Unternehmen
© ULT AG
27.01.2022

Alexander Jakschik zum Vorstandsvorsitzenden des VDMA Ost gewählt

Alexander Jakschik zum Vorstandsvorsitzenden des VDMA Ost gewählt

Die Mitglieder des VDMA Ost haben am 20. Januar 2022 turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz hat Alexander Jakschik, Vorstand und Gesellschafter der ULT AG aus Löbau, übernommen.

Der 39-jährige Löbauer engagiert sich seit 2018 im Vorstand des VDMA Ost und wurde nun einstimmig zum Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt. „Ich freue mich sehr auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen und den Verbandsmitgliedern. In den kommenden vier Jahren werde ich alles daransetzen, die rund 350 ostdeutschen Maschinenbau-Betriebe wirkungsvoll zu vertreten. Die Herausforderungen unserer Branche sind enorm. Umso wichtiger ist eine kräftige Stimme gegenüber der Politik“, sagt Alexander Jakschik.

Dazu werde auch beitragen, dass sich das Vorstandsteam breit aufgestellt hat. Die Mitglieder decken alle ostdeutschen Regionen sowie viele Teilbranchen ab. Bis 2025 werden sich 18 Unternehmer der Region ehrenamtlich für die Interessen der ostdeutschen Verbandsmitglieder aus der Hauptstadtregion, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stark machen.

Alexander Jakschiks Ziel ist ein starker ostdeutscher Maschinen- und Anlagenbau in einem wirtschaftlich starken Deutschland – und das wiederum in einem wirtschaftlich und politisch gemeinsam handelnden starken Europa. Hier sieht er auch den Verband in der Pflicht. „Mit der Globalisierung nimmt die Veränderungsdynamik zu: gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch. Damit liegen Chancen und Risiken für die ostdeutsche Wirtschaft nah beieinander. Der VDMA kann und muss die Unternehmen dabei unterstützen, sich für diesen Wandel zu wappnen“, betont er.

Als größte Herausforderungen für die ostdeutsche Wirtschaft sieht er

  • Den Strukturwandel im Zusammenhang mit der Umweltpolitik. Eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf CO2-emissionsarme Technologien schreibt er dabei dem Maschinen- und Anlagenbau zu.
  • Den Aufholprozess in der Wirtschaftsleistung gegenüber anderen Regionen, sowie
  • Die Landes- und Bundespolitik, welche stärker die regionalspezifischen Besonderheiten berücksichtigen muss. Das gilt vor allem für die von vielen kleinen und mittelständischen Betrieben geprägte Unternehmerlandschaft mit ihren erhöhten Hürden für Auslandsaktivitäten, Forschung und die Bearbeitung der zunehmenden Zahl an Gesetzes- und Verwaltungsvorschriften.

Dem neuen Vorstandsvorsitzenden Alexander Jakschik ist wichtig, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen und fordert, dass die Politik den Standort Deutschland generell und besonders den Standort Ostdeutschland stärkt, damit der dortige Maschinenbau als Herzstück der Industrie auch künftig wettbewerbsfähig bleibt.

Der Unternehmer will sich daher gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen und der Geschäftsstelle des Landesverbandes dafür einsetzen, dass

  • Unproduktive, bürokratische Belastungen reduziert werden,
  • Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt werden,
  • Die Energiesicherheit gewährleistet ist und die Energiepolitik ausgewogen gestaltet wird,
  • Steuerbelastungen für Unternehmen stabil gehalten oder gesenkt werden,
  • Fördermaßnahmen wirtschaftsorientiert gestaltet werden und
  • Forschung und Entwicklung intensiver gefördert werden.

Ganz besonders am Herzen liegt ihm zudem die Fachkräfteproblematik. So haben laut einer Umfrage des VDMA Ost vom Dezember 2021 derzeit etwa vier von fünf ostdeutschen Maschinenbau-Betrieben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Sorgenvoll betrachtet er auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: „Zu häufig hast die Öffentlichkeit ein veraltetes Bild von der Branche und vom Unternehmertum. Dabei bietet der Maschinenbau viele spannende Berufsbilder in modernen, innovativen Betrieben mit engagierten Unternehmern und Unternehmerinnen. Das müssen wir noch stärker vermitteln“, sagt Jakschik.

(Quelle: Presseinformation der ULT AG)

 

Schlagworte

AbsaugtechnikAnlagenbauEnergiepolitikEnergiesicherheitFachkräftemangelFiltertechnikMaschinenbau

Verwandte Artikel

Neue VDI-Studie zu Frauen in MINT-Berufen
15.10.2026

Frauen in MINT: Deutschland verschenkt Milliardenpotenzial

Im Rahmen der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ hat der VDI die Studie „Frauen in MINT-Berufen – Potenziale entfalten, Innovationskraft stärken“ veröffentlicht.

Arbeitsszeitmodelle Fachkräftemangel Geschlechterstereotype Innovationskraft Innovationsstandort Deutschland MINT Studie Wertschöpfung Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
29.09.2026

Neue Vertriebsstruktur stärkt europäische Zusammenarbeit

Am 19. und 20. November 2026 wird das Stäubli Welcome Center in Bayreuth zum Treffpunkt der Automatisierungsbranche aus Nord-, Mittel- und Osteuropa. Der Summit ist zugle...

Automatisierung Digitaler Zwilling Digitalisierung KI Maschinenbau Qualitätsprüfung Robotik Vertrieb
Mehr erfahren
Der KR Fortec ultra MT wurde speziell für Anwendungen entwickelt, die hohe Prozesskräfte, Steifigkeit und Präzision erfordern.
28.09.2026

Forschungsplattform für robotergestütztes Rührreibschweißen

Die Hochschule Magdeburg-Stendal setzt auf KUKA Technologie für die Entwicklung industrieller FSW-Anwendungen der nächsten Generation.

Entwicklung Fertigungsprozesse Forschung FSW Hochschulen Maschinenbau Roboter Roboterschweißen Roboterzelle Rührreibschweißen Schweißen Universität
Mehr erfahren
Ingenieurarbeitsmarkt: VDI ordnet ein und zeigt Potenziale
27.09.2026

VDI/IW-Ingenieurmonitor zum Strukturwandel am Arbeitsmarkt

VDI/IW-Ingenieurmonitor: Konjunkturelle Schwäche trifft derzeit auf einen Arbeitsmarkt im Wandel – doch der Fachkräftebedarf bleibt strukturell hoch. Der VDI sieht Re-Ski...

Arbeitsmarkt Digitalisierung Energiesektor Fachkräftemangel Informatik Ingenieurwesen Medizintechnik Re-Skilling Strukturwandel
Mehr erfahren