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23.09.2020

Digitalisierungsförderung überbetrieblicher Ausbildungsstätten

Digitalisierungsförderung überbetrieblicher Ausbildungsstätten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert in einer neuen Förderrunde des Programms „ÜBS-Diigitalisierung“ 16 Millionen Euro für eine moderne und hochwertige Ausbildung von Fachkräften. Mit dem Programm unterstützt das Ministerium seit 2016 die digitale Ausstattung und moderne Ausbildungskonzepte in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS). Seit Anfang September starten deutschlandweit nach und nach 15 neue Entwicklungs- und Erprobungsprojekte mit 25 Akteuren aus Handwerk, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Handel. Weitere Projekte werden in 2021 folgen.

Mit dem Sonderprogramm hat das BMBF bereits einen Modernisierungsschub in den Berufsbildungsstätten bewirkt. Von 2016 bis Mitte 2020 wurden an über 200 Standorten fast 40.000 digitale Ausstattungen angeschafft – von Outdoor-Tablets über Assistenzrobotik zum Schweißen und Bohren bis zu Bau- und Landmaschinensimulatoren. Acht Beispielprojekte guter Ausbildungspraxis sind bereits abgeschlossen und stellen ihre Erkenntnisse anderen ÜBS und Ausbilderinnen und Ausbildern über Fachveranstaltungen und online zur Verfügung.

So wurden zum Beispiel eine virtuelle Werkstatt zum Thema Gebäudeleit-, Schließ- und Sicherheitstechnik oder Online-Kurse für angehende Elektronikerinnen und Elektroniker entwickelt. Mit digitalen Lernformaten beschäftigen sich auch die neuen Projekte. Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig moderne und digital gestützte Lernangebote im Bildungsbereich sind.

Das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung steht weiter offen für neue Projektideen der ÜBS. Projektskizzen können jeweils bis Ende 2020 oder Mitte 2021 eingereicht werden. Auch die digitale Ausstattung von ÜBS wird weiterhin gefördert.

Informationen zum Förderprogramm und den Antragsmöglichkeiten finden Sie hier.

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Zum Start der neuen geförderten Projekte erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Mit einer neuen Förderrunde in unserem Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung von 16 Millionen Euro wollen wir in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten für einen Digitalisierungsschub sorgen. Insgesamt investiert mein Haus hiermit bis Ende 2023 224 Millionen Euro in die Modernisierung der Ausbildung.

Wir unterstützen so kleine und mittelständische Unternehmen, die gerade in diesen Tagen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders stark spüren. Gerade sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und ein verlässlicher Arbeitgeber für viele Menschen in Deutschland. Zudem bieten sie als Ausbildungsbetriebe zahlreichen jungen Menschen einen sicheren Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben.

Mir ist es daher besonders wichtig, die Betriebe bei der Ausbildung künftiger Fachkräfte zu unterstützen. Wo kleine und mittlere Betriebe das breite Spektrum der Ausbildung nicht alleine stemmen können, helfen überbetriebliche Berufsbildungsstätten. Sie sind mit ihrem Angebot an praxisnahen Lehrgängen neben dem Betrieb und der Berufsschule der dritte Lernort in der dualen Ausbildung.

Die nun anlaufenden Projekte reichen vom Einsatz virtueller Gebäudemodelle in den Bau-Ausbildungen, über Sensoren und digitale Steuerungstechnik in der Milchtechnologie bis zur Entwicklung völlig neuer Lernkonzepte und -materialien für die überbetrieblichen Ausbildungskurse des zukünftigen Ausbildungsberufs ‚Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration'.

Die Ergebnisse der geförderten Projekte sollen anderen Berufsbildungsstätten zur Verfügung stehen, in die Berufsbildungslandschaft verbreitet werden und damit zu einer modernen Ausbildung beitragen. Auch die Kooperationen zwischen Berufsbildungsstätten, Betrieben und Berufsschulen sollen weiter vorangetrieben werden. Mit dem Sonderprogramm ermöglichen wir Modernisierung aus der Praxis für die Praxis.“

Das sind die 15 neuen Projekte und ihre 25 Akteure:
  • „Digi-BacK“, Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Erfurt
  • „DInA-Elektro“, Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V. Dresden
  • „ko.ve.di“, Berufsbildungszentrum Arnsberg der Handwerkskammer Südwestfale
  • „Diakom-E“, HandWERK gemeinnützige GmbH − Das Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen
  • „GSIdigital“, Elektro Technologie Zentrum der Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart
  • „ARTKfz“, Zentrum für Gewerbeförderung Götz der Handwerkskammer Potsdam
  • „ARihA“, Bildungszentrum Schweinfurt der Handwerkskammer Unterfranken
  • „DiKonA“, Berufsbildungs- und TechnologieZentrum Osnabrück der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Zentrum für Gewerbeförderung Götz der Handwerkskammer Potsdam, Aus- und Fortbildungszentrum Walldorf des Bildungswerks BAU Hessen-Thüringen e.V.
  • „B3AUS“, Überbetriebliches Ausbildungszentrum Dresden des Bau Bildung Sachsen e.V., Überbetriebliches Ausbildungszentrum Holleben des Bau Bildung Sachsen-Anhalt e.V., Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern GmbH Rostock, Ausbildungszentrum Hamm des Berufsförderungswerks der Bauindustrie NRW gGmbH, Überbetriebliches Ausbildungszentrum Brandenburg a.d. Havel des Berufsförderungswerk der Bauindustrie Berlin-Brandenburg e.V., Bildungszentrum Bau Mannheim des Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg gGmbH
  • „DALiB“, Aus- und Fortbildungszentrum Walldorf des Bildungswerks BAU Hessen-Thüringen e.V., Überbetriebliches Ausbildungszentrum Glauchau des Bau Bildung Sachsen e. V., Überbetriebliches Ausbildungszentrum Brandenburg a.d. Havel des Berufsförderungswerks der Bauindustrie Berlin-Brandenburg e. V.
  • „tekom_LandBauMT“, Aus- und Fortbildungszentrum Bau-ABC Rostrup des Vereins zur Berufsförderung der Bauwirtschaft Nord e.V.
  • „AudiTraMi“, Milchwirtschaftliches Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Institut für Lebensmittelqualität, LUFA Nord-West
  • „DiTRiGesund“, Bildungs- und Versuchszentrum Almesbach des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • „ProMech-I“, saz − Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V.
  • „IQ-LEH“, food akademie Neuwied GmbH

(Quelle: Presseinformation des BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Schlagworte

AusbildungAusbildungskonzepteDigitalisierungFachkräftesicherungÜberbetriebliche Ausbildung

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