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Schematische Darstellung der FANUC IoT-Plattform - © Fanuc Corporation
27.08.2019

Europastart für FANUCs Industrial IoT-Plattform FIELD system

Betriebsdaten bleiben in der Fabrik: FANUCs Industrial IoT-Plattform FIELD system startet in Europa

Auf der EMO 2019 in Hannnover gab FANUC den Startschuss für das Europa-Debüt seiner Industrial IoT-Plattform FIELD system. Das Unternehmen wird noch in diesem Jahr mit dem Vertrieb dieses Systems auf dem europäischen Markt beginnen. FIELD steht für „FANUC Intelligent Edge Link and Drive“. Unter Industrial IoT versteht man die Vernetzung von Geräten zum Zweck der Interaktion und des Datenaustauschs. Das FIELD system kann Produktionsmaschinen unterschiedlicher Generationen und Hersteller in einer Fabrik verbinden und ermöglicht so eine umfassende Datenanalyse entlang der gesamten Prozesskette – ein entscheidender Schritt in Richtung Smart Factory.

Das System, das zuerst in Japan eingeführt und erfolgreich in Betrieb genommen wurde, zeichnet sich durch besondere Merkmale aus, die es von anderen IIoT-Lösungen unterscheiden: Das FIELD system sammelt und analysiert Maschinendaten vor Ort (edge heavy). Die Daten werden direkt in der Fabrik verarbeitet, wodurch der Produktionsprozess beschleunigt und effizienter wird. Im Gegensatz zu anderen IIoT-Plattformen lässt das FIELD system den Nutzern die Wahl, ob sie ihre Produktionsdaten in der Fabrik behalten oder in eine externe Cloud hochladen und speichern möchten. „Das FIELD system arbeitet in erster Linie lokal. Es ermöglicht eine schnelle Reaktion im laufenden Produktionsprozess ohne Verbindung zu einer Cloud“, sagt Shinichi Tanzawa, President & CEO von FANUC Europe. Wenn Nutzer jedoch Daten für zukünftige Analysen speichern oder eine Datenanalyse über verschiedene Produktionsstandorte hinweg durchführen möchten, können sie dies mittels einer Cloud-Lösung tun. Außerdem können Kunden FIELD system-Apps per Cloud aus dem FANUC App Store herunterladen.

Offene Plattform

Eine weitere Besonderheit ist die Offenheit der Plattform. Während Maschinen mit Standardprotokoll einfach ans FIELD system angeschlossen werden können, lassen sich für alle anderen Maschinen entsprechende Konverter entwickeln. Das FIELD system ist somit in der Lage, Maschinen aller Hersteller und Generationen zu verbinden und einen Überblick über den gesamten Produktionsprozess zu geben.

FIELD system-Apps werden nicht nur von FANUC selbst, sondern auch von Drittanbietern wie Softwareentwicklern und Systemhäusern angeboten. Auch Endkunden können eigene Apps entwickeln. Diese Offenheit hat nur ein Ziel: FANUC will die Effektivität und Qualität des Produktionsprozesses optimieren und die vorausschauende und präventive Instandhaltung verbessern.

© Fanuc Corporation
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In Europa ist ab dem vierten Quartal dieses Jahres ein App Store fürs FIELD system verfügbar. Die Kunden können ihre gewünschten Softwarelösungen selbst auswählen und herunterladen. Zwei der FANUC-eigenen Apps FIELD system PMA und FIELD system ZDT gehören zu den wichtigsten bestehenden Anwendungen fürs FIELD system. PMA steht für Production Monitoring and Analytics Software und wird zur Kontrolle und Visualisierung des Produktionsprozesses genutzt. Auf einem Monitor sehen Nutzer auf einen Blick, ob alle angeschlossenen Maschinen regulär laufen und welche Geräte, wie oft von einem Stillstand betroffen sind. FIELD system PMA erleichtert auch die Fehleranalyse anhand des Signalverlaufs.

Vorbeugende Wartung

ZDT (Zero Down Time) hingegen ist ein Tool, das die vorausschauende und vorbeugende Instandhaltung unterstützt. FIELD system ZDT überwacht kontinuierlich den Zustand der Maschinen, analysiert Daten und identifiziert Trends – wie Drehmomentänderungen und Störmomente. Alle Ausfallzeiten, Fehlerursachen und die Fehlerhistorie werden visualisiert. Wenn Anomalien festgestellt werden, empfiehlt das Tool den Bedienern, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. FIELD system ZDT konzentriert sich auf Roboter, CNC und Maschinen von FANUC. Mit der App können nicht nur Roboterachsen, sondern auch Servoantriebe in der Peripherie, Antriebe von Servo-Schweißzangen oder Positioniertische überwacht werden. Auf der EMO können die Besucher die Betriebsdaten aller aktiven Roboter und Maschinen am Stand beobachten. „Die Analyse von Echtzeitdaten kann Unternehmen helfen, die Qualität und Leistung von Systemen und Prozessen zu verbessern und die Produktivität deutlich zu steigern. Unsere europäischen Kunden sind sehr an solchen KI-Lösungen interessiert“, sagt Tanzawa.

Apps von Drittanbietern

Neben eigenen Softwareentwicklungen setzt FANUC auf intelligente Drittanbieter-Applikationen. Das FIELD system ist als offene Plattform konzipiert. In Japan beispielsweise arbeitet FANUC zur Optimierung und Weiterentwicklung des FIELD systems mit über 500 Partnerunternehmen zusammen, darunter zahlreiche Softwareentwickler. In Europa wird die Zahl der Partnerunternehmen ebenfalls sukzessive ausgebaut. Bereits im April dieses Jahres hatte FANUC auf der Hannover Messe die erste FIELD system-Anwendung eines Drittanbieters vorgestellt. Die App der Firma Open Data erfasst in Echtzeit die OEE (Overall Efficiency of Equipment) des gesamten Produktionssystems und visualisiert die Daten auf einem Dashboard.

Auf der EMO werden neben den FANUC-eigenen Softwarelösungen FIELD system PMA und FIELD system ZDT mehrere Drittanbieter-Apps gezeigt. Zu den vorgestellten Tools gehört die Daily Check of Equipment App zur einfachen und zuverlässigen Durchführung und Aufzeichnung täglicher Kontrollen. Prüfpositionen werden durch Lesen des QR-Codes auf dem Gerät angezeigt und Aufzeichnungen können durch Ausfüllen, Auswahl oder Fotografieren eingegeben werden. Die CNC-Programm changes´ App protokolliert Bearbeitungsdaten und identifiziert Fehlerursachen, die auf Programmänderungen zurückgehen.

Sie finden FANUC auf der EMO in Halle 9 am Stand A50.

(Quelle: Presseinformation der FANUC Deutschland GmbH)

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