Im Zuge des PerPlacsBio-Projekts hat das nova-Institut sein Poster zur biologischen Abbaubarkeit von Polymeren in verschiedenen Umgebungen aktualisiert. Die neue Fassung greift aktuelle Normen, Zertifizierungen sowie jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse auf. Sie unterstützt die Bewertung biologisch abbaubarer Alternativen für Anwendungen in der Land- und Forstwirtschaft und steht nun erstmals auch in deutscher Sprache zur Verfügung.
Das nova-Institut hat sein Poster „Biologisch abbaubare Polymere in verschiedenen Umgebungen“ in einer aktualisierten Version veröffentlicht. Die neue Fassung bietet einen detaillierteren und umfassenderen Überblick darüber, wie Polymere in unterschiedlichen Umgebungen biologisch abgebaut werden und welche Normen dabei relevant sind. Als praxisnahes Nachschlagewerk bleibt das Poster eine wertvolle Orientierungshilfe für Industrie, Politik und Forschung, insbesondere für alle, die sich mit nachhaltigen Kunststoffen und Lösungen für das Ende des Lebenszyklus von Materialien befassen.
Aktualisierte Einstufungen auf Basis neuer Prüf- und Materialdaten
Die überarbeitete Version greift zentrale wissenschaftliche und regulatorische Entwicklungen auf. Unter anderem werden PBSA, PBS und PBAT nun als nachweislich biologisch abbaubar in Boden-, Meeres- und Süßwasserumgebungen eingestuft. Für PBS gilt diese Einstufung zusätzlich auch für die Heimkompostierung. Damit trägt das Poster den Fortschritten bei materialspezifischen Daten und Prüfmethoden Rechnung.
Darüber hinaus wurde das Normenumfeld in der Ausgabe 2026 erweitert und präzisiert. Neu aufgenommen wurden unter anderem ISO 17088 zur industriellen Kompostierbarkeit, ISO 23517 zur biologischen Abbaubarkeit im Boden sowie NF T 51-800 zur Hauskompostierung. Zudem wurden Beschreibungen der EN 17033, der ISO 23517 sowie der verfügbaren Normen und Zertifizierungen für den biologischen Abbau im Meer korrigiert. Dadurch ist das Poster noch besser auf aktuelle Zertifizierungssysteme und internationale Prüfrahmen abgestimmt.
Zur weiteren Verbesserung der wissenschaftlichen Genauigkeit und Anwenderfreundlichkeit des Posters wurden zusätzliche Anpassungen vorgenommen:
- Eine neue erläuternde Fußnote verdeutlicht die Bedeutung des Begriffs „biologische Abbaubarkeit nicht nachgewiesen“.
- Überarbeitete Inhalte zu langsam abbaubaren Polymeren einschließlich aktueller Erkenntnisse zum Abbau von PLA in Meeresumgebungen.
- Einbindung des PerPlacsBio-Projektlogos, um die Kontinuität des Projekts widerzuspiegeln.
- Verfügbarkeit des Posters in deutscher Sprache, wodurch es für ein breiteres Publikum zugänglich wird.
Mit der Aktualisierung führen das nova-Institut und seine Partner ihre Arbeit fort, verständliche und wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfen bereitzustellen. Diese sollen aufzeigen, in welchen Fällen biologische Abbaubarkeit eine sinnvolle und geeignete Option für das Lebensende von Materialien darstellt. Beteiligt sind Experten des nova-Instituts aus Deutschland sowie führende Fachleute von Normec OWS (Belgien), Hydra Marine Science (Italien/Deutschland), dem IKT Stuttgart (Deutschland), der Wageningen University & Research (Niederlande), DIN Certco (Deutschland) und TÜV Austria (Österreich/Belgien).
Ende 2025 haben die Universität Münster, die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und das nova-Institut das zweijährige Projekt PerPlacsBio ins Leben gerufen. Das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Rahmen des Programms „Nachwachsende Rohstoffe nachhaltig” geförderte Projekt hat zum Ziel, die Perspektiven für biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe in der Land- und Forstwirtschaft zu untersuchen.
(Quelle: nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH)
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Biologische AbbaubarkeitIndustrielle KompostierbarkeitNormenPBATPBSPBSAPolymereZertifizierung