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23.04.2026

Bosch Rexroth hält Umsatz 2025 stabil und sieht Wachstumsperspektiven für 2026

Bosch Rexroth hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 6,45 Milliarden Euro erzielt und damit das Vorjahresniveau weitgehend gehalten. In einem weiterhin unbeständigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld gelang es dem Unternehmen, das Geschäft stabil zu entwickeln, auch wenn der Umsatz leicht um 1,4 Prozent unter dem Wert von 2024 lag. Wechselkursbereinigt entspricht dies sogar einem leichten Wachstum von 0,9 Prozent.

Deutlich positiver entwickelte sich der Auftragseingang: Dieser stieg um rund 9 Prozent auf etwa 6,6 Milliarden Euro und lag damit erstmals seit 2022 wieder über dem Umsatz. Diese Entwicklung wird als wichtiges Signal für eine mögliche Geschäftserholung gewertet. Nach rund zwei Jahren, in denen die Auftragseingänge unter den Umsätzen lagen, hat sich das Verhältnis damit wieder zugunsten des Unternehmens verbessert.

Für das Jahr 2026 erwartet Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum, stellt dies jedoch ausdrücklich unter den Vorbehalt, dass sich die geopolitischen Rahmenbedingungen nicht weiter verschärfen. Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit einem hohen Kostendruck sowie einem intensiveren Wettbewerb konfrontiert, insbesondere durch Anbieter aus Asien. Vor diesem Hintergrund gewinnen Innovationskraft, Kundennähe, Anpassungsfähigkeit und Kostenbewusstsein weiter an Bedeutung.

Eine wichtige Rolle für die Stabilisierung des Umsatzes spielte 2025 insbesondere das China-Geschäft. Während der Umsatz in Deutschland, dem größten Einzelmarkt des Unternehmens, leicht zurückging, konnten andere Regionen wie Europa außerhalb Deutschlands sowie Asien, Afrika und Australien ein leichtes Wachstum verzeichnen. China als drittgrößter Markt trug mit seiner positiven Entwicklung maßgeblich dazu bei, den Gesamtumsatz auf einem stabilen Niveau zu halten.

Parallel dazu investierte Bosch Rexroth im Jahr 2025 rund 560 Millionen Euro in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Mittel flossen in Forschung und Entwicklung sowie in Gebäude, Maschinen und Anlagen. Bereits in den Jahren zuvor hatte das Unternehmen umfangreich in seine Produktionsstandorte investiert, sodass nun ausreichend Kapazitäten für ein mögliches Wiederanziehen des Geschäfts vorhanden sind. Ein Teil der Investitionen entfiel auf deutsche Standorte wie Lohr am Main, Elchingen, Nürnberg und Horb, daneben wurden auch internationale Standorte, unter anderem in den USA, Mexiko und Schweden, weiter gestärkt.

Auch im Bereich Innovation setzte Bosch Rexroth seine Entwicklung fort und erweiterte sein Produkt- und Lösungsportfolio. Neue Technologien in der Mobilhydraulik, Automatisierung und digitalen Services zielen darauf ab, Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit in industriellen Anwendungen weiter zu verbessern. Gleichzeitig wurden bestehende Plattformen weiterentwickelt und um zusätzliche Funktionen ergänzt.

Die Zahl der Beschäftigten lag Ende 2025 weltweit bei rund 31.900 und damit um etwa 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Deutschland waren rund 13.200 Mitarbeitende beschäftigt, was etwa 41 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht. Die Anpassung der Personalstärke ist Teil der Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Auf der Hannover Messe präsentiert sich Bosch Rexroth zudem mit einem angepassten Messekonzept. Mit einer stärkeren Fokussierung auf branchenspezifische Anwendungen, etwa in der neu geschaffenen „Defense Production Area“ sowie in Bereichen wie Batterieproduktion und Recycling, spricht das Unternehmen gezielt unterschiedliche Industriezweige an.

Insgesamt zeigt sich Bosch Rexroth trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil und sieht auf Basis des gestiegenen Auftragseingangs sowie gezielter Investitionen eine vorsichtige Wachstumsperspektive für das Jahr 2026.

(Quelle: Bosch Rexroth GmbH)

Schlagworte

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