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Der neue Leichtbau-Roboter CRX-10iA. - © FANUC
06.01.2020

FANUC stellt ersten kollaborativen Leichtbauroboter vor

FANUC stellt ersten kollaborativen Leichtbauroboter vor

Fachkräftemangel, Preiswettbewerb und zunehmende Flexibilisierung der Produktion stellen die Industrie vor neue Herausforderungen. Auf der iREX, der größten Robotermesse der Welt, präsentierte der Automatisierungsspezialist und Industrieroboterhersteller FANUC Mitte Dezember 2019 Lösungen für die Fabrik der Zukunft – und jede Menge technologische Neuheiten.

Die interessanteste Neuheit dabei war der CRX-10iA. Dieser Leichtbau-Roboter begründet eine neue Klasse von Industrierobotern, die Hand in Hand mit Beschäftigten in der Produktion arbeiten. Verglichen mit der bestehenden CR-Serie kollaborativer Roboter des Unternehmens  ist der CRX-10iA deutlich leichter und kann daher für eine einfache Installation in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, beispielsweise als Handlingeinheit auf fahrerlosen Transportsystemen (FTS). Außerdem kann das Teach Pendant für den CRX-10iA durch einen Tablet-Computer ersetzt werden, was dank einer speziellen neuen Benutzeroberfläche den Bedienkomfort erhöht. Die neue Benutzeroberfläche eignet sich durch intuitive Bedienung besonders für Anwender mit geringer Programmiererfahrung.

Der CRX-10iA ist dadurch ideal geeignet für Kunden, die erstmals Roboter in ihrer Produktion verwenden möchten. Der Bedarf daran nimmt vor allem bei kleinen und mittelständischen Firmen stetig zu. Der CRX-10iA kommt in zwei Varianten: Als Kurzarm-Version mit einer Reichweite von 1,2 Metern und als Langarm-Version, deren Arm bis zu 1,4 Meter weit reicht. Die Tragkraft liegt jeweils bei 10 Kilogramm. Während alle sechs Modelle der bestehenden „grünen“ CR-Baureihe kollaborativer FANUC-Roboter auf den erprobten und weit verbreiteten Industrierobotern des Unternehmens basieren, eröffnet der neue Leichtbauroboter CRX-10iA ein neues Kapitel in der Geschichte des japanischen Automatisierungsspezialisten.

Einfache Funktionen und Programmierung

Auf den ersten Blick fällt das ergonomische Design des weißen CRX-10iA auf. Hinter dem schlanken Roboterarm und Körper verbergen sich einfache Funktionen, eine einfach Installation und eine einfache Programmierung. Wie seine Kollegen aus der „grünen“ CR-Reihe kann der CRX-10iA mit einem Vision-System ausgestattet werden, was etwa das autonome Laden und Entladen von Behältern oder Regalsystemen ermöglicht. Auf der iREX demonstriert der CRX-10iA seine Fähigkeiten beim Einladen von Metallblöcken in eine ROBODRILL-Werkzeugmaschine. Umgesetzt wird das mithilfe eines 3D Vision-Sensors.

Der neue Leichtbau-Roboter CRX-10iA. - © FANUC
© FANUC

Ein weiteres Messe-Highlight war der neue Delta Roboter DR-3iB/8L mit 8 Kilogramm Traglast. Anstelle der üblichen gelben Farbgebung wird der DR-3iB/8L standardmäßig in weißem Grundton geliefert. Diese Spezifizierung ist insbesondere für Kunden aus der Lebensmittelindustrie relevant. Die Reichweite des Roboters erstreckt sich über einen Radius von 1600 Millimetern. Dank der hohen Traglast eignet er sich unter anderem zum Einladen vorgepackter Lebensmittel, wie etwa Dosen.

Der neue FANUC Hochpräzisionsroboter M-800iA/60 überzeugt durch genaue Prozessanwendungen wie Laserschneiden und -schweißen mit dem FANUC Faserlaser. Diese Integration führt zu einer hervorragenden Synchronisation, da die Laserleistung durch die hochpräzise Roboterbewegung des M-800iA/60 automatisch gesteuert wird und zudem eine einfache Programmierung von Laserprozessen auf einem Roboter-Teach-Handgerät ermöglicht. Diese Lösung ist für den Automobilbau interessant, so können beispielsweise Türen oder Karosserien präzise bearbeitet werden.

Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz

Abgerundet wurde die FANUC-Leistungsschau auf der iREX durch die Präsentation von Lösungen in den Bereichen Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz (KI). Dazu gehörten Exponate wie das FIELD-System, die industrielle IoT-Plattform von FANUC, sowie KI-Lösungen wie AI Error Proof (Inspektion) und AI Bin Picking (Griff in die Kiste). Das FIELD-System soll 2020 in Europa starten. Das System, das zunächst in Japan und in den eigenen Fabriken von FANUC eingeführt wurde, ist erfolgreich in Betrieb und zeichnet sich durch besondere Merkmale aus, die es von anderen IIoT-Lösungen unterscheiden. Das FIELD-System sammelt und analysiert Maschinendaten lokal und lädt sie zunächst nicht in eine Cloud hoch. Das bedeutet, dass kritische Produktionsdaten der Kunden in der Fabrik bleiben und eine schnelle Datenanalyse vor Ort vorgenommen wird. Die analysierten Ergebnisse können genutzt werden, um den Produktionsprozess unmittelbar zu verbessern.

Auf der iREX wurde AI Bin Picking auf dem FIELD-System demonstriert. Die App ermöglicht es einem Roboter, der mit einem Vision-System ausgestattet ist, zufällig platzierte Teile aufzunehmen. Der Roboter lernt selbst, wie und welches Teil er als nächstes greifen sollte, indem er aus vorangegangenen Situationen lernt. Dieses Lernen wird durch Kommentare unterstützt, die von einem menschlichen Programmierer während des Installationsprozesses eingegeben werden (Annotationsfunktion). Derweil ermöglicht AI Error Proof einem Roboter die erfolgreiche Inspektion von Teilen und das Aussortieren von Ausschuss. Da Roboter, Sensoren und Werkzeugmaschinen heutzutage vernetzt sind, bilden sie ein einziges intelligentes Fertigungssystem. Durch die Entwicklung einer breiten Palette von KI-Funktionen für Roboter will FANUC seinen Kunden die fortschrittlichsten Lösungen für die Fabrik der Zukunft anbieten.

(Quelle: Presseinformation der FANUC Europe Corporation S.A.)

Schlagworte

AutomatisierungKollaborative RoboterLaserschneidenLaserschweißenLeichtbauRoboterschweißenRobotik

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