Ob Schweißnahtbearbeitung, Kantenschliff oder Flächenbearbeitung: Die Anforderungen an Schleiflamellenteller unterscheiden sich je nach Werkstoff, Bauteilgeometrie und gewünschter Abtragsleistung. Gleichzeitig spielen Faktoren wie Standzeit, gleichbleibende Bearbeitungsergebnisse und eine möglichst einfache Produktauswahl eine wichtige Rolle. Mit der iQ-Serie führt Lukas-Erzett eine Produktreihe ein, die verschiedene Lamellengeometrien und Schleifkorntechnologien in drei Leistungsstufen zusammenfasst. Anwender sollen dadurch bei der Auswahl geeigneter Werkzeuge entsprechend Werkstoff, Anwendung und Leistungsanforderung unterstützt werden. Ziel ist eine anwendungsgerechte Werkzeugauswahl für unterschiedliche Schleifaufgaben.
Wer passende Fächerschleifscheiben, auch Schleiflamellenteller genannt, auswählt, steht vor einer großen Bandbreite technischer Varianten. Unterschiedliche Schleifkornarten, Werkzeugaufbauten und Leistungsmerkmale ermöglichen zwar eine gezielte Anpassung an die jeweilige Bearbeitungsaufgabe, erschweren jedoch häufig die Auswahl des geeigneten Werkzeugs.
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Werkstoff, Anwendung und Einsatzhäufigkeit. Gefragt sind dabei unter anderem eine ausreichende Abtragsleistung, gleichmäßige Bearbeitungsergebnisse, lange Standzeiten und ein wirtschaftlicher Einsatz. Mit der iQ-Serie bietet Lukas-Erzett ein Sortiment an Schleiflamellentellern, das die Werkzeugauswahl anhand der jeweiligen Anwendung strukturieren soll. Die Produktreihe richtet sich an professionelle und industrielle Anwender. Zum Einsatz kommen verschiedene Schleifkorntechnologien wie Zirkonkorund, CeramicAd und CeramicPS sowie unterschiedliche Werkzeugkonzepte, darunter die Sichellamellentechnologie von Lukas. Diese Eigenschaften sind auf hohe Materialabtragsraten und eine lange Werkzeugstandzeit ausgelegt.
Ein zentrales Merkmal der iQ-Serie ist ihre Auswahlsystematik. Sie ordnet die Werkzeuge nach Anwendungsanforderungen und verknüpft Leistungsstufe, Bearbeitungsaufgabe und Werkzeugtyp miteinander. Dadurch soll die Auswahl eines geeigneten Schleiflamellentellers vereinfacht werden.
So funktioniert die iQ-Systematik
Das iQ-Konzept ist nicht als klassischer Produktkatalog aufgebaut, sondern orientiert sich an den Anforderungen der jeweiligen Anwendung. Kriterien wie Werkstoff, Werkstückgeometrie, gewünschter Materialabtrag sowie Anforderungen an Standzeit und Prozesssicherheit bilden die Grundlage der Werkzeugauswahl.
Auf dieser Basis werden zunächst die passende Leistungsklasse und Schleifkorntechnologie gewählt, anschließend der geeignete Schleiflamellenteller für die jeweilige Bearbeitungsaufgabe. Das System soll die Auswahl strukturieren und Anwender dabei unterstützen, schneller ein passendes Werkzeug zu finden. Gleichzeitig kann das Risiko von Fehlanwendungen reduziert werden.
Drei Leistungsstufen für jede Anforderung
Im Mittelpunkt des iQ-Konzepts stehen drei Leistungsstufen, die unterschiedliche Anforderungen in der Metallbearbeitung abdecken: Light Duty, Medium Duty und Heavy Duty. Die Einteilung basiert auf verschiedenen Schleifkorntechnologien und soll die Auswahl geeigneter Schleiflamellenteller erleichtern.
Die Light-Duty-Klasse verwendet Zirkonkorund (ZK) und eignet sich für typische Anwendungen wie Schweißnahtbearbeitung, Entgraten und Flächenschliff an Stahl. Für anspruchsvollere Arbeiten steht die Medium-Duty-Klasse mit dem Keramikschleifkorn CeramicAd zur Verfügung. Sie ist für Aufgaben ausgelegt, bei denen ein höherer Materialabtrag und eine längere Standzeit gefordert sind.
Die Heavy-Duty-Klasse nutzt CeramicPS, ein präzisionsgeformtes Keramikschleifkorn für Anwendungen mit hohem Materialabtrag und hoher Auslastung. Sie richtet sich insbesondere an industrielle Bearbeitungsprozesse, bei denen Produktivität und Standzeit eine wichtige Rolle spielen.
Vier Werkzeugtypen für unterschiedliche Anwendungen
Neben Schleifkorn und Leistungsklasse beeinflussen auch Werkzeugaufbau und Anwendungsbereich die Auswahl eines Schleiflamellentellers. Daher umfasst die iQ-Serie von Lukas-Erzett vier Werkzeugtypen für unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben.
Der SLTflex ist für geschwungene Oberflächen, Konturen und Kehlnähte ausgelegt. Seine Sichellamellen-Technologie ermöglicht eine gute Anpassung an die Werkstückgeometrie. Der V2 Power eignet sich für ein breites Spektrum allgemeiner Schleifarbeiten und ist auf einen ausgewogenen Materialabtrag bei vielseitiger Einsetzbarkeit ausgelegt. Für die Bearbeitung von Kanten, Übergängen und komplexen Geometrien wurde der V2 Edge entwickelt. Sein flexibler Lamellenüberstand unterstützt die Bearbeitung schwer zugänglicher Bereiche. Der SLTT ist für Anwendungen mit hoher Beanspruchung konzipiert. Eine Stahlträgerscheibe und ein verstärkter Werkzeugaufbau ermöglichen den Einsatz bei Arbeiten mit hohem Materialabtrag.
(Quelle: Lukas-Erzett GmbH & Co. KG)
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