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21.08.2021

Eine Milliarde Euro für die Automobilindustrie

Eine Milliarde Euro für die Automobilindustrie

Die Vorsitzenden des Expertenausschusses zum Zukunftsfonds Automobilindustrie, Frau Professor Dr. Ina Schaefer und Herr Professor Dr. Jens Südekum, haben beim  6. Spitzentreffen Konzertierte Aktion Mobilität (KAM) am 18. August 2021 ihre Empfehlungen für die Ausgestaltung des Zukunftsfonds Automobilindustrie vorgestellt. Der Zukunftsfonds Automobilindustrie umfasst 1 Milliarde Euro für die Jahre 2021 bis 2025. Seine Einrichtung wurde auf der KAM Sitzung vom November 2020 beschlossen. In den zurückliegenden Monaten hat der Expertenrat in einem Arbeitsgruppenprozess Empfehlungen für die Verwendung der Fördergelder erarbeitet. Diese wurde heute gebündelt vorgestellt.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagte hierzu: „Wir wollen, dass die Mobilität der Zukunft auch weiterhin Mobilität „made in Germany“ ist. Daher ist der 1 Milliarde Euro umfassende Zukunftsfonds Automobilindustrie ein wichtiges Instrument, um die Transformation in der Automobilindustrie zu begleiten und Arbeitsplätze zu sichern. Die Automobilindustrie ist eine tragende Branche unseres Wirtschaftsstandorts mit hunderttausenden Arbeitsplätzen und diese Stärke wollen auch in Zukunft sichern. Erste Förderprogramme des Zukunftsfonds Automobilindustrie sind bereits gestartet; weitere werden nun folgen.“

Der Zukunftsfonds Automobilindustrie ergänzt die Maßnahmen des Konjunkturpakets und soll die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der Automobilindustrie bei ihrer Transformation hin zu nachhaltiger und digitaler Mobilität adressieren. Die Empfehlungen des Expertenausschusses benennen drei Förderschwerpunkte:

  1. Regionale Kooperationen unter Einbeziehung aller relevanten Akteure zur Entwicklung und Umsetzung von Transformationsstrategien vor Ort sollen als Teil eines Transfer-Gesamtkonzeptes deutschlandweit gefördert werden.
  2. Die Digitalisierung der Automobilindustrie ist existenziell für deren Zukunft. Dies geht weit über das automatisierte und vernetzte Fahren hinaus.
  3. Die Fertigungstechnik für die Mobilität der Zukunft muss gefördert werden. Produkt und Prozess müssen als Erfolgsgaranten ineinandergreifen.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat gemeinsam mit den anderen beteiligten Ressorts auf Basis der Empfehlungen des Expertenrats und des zurückliegenden Arbeitsgruppenprozesses die Förderschwerpunkte des Zukunftsfonds konkretisiert. Zur Umsetzung der Förderempfehlungen des Expertenausschusses werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden 1 Milliarde Euro:

340 Millionen Euro für ein Transfergesamtkonzept zur Verfügung gestellt. Es werden regionale Transformationsnetzwerke gefördert, um die relevanten Akteure vor Ort zusammenzubringen und regionale Transformationsstrategien zu entwickeln. Die Förderbekanntmachung wurde bereits veröffentlicht. Das Antragsverfahren läuft. Zudem sollen Transformations-Hubs gefördert werden, die sich auf bestimmte Themenbereiche und Wertschöpfungsketten fokussieren. So soll der Wissenstransfer insbesondere hin zu KMU verbessert werden. In sogenannten Transformationsprojekten können die gewonnenen Erkenntnisse der KMU in die Praxis umgesetzt werden.

Mit weiteren 340 Millionen Euro wird die Digitalisierung der Automobilindustrie unterstützt. Die Themenschwerpunkte sind Betriebssysteme und E-Architekturen, Software und Systems Engineering, Absicherung/ Validierung, Digital Twins und Virtualisierung. Zudem werden Start-ups im Bereich der Digitalisierung der Automobilindustrie gezielt mit dem BMWi-Programm EXIST gefördert.

320 Millionen Euro werden zur Stärkung nachhaltiger Wertschöpfungsketten der Mobilität der Zukunft zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte liegen in der Kreislaufwirtschaft und der Befähigung des Mittelstands für die Elektromobil-Produktion und der Produktion von E-Antrieben und Brennstoffzellen. Im Bereich der Elektromobilität wurde vom BMWi bereits ein erster Förderaufruf gestartet. Anträge können bis Ende September eingereicht werden.

Um auch die Beschäftigten bestmöglich für die Transformation vorzubereiten, wird die Entwicklung neuer Weiterbildungskonzepte in den Bereichen der Mobilität der Zukunft ebenfalls gefördert.

Die weitere Umsetzung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die Einrichtung des Expertenausschusses wurde beim 4. Spitzentreffen der Konzertierten Aktion Mobilität am 17. November 2020 beschlossen. Er soll Förderempfehlungen für die Ausgestaltung des Zukunftsfonds Automobilindustrie vorschlagen und die Bundesregierung hinsichtlich der Ausgestaltung beraten. Der Expertenausschuss setzt sich aus Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Bereichen der Mobilität der Zukunft zusammen.

Einen Überblick über die Maßnahmen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Begleitung der Transformation der Automobilindustrie finden Sie im Infopapier, dass Sie sich nachfolgend als PDF-Datei herunterladen können:

(Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

AutomobilindustrieDigitalisierungE-MobilitätFertigungstechnikMobilität

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