruppen – konkret Anbauteile von Fahrzeugkarossen und Fahrwerken – auf Vollständigkeit und korrekte Lage zu prüfen. Der Abgleich von Kundenvorgaben mit dem fertigen Produkt stellt für die WISAG im Arbeitsalltag eine große Herausforderung dar. Die Größe der Baugruppen oder auch das Fehlen von Bezugsflächen macht die Prüfungen schnell aufwändig und damit kostspielig. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet der Industriedienstleister mit der mobilen AR-Plattform Twyn von Visometry.
 
Das CAD-basierte Trackingverfahren vergleicht in Echtzeit die Geometrie der digitalen CAD-Daten mit den Kanten des realen Objekts. „Wir scannen mit einer Tablet-Kamera das Prüfobjekt, das mithilfe der App von Visometry dann direkt einen Abgleich mit der Kundenvorgabe, also dem 3D-Datensatz, vornimmt“, sagt Guido Duphorn, Technologe für Vorfertigung bei der WISAG Produktionsservice. „In der Augmented-Reality-Visualisierung lässt sich sofort erkennen, ob zwischen digitaler Vorlage und dem realen Objekt eine Konformität vorliegt. Wenn alle Linien des 3D-Modells mit den Kanten der Baugruppe übereinstimmen, ist sichergestellt, dass alle Komponenten ordnungsgemäß verbaut wurden.“ Abweichungen werden unmittelbar via Screenshot erfasst und im Prüfprotokoll dokumentiert. So profitiert der Industriedienstleister von einer schnellen und präzisen Kontrolle sämtlicher Bauteile. Dank Augmented Reality lässt sich eine Schweißbaugruppe von 1.000 × 1.800 × 2.000 Millimetern und mit weit über 300 Einzelteilen innerhalb von gerade einmal fünf Minuten auf Form und Lage prüfen.
Ein weiterer Vorteil: Auf Anforderungen wie etwa eine hohe Produktbreite oder Änderungen der Kundenvorgaben kann die WISAG innerhalb kürzester Zeit reagieren. „Der große Charme des Systems liegt für uns in der hohen Flexibilität und der intuitiven Bedienung – daher wird derzeit die Ausweitung auf andere Anwendungsmöglichkeiten im Unternehmen geprüft“, ergänzt Duphorn abschließend.
 
(Quelle: WISAG)

Schlagworte

ARAugmented RealityDigitalisierungFahrzeugbauFertigungIndustrieSchweißenSimulationVR

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