Der Schweißbrenner ist ein essenzielles Werkzeug, das die Effizienz und Qualität des Schweißprozesses bestimmt. Hochwertige Schweißbrenner sorgen für optimale Schweißnahtergebnisse und ermöglichen ein komfortables Arbeiten. Oft wird bei der Anschaffung jedoch mehr auf den Preis als auf die Qualität geachtet. Ein schneller Verschleiß der Bestandteile und weitere negative Auswirkungen sind die unmittelbare Folge.
Um ein optimales Schweißergebnis und maximale Produktivität zu erzielen, sollte der Schweißbrenner einen zuverlässigen Schweißbetrieb sicherstellen und einen stabilen Lichtbogen ermöglichen. Spritzerfreie, saubere und prüfungssichere Schweißnähte sind ein wünschenswertes Ergebnis, da kaum Nacharbeiten erforderlich sind. Weitere Kennzeichen eines hochwertigen Brenners sind eine lange Haltbarkeit sowie ein geringer Verschleißteileverbrauch. Gerade Komponenten wie Stromdüse, Gasdüse, Gasverteiler und Düsenstock werden während des Schweißprozesses stark beansprucht. Daher sollten sie regelmäßig geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Folgen eines instabilen Schweißprozesses
Werden die Verschleißteile kaum gewechselt und minderwertige Schweißbrenner eingesetzt, führt dies häufig zu instabilen Schweißprozessen. Auch zu selten durchgeführte Wartungen können entsprechende Probleme verursachen. Was kann passieren? Ist der Lichtbogen nicht konstant, entstehen vermehrt Spritzer beim Schweißen. Diese Metalltröpfchen, die von der Schweißstelle weggeschleudert werden, landen auf dem Werkstück, der Schweißnaht oder auf Brennerverschleißteilen. Spritzer verschlechtern die Schweißnahtqualität und können Korrosionsschäden verursachen sowie Produktionsausfallzeiten nach sich ziehen. Sie müssen im Nachgang mühsam entfernt werden.
Vorteilhaft ist es daher, wenn die unerwünschten Schweißspritzer reduziert werden können. Dafür muss zum einen ein beständiger Stromfluss und ein ausreichender Gasschutz gewährleistet werden, zum anderen aber auch eine konstante Drahtförderung möglich sein. Ist der Lichtbogen nicht stabil, ergeben sich weitere Probleme. Beispielsweise entstehen vermehrt Verwirbelungen des Schutzgases, die zu Poren in der Schweißnaht führen. Wenn die Schutzgasabdeckung nicht optimal ist, können Sauerstoff und Wasserstoff aus der Umgebungsluft an die Schweißstelle gelangen. Wird infolge eines instabilen Schweißprozesses der Grundwerkstoff zu wenig aufgeschmolzen, kann es darüber hinaus zu Bindefehlern kommen. Die Materialien berühren sich, gehen aber keine stoffschlüssige Verbindung ein. Daraus folgt eine Schwächung oder sogar ein Bruch der Schweißnaht.
Verschleißteile kontinuierlich überprüfen
Treten Spritzer, Poren oder Bindefehler auf, gilt es, die Ursache für den instabilen Schweißprozess zu finden. Besonders im Fokus sollten dabei die Verschleißteile stehen. Eine wichtige Aufgabe kommt den Stromdüsen zu, da sie den Schweißstrom auf die Drahtelektrode übertragen und damit maßgeblich die Qualität des Lichtbogens bestimmen. Bei einer einseitigen Abnutzung kann sich die Öffnung der Stromdüse verändern und schlimmstenfalls sogenannte Drahtnester begünstigen. Dabei setzt sich die Düse immer mehr zu. Darüber hinaus kann eine verschlissene Stromdüse zu Mikrolichtbögen und Kurzschlüssen führen. Überhitzt die Stromdüse, wird der Verschleiß noch beschleunigt. Wichtig ist daher, sie regelmäßig auf Abnutzung zu überprüfen und bei Bedarf zu tauschen, beziehungsweise gegen hochwertigere Stromdüsen zu ersetzen.
Die Verwendung von Qualitätsprodukten mit hohen Standzeiten erhöht die Effizienz der Prozesse, da häufige Arbeitsunterbrechungen aufgrund von Wartungen unterbleiben. Weil mit jedem Wechsel der Stromdüse auch das Gewinde des Düsenstocks verschleißt, sollte dieser ebenfalls kontinuierlich überprüft werden.
Ebenso die Führungsspiralen beziehungsweise Drahtseelen: sie fördern den Schweißdraht von der Stromquelle durch den Brennerhals bis zur Stromdüse. Zwangsläufig entsteht dabei Reibung und es kann zu einer unregelmäßigen Drahtförderung kommen. Feine Partikel können die Führungsspirale zusetzen, daher ist auch hier eine regelmäßige Reinigung unabdingbar. Auch Drahtförderrollen nutzen sich mit der Zeit ab. Sie fördern den Schweißdraht durch das Schlauchpaket und sollten passend zum Schweißdraht ausgewählt werden.
Damit der Schweißdraht störungsfrei gefördert werden kann, ist dabei auch auf den richtigen Anpressdruck zu achten. Bei täglichem Betrieb sind vor allem auch die Gasdüsen schnell verschlissen. Haften viele Schweißspritzer an der Gasdüse, verhindern sie die sichere Abschirmung des Schweißprozesses von der Umgebungsluft. Eine ungenügende Schutzgasabdeckung wirkt sich ungünstig auf die Schweißnahtqualität aus, daher sollten Gasdüsen regelmäßig geprüft und gereinigt werden. Nicht zuletzt ist auch die Wasserkühlung elementar für einen effizienten sowie sicheren Schweißprozess. Wird der Brenner zu heiß, müssen Schläuche und Anschlüsse auf undichte Stellen oder andere Fehler überprüft werden.
Sicherheit, Bedienbarkeit und Komfort als Qualitätskriterium
Material und Zustand der Verschleißteile haben deutliche Auswirkungen auf den Schweißprozess. Nur mit hochwertigen Schweißbrennern lassen sich Prozessstörungen vermeiden und damit Zeit und Kosten einsparen. Darüber hinaus sorgen sie für eine sichere Arbeitsumgebung und bieten einen erhöhten Komfort in der Bedienung. Beispiel Drahtzuführung: Der Draht kann einfach in die Drahtvorschubrollen eingeführt werden, ohne sie dabei zu öffnen. Per Knopfdruck erfolgt die Förderung bis hin zur Stromdüse. Zum komfortablen und sicheren Handling im Schweißprozess trägt auch eine ergonomisch geformte Griffschale bei. Die sichere Schutzgasabdeckung bei reduziertem Schutzgaseinsatz und ein optimaler Strom- sowie Wärmeübergang sorgen für eine hohe Lichtbogenstabilität.
Hochwertige Schweißbrenner punkten mit einer hohen thermischen Belastbarkeit und damit gesteigerten Lebensdauer. Beispielsweise ist bei den Brennern für den hohen Leistungsbereich ein doppelter Kreislauf installiert, der für eine optimierte Kühlung im Brennerhals sorgt. Ausgesuchte Materialien ermöglichen einen hohen Korrosionsschutz und garantieren eine maximale Robustheit, Stabilität und damit lange Standzeit.
Schweißbrenner für jede Anwendung
EWM verfügt in seinem Standardprogramm über eine Vielzahl an Schweißbrennern für unterschiedliche Anwendungen. Für besondere Einsatzbereiche bietet der Spezialist individuell konfigurierte Schweißbrenner mit besonderen Abmaßen und speziell geformten Brennerhälsen an. Durch die Eigenfertigung kann EWM dabei flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen und Kundenwünsche eingehen. Dass hochwertige Brenner nicht nur beste Schweißnahtqualität liefern, sondern auch wirtschaftliche Vorteile haben, zeigt sich in der hohen Prozessstabilität und dem geringen Verschleiß der Bauteile. Dies lässt sich ganz einfach mit dem kostenlosen Amortisationsrechner von EWM verifizieren. Nach der Eingabe einiger weniger Daten ermittelt die Software innerhalb von Sekunden, wann sich die Anschaffung amortisiert hat.
In seinem neuen eBook „Wirtschaftlich und prozesssicher Schweißen: Bedeutung des Schweißbrenners für den gesamten Prozess“ zeigt der Spezialist für Lichtbogen-Schweißtechnik, wie sich ein optimales Schweißergebnis in Verbindung mit maximaler Produktivität erzielen lässt. Leser erhalten wertvolle Tipps für einen stabilen Schweißprozess. Denn unerwünschte Spritzer, Poren und Bindefehler entstehen bei einem instabilen Prozess, den es zu vermeiden gilt. Mit dem Einsatz hochwertiger, robuster und verschleißarmer Komponenten und der regelmäßigen Überprüfung der gängigen Verschleißteile lässt sich die Standzeit dagegen signifikant erhöhen.
(Quelle: EWM GmbH)
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