4. Härtereiabend 2025/2026
https://blog.mhw-werkstofftechnik.de/Unfälle mit Personenschäden zu vermeiden sollte das oberste Ziel jedes Betreibers von Ofenanlagen sein. Während sich Sachschäden meistens durch Geldzahlungen regeln lassen, können Unfälle, die zu Personenschäden, ja gar zum Tode von Beteiligten führen können, nicht so einfach „ausgebügelt" werden. Das Leid von Betroffenen und deren Angehörigen kann oft viele Jahre überdauern.
Dieser Vortrag richtet sich sowohl an Fach- und Führungskräfte sowie deren Mitarbeiter in Wärmebehandlungsbetrieben, denn sie haben es oftmals in der Hand, Unfällen vorzubeugen.
Die Vielzahl der bei der Schutzgaswärmebehandlung verwendeten Gase stellt durch die Kombination der unterschiedlichen Medien und Temperaturen ein besonderes Gefahrenpotential dar. Gase sind prinzipiell zunächst weder gefährlich noch ungefährlich. Erst der, oftmals aus Unkenntnis resultierende, unsachgemäße Umgang mit ihnen, kann sie zu gefährlichen Stoffen machen. Risiken können z. B. entstehen, wenn Gase unkontrolliert in die Atmosphäre ausströmen. Bei brennbaren Gasen besteht dann Brand- und Explosionsgefahr, bei Stickstoff oder Kohlendioxid Erstickungsgefahr. Das in der Wärmebehandlung üblicherweise verwendete Gas Kohlenmonoxid zeichnet sich, neben seiner Brennbarkeit, auch durch seine toxischen Eigenschaften aus.
Der Vortrag zeigt verschiedene der hierdurch entstehenden Gefahrenquellen auf; eine Vielzahl
anschaulicher Experimente zu verschiedenen Eigenschaften vertieft die gewonnenen Erkenntnisse. Besprochen werden unter anderem:
- physikalische,
- chemischen und
- physiologische Zusammenhänge und Wirkungen einzelner Medien unter
Sicherheitsgesichtspunkten - Zündbereiche
- Verpuffungen und Explosionen
- Handlungsempfehlungen zum sicheren Betrieb von Schutzgasöfen