Wirtschaft
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11.05.2026

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe 03/2026

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im März abermals leicht gedrosselt. Preis-, kalender- und saisonbereinigt nahm sie gegenüber dem Vormonat um 0,7 % ab, nachdem sie bereits im Februar um 0,5 % reduziert wurde1. Im Vergleich zum Vorjahr büßte sie arbeitstäglich bereinigt 2,8 % ein. Im Quartalsvergleich verringerte sich die Ausbringung im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Schlussquartal 2025 um 1,2 %, im Verhältnis zum ersten Quartal 2025 lag sie kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger.

Industrieproduktion

Die Industrieproduktion wurde im Vormonatsvergleich mit -0,9 % zum vierten Mal in Folge zurückgefahren. Im Baugewerbe ergab sich nach zwei witterungsbedingten Rückgängen hingegen ein deutliches Plus von 1,9 %. Im Gegensatz dazu erfuhr der Energiesektor nach einem starken Jahresauftakt einen deutlichen Rücksetzer um 4,0 %.

Industrielle Gütergruppen

Bei den industriellen Gütergruppen sind unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während sich die Ausbringung von Konsum- (-1,9 %) und Investitionsgütern ( 1,6 %) verringerte, konnte die Vorleistungsgüterproduktion leicht gesteigert werden (+0,8 %). Von der Erholung im Baugewerbe war der witterungsabhängigere Tiefbau (+8,0 %) stärker betroffen als der Hochbau (+4,0 %). Das Ausbaugewerbe stagnierte (+0,0 %).

Wirtschaftszweige

Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie geben ein uneinheitliches Bild ab: Produktionssteigerungen wiesen Bereiche wie Kfz- und Kfz-Teile (+1,9 %), chemische Erzeugnisse (+2,1 %), elektrische Ausrüstungen (+2,3 %) und DV-Geräte, elektrische und optische Erzeugnisse (+5,0 %) aus. Demgegenüber wurde die Produktion z. B. im Maschinenbau (-2,7 %), bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-2,4 %) und pharmazeutischer Erzeugnisse (-2,5 %) gedrosselt.

Industrieproduktion

Nach der Erholung der Industrieproduktion im Schlussquartal des vergangenen Jahres hat sie sich zu Jahresbeginn 2026 – auch vor dem Hintergrund der gestiegenen geopolitischen Unsicherheiten infolge des Konflikts im Nahen Osten – wieder spürbar abgeschwächt. Im Gegensatz dazu blieb ein weiterer Indikator für die Industriekonjunktur, die preisbereinigten Umsätze des Verarbeitenden Gewerbes, im Trend aufwärtsgerichtet. Getrieben wurden die positive Umsatzentwicklung neben den Vorleistungsgüterproduzenten auch von den Investitionsgüterproduzenten, zu denen auch der Sonstige Fahrzeugbau zählt. Letzterer profitiert derzeit insbesondere von öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben im Verteidigungsbereich.

Stimmungsindikatoren

Jüngste Stimmungsindikatoren weisen auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin. Der Konflikt im Nahen Osten sorgt nicht nur für ein erhöhtes Preisniveau, sondern führt zunehmend zu Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern. Deshalb hängt die konjunkturelle Entwicklung entscheidend von dem weiteren Verlauf des Konflikts ab.


1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 8. Mai 2026

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Schlagworte

BaugewerbeIndustrieIndustrieproduktionKonjukturMaschinenbauProduzierendes Gewerbe

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