Auf der Euroblech 2026 stellt die Kemper unter dem Motto „From CleanAir to SmartAir“ neue Lösungen zur Überwachung und Steuerung der Luftqualität in metallverarbeitenden Betrieben vor. Im Mittelpunkt stehen ein tragbares Feinstaubmessgerät, eine digitale Plattform zur bedarfsgerechten Steuerung von Hallenlüftungsanlagen sowie eine neue Absaughaube.
Mit dem Konzept „SmartAir“ verfolgt Kemper einen Ansatz, bei dem nicht mehr ausschließlich die Erfassung und Filterung von Gefahrstoffen an einzelnen Arbeitsplätzen im Mittelpunkt steht. Stattdessen sollen Sensorik, Absaugtechnik und digitale Systeme miteinander vernetzt werden, um die Luftqualität innerhalb einer Produktionshalle zu überwachen und Lüftungsanlagen entsprechend zu steuern.
Laut Hersteller führt das System Daten aus Sensoren, Absauganlagen und digitalen Anwendungen zusammen. Auf Grundlage der erfassten Messwerte können Filter- und Lüftungssysteme automatisch angepasst werden. Ziel ist es, die Luftqualität zu überwachen, den Energieverbrauch zu reduzieren und Serviceprozesse zu unterstützen.
Feinstaubbelastung direkt am Körper messen
Das Unternehmen stellt ihr neues Produkt, das Kemper Dustlight, vor. Hierbei handelt es sich um ein tragbares Feinstaubmessgerät, das direkt an der Arbeitskleidung befestigt wird. Nach Angaben des Unternehmens erfasst es die Partikelkonzentration in unmittelbarer Nähe der Atemzone der Beschäftigten und ergänzt dadurch stationäre Messsysteme innerhalb der Produktionshalle.
Über Farbsignale in Grün, Gelb und Rot informiert das Gerät über die aktuell gemessene Partikelbelastung. Die zugehörige Dustlight-App speichert die Messdaten und ermöglicht deren anschließende Auswertung. Auf dieser Grundlage sollen Arbeitsschutzverantwortliche Belastungen besser einschätzen, Schutzmaßnahmen überprüfen und die erfassten Daten für betriebliche Dokumentationszwecke nutzen können.
Hallenlüftung bedarfsgerecht steuern
Ein weiterer Bestandteil des Konzeptes ist die digitale Plattform Kemper Connect. Nach Angaben von Kemper bündelt sie Anlagen-, Luftqualitäts- und Servicedaten und ermöglicht eine bedarfsgerechte Steuerung der Hallenlüftung. Dazu erfassen mehrere Sensoren des Raumluftüberwachungssystems AirWatch die Luftqualität an unterschiedlichen Punkten innerhalb der Produktionshalle. Ein mithilfe künstlicher Intelligenz entwickeltes Regelmodell verarbeitet die Messwerte und steuert mehrere AirDome-Hallenlüftungsanlagen gemeinsam. Bei geringer Schweißrauchbelastung laufen die Anlagen mit reduzierter Leistung. Steigt die Belastung, wird die Lüftungsleistung automatisch erhöht.
Nach Angaben von Kemper konnte der Energieverbrauch durch diese Steuerung im eigenen Werk in Tschechien um rund ein Drittel reduziert werden. Dort wurden vier zuvor im Dauerbetrieb eingesetzte AirDome-Anlagen auf die bedarfsgerechte Regelung umgestellt.
Mit der neuen Kemper Connect Bridge stellt das Unternehmen zudem ein Nachrüstmodul vor, über das sich kompatible Bestandsanlagen per Mobilfunk in die digitale Plattform einbinden lassen. Eine lokale LAN- oder WLAN-Verbindung ist dafür nicht erforderlich. Nach der Anbindung können unter anderem die bedarfsgerechte Steuerung, die Überwachung des Servicestatus und die Fernwartung genutzt werden. Darüber hinaus lassen sich Berichte für Arbeitsschutzaudits erstellen.
(Quelle: Kemper GmbH)
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