Mannheim war am 9. und 10. Juni erneut Veranstaltungsort des Sustainability osapiens Summit (SoS.26). Unter dem Leitmotiv „ONE Platform for a New Era“ kamen im Congress Center Rosengarten mehr als 2.000 Teilnehmende aus Wirtschaft, Technologie, Politik und Beratung zusammen. Im Mittelpunkt standen Fragen der nachhaltigen Unternehmenssteuerung, darunter der Umgang mit komplexeren Lieferketten, zunehmender Regulierung und geopolitischen Risiken sowie die Rolle von KI für die Anpassungsfähigkeit, Effizienz und Resilienz von Unternehmen.
Nachhaltigkeit wird zur Resilienzfrage
Beim SoS.26 wurde Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Resilienz und Unternehmenssteuerung betrachtet. In Keynotes, Panels und Masterclasses ging es unter anderem darum, wie Transparenz über Produkte, Lieferanten und Risiken zur Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Weiterentwicklung von Unternehmen beitragen kann.
Diese Perspektive griff auch der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck in seiner Rede „Europe’s Next Chapter: Resilience and Sustainability in an Era of Global Disruption“ auf und ergänzte sie um einen geopolitischen Aspekt. Er sprach sich dafür aus, dass Europa durch nachhaltiges Wirtschaften langfristig unabhängiger von globalen Großmächten werden könne. Auf diese Weise könnten Resilienz und Sicherheit auch auf politischer Ebene gestärkt werden.
Neue Partnerschaften mit SAP und GreenDot
Auf dem Summit kündigte osapiens eine strategische Partnerschaft mit SAP im Bereich Last-Mile-Distribution an, die letzte und zugleich komplexeste Etappe der Lieferketten. Über eine zertifizierte Integration mit SAP bündelt der osapiens HUB Funktionen wie Routenplanung, Fahrermanagement, Liefernachweise und Echtzeit-Tracking auf einer Plattform. KI-gestützte Anwendungen sollen Verkehrs-, Standort- und Lieferfensterdaten in Echtzeit auswerten, Routen berechnen und mögliche Verzögerungen prognostizieren.
Darüber hinaus haben GreenDot, bekannt als Der Grüne Punkt, und osapiens eine strategische Partnerschaft vereinbart. Ziel ist eine integrierte KI-Plattform für die EPR-Compliance im Zusammenhang mit der EU-Verpackungsverordnung PPWR. Dabei wird die Expertise von GreenDot in den Bereichen EPR-Compliance, Verpackungslizenzierung und Herstellerverantwortung mit dem osapiens HUB verbunden.
Über 150 Speaker
Mehr als 150 Speaker gestalteten das Programm des SoS.26. Sie hielten Vorträge, nahmen an Diskussionsrunden teil und boten vertiefende Sessions zu einzelnen Themen an. Im Mittelpunkt standen unter anderem KI-Agenten, Product Compliance, Reporting, Lieferkettenresilienz, Carbon Management und Rückverfolgbarkeit. Zusätzlich gab es Angebote für verschiedene Branchen, zum Beispiel Healthcare, Retail, Utilities und Automotive. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernahm die United Nations Industrial Development Organization (UNIDO).
Auf der Bühne standen führende Entscheider:innen aus Wirtschaft, Politik und Industrie. Thomas Saueressig, Chief Customer Officer und Mitglied des Vorstands von SAP, sprach über das Potenzial von KI in der Last-Mile-Distribution und die Zusammenarbeit mit osapiens in diesem Bereich. Henna Virkkunen, Executive Vice-President der EU-Kommission, richtete in einer Videobotschaft den Blick auf Europas Wettbewerbsfähigkeit. Wie sich Transparenz und KI-gestützte Steuerung im Unternehmensalltag auszahlen, machten Marco Baren (Philips), Dr. Thomas Schulte (Bosch), Pradeep Dalal (Coca-Cola North America), Carla de Luca (Iveco) und Juliana Duarte (Nordex) greifbar. Zudem sprachen Partner wie KPMG, GS1 Germany, GreenDot, UNIDO sowie der Investor Decarbonization Partners, das Joint Venture von BlackRock und Temasek.
KI-Agenten als nächster Entwicklungsschritt
KI ist ein wichtiger Bestandteil des osapiens HUB. Auf dem Summit stellte das Unternehmen vor, wie die Plattform weiterentwickelt wird. Der osapiens HUB umfasst inzwischen mehr als 25 spezialisierte KI-Agenten, darunter Lösungen für Lieferketten-Monitoring, Risikobewertung, Nachweisdokumentation und Product Compliance
Auch Nutzungs- und Entwicklungszahlen wurden genannt: In den vergangenen zwölf Monaten wurden mehr als 19 Millionen Lieferanten überprüft und es gab 212 Produktaktualisierungen.
„Unternehmen müssen heute verstehen, woher ihre Produkte kommen, welche Risiken in ihren Lieferketten liegen und wie sie regulatorische Anforderungen effizient erfüllen können. Mithilfe von KI wird dieses Wissen erstmals zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Genau hier setzt der osapiens HUB an: Er bildet eine intelligente Steuerungsebene über bestehenden ERP-Systemen, mit der Unternehmen schneller und fundierter entscheiden können”, sagt Alberto Zamora, Mitgründer und Co-CEO von osapiens.
(Quelle: osapiens)
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