Produkte
Armatur eines PKWs - © Teledyne Flir
07.01.2025

Wärmebildkameras zur Prozesskontrolle und Qualitätssicherung des IR-Schweißprozesses

Wärmebildkameras zur Prozesskontrolle und Qualitätssicherung des IR-Schweißprozesses

In der gesamten Automobilindustrie ist die Verwendung von Kunststoff für Teile wie Armaturenbretter und Defrostergrills  üblich, da diese leichten Materialien nicht nur Fahrzeuge kraftstoffsparender machen, sondern auch Gestaltungsfreiheit und Flexibilität ermöglichen. Diese Kunststoffbauteile werden mittels Infrarot (IR)-Schweißen verbunden. Während des IR-Schweißprozesses, ist es für die Hersteller von entscheidender Bedeutung, sicherzustellen, dass die Schweißnähte die richtige Temperatur und gleichmäßige Erwärmung erreichen. Andernfalls könnte die Schweißnaht versagen und teure Rückrufaktionen nach sich ziehen.

© Teledyne Flir
IR-Schweißen für Kunststoffe © Teledyne Flir

Das IR-Schweißen erzeugt eine hochfeste, hermetische Versiegelung mit einer Infrarot-emittierenden Platte, um die zu verbindenden Oberflächen zu schmelzen. Dann wird die Platte entfernt, und die beiden Teilehälften werden so zusammengedrückt, dass sich die erhitzten Oberflächen beim Wiedererstarren fest miteinander verbinden. Leider gibt es keine visuelle Möglichkeit zu erkennen, ob der Schweißvorgang erfolgreich war, ohne die Produktion für eine Inspektion zu stoppen.  Die Lösung für dieses Problem der Qualitätsüberwachung ist der Einsatz von Wärmebildkameras.

© Teledyne Flir
Die Überwachung des IR-Schweißprozesses mit Wärmebildkamera ermöglicht es Herstellern, Schweißnähte zu erfassen, die außerhalb der oberen oder unteren Temperaturkontrollgrenzen liegen. © Teledyne Flir

Eine Infrarotkamera an einer festen Position entlang der Produktionslinie kann die thermischen Muster und Gradienten, die zum Erkennen von Fehlern beim IR-Schweißen erforderlich sind, wiederholbar und genau darstellen. Ein Wärmebild kann auch eine unvollständige Form, ein ungleichmäßiges Temperaturprofil oder variierende Gradienten aufweisen. Die von einer Wärmebildkamera gesammelten Temperaturdaten können den Qualitätskontrollingenieuren helfen, Fehler in der Produktionslinie zu finden und zu korrigieren und so die Ausgabe fehlerhafter Produkte zu verhindern.

© Teledyne Flir
Wärmebildkamera von Flir © Teledyne Flir

Die fest installierten thermischen Systeme von Flir wie A50/A70 Bild-Streaming-Kameras können temperaturlineare oder komprimierte radiometrische Daten über Kommunikationsprotokolle wie GigE Vision und RTSP streamen. Diese Kameras bieten eine Genauigkeit von bis zu ±2°C innerhalb von Temperaturbereichen von -20°C bis 1000°C und stellen sicher, dass sie korrekte, umsetzbare Daten für die Qualitätskontrollanalyse liefern. Die A50/A70 Serie bietet zwei Pixelauflösungen (464 × 348 oder 640 × 480) und eine Reihe von Sichtfeldern (29°, 51°oder 95°) auf festen Objektiven, die Sie manuell fokussieren, um eine konsistente Ansicht zu erhalten. Dank ihrer einzigartigen Fähigkeit zur Ausgabe komprimierter radiometrischer Daten verhindern diese Kameras eine Überlastung von Prozessoren. In Verbindung mit der optionalen integrierten visuellen Kamera kann die A50/A70 FLIR-patentierte MSX-Bilder erzeugen, die für jedermann leicht zu interpretieren sind.

(Quelle: Teledyne FLIR LLC)

Schlagworte

InfrarotschweißenIR-SchweißenKunststoffKunststoffschweißenQualitätssicherungSchweißprozesse

Verwandte Artikel

Mit diesem Roboter fing 2001 alles an: AGRU Production Manager Andreas Zemsauer (rechts) und sein Team mit dem Kawasaki Robotics ZX300S.
12.04.2026

Automatisierung in der Kunststoffverarbeitung

Der österreichische Kunststoffverarbeiter Agru setzt seit rund 25 Jahren auf Industrierobotik. Heute reicht das Einsatzspektrum von automatisierten Fertigungsanlagen über...

Ausbildung Ausfallzeiten Automatisierung KI Kunststoff Kunststoffverarbeitung Roboterprogrammierung Robotik Serienferitgung Sonderteile Stückzahlen Wartung Werkhallen
Mehr erfahren
09.04.2026

Multimaterial-3D-Druck für Raketenantriebe

Im Rahmen eines groß angelegten EU-Forschungsprojekts entwickeln Wissenschaftler des Fraunhofer IGCV neuartige Verfahren zur additiven Fertigung von Raketenkomponenten.

Additive Fertigung Härtebeständigkeit Korrosionsbeständigkeit Laserstrahlschmelzen Materialeffizienz Multi-Materialbauweise Nachhaltigkeit Prototypenbau Qualitätssicherung Raumfahrttechnik Raumfahrzeugbau Werkstoffe
Mehr erfahren
22.03.2026

Neues Reinigungsverfahren für Kunststoffoberflächen

Das Kunststoff-Zentrum SKZ erweitert sein Portfolio in der Oberflächenbehandlung um ein modernes CO₂-Schneestrahlverfahren. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Anlage stär...

AM Anwendungsnahe Forschung Bau Beschichten Chemikalien Druckluft Forschung GSI Industrie Industrielle Anwendungen Kleben Kohlendioxid Kunststoff Kunststoffverarbeitung Oberflächenbehandlung Produktionsprozess Prozesse Prozessparameter PU Reinigen Strahlverfahren TIG
Mehr erfahren
22.03.2026

Polyurethan-Produktion ohne giftiges Isocyanat

Polyurethane (PUR) stecken in vielen Produkten, jedoch kommt bei der Herstellung giftiges Isocyanat zum Einsatz. Um die Herstellung sicherer zu machen, haben Forscher des...

Chemische Industrie Dicarbamat Elastizität Gesundheitsgefahren Isocyanat Klebstoffe Kreislauffähigkeit Kreislaufwirtschaft Kunststoffe Medizin Polymerdiole Polyurethane Produktion Qualitätssicherung Recyvcling Sicherheit Zugfestigkeit
Mehr erfahren
15.03.2026

Rückblick: Technologietag Audio Intelligence for Production

Wie können Maschinen lernen zu hören – und dadurch Produktionsprozesse intelligenter, effizienter und robuster machen? Dieser Frage widmete sich der Technologietag „Audio...

Automatisierung Forschung Frästechnik Messtechnik Metallverarbeitende Industrie Metallverarbeitung Qualitätssicherung Schweißen Schweißtechnik Sensorik
Mehr erfahren