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29.10.2023

Förderstau: Mittelstand droht Stagnation bei Digitalisierung

Förderstau: Mittelstand droht Stagnation bei Digitalisierung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor einer Förderlücke bei der Digitalisierung. Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. appelliert mit Dringlichkeit an die Bundesregierung, das auslaufende Förderprogramm „Digital Jetzt“ über 2023 hinaus zu verlängern und die im Koalitionsvertrag angekündigte Investitionsprämie im Bereich Digitalisierung schleunigst umzusetzen. Ansonsten drohen KMU bei der digitalen Transformation weiter zurückzufallen.

KMU benötigen dringend Unterstützung, um die enormen Herausforderungen der digitalen und ökologischen Transformation bewältigen zu können. Mehrere Studien* zeigen, dass kleine Unternehmen bei der Digitalisierung immer stärker von großen Unternehmen abgehängt werden. Und die Aussichten verdüstern sich: In den vergangenen Monaten sind bereits viele Förderprogramme auf Landesebene zur Digitalisierung von KMU ausgelaufen und werden nicht verlängert. Bei weiteren Programmen wie der wichtigen bundesweiten Förderung „Digital Jetzt“ wird die Unterstützung Ende des Jahres 2023 eingestellt.

Benjamin Schöfer, Referent für Finanzen und Förderexperte beim DMB, erklärt: „Vor allem kleine Unternehmen, die geringe finanzielle, personelle und fachliche Ressourcen haben, trifft die kommende Förderlücke besonders schwer. Auch wenn die Programme durch überbordende Bürokratie in der Umsetzung nicht perfekt waren, versetzten sie viele mittelständische Unternehmen überhaupt erst in die Lage, in die digitale Zukunft investieren zu können und somit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Leere Versprechung bei Investitionsprämie

Einen weiteren Rückschlag im Bereich der Digitalisierung müssen KMU bei der Investitionsprämie, die im geplanten Wachstumschancengesetz umgesetzt werden soll, hinnehmen. Entgegen einer entsprechenden Ankündigung im Koalitionsvertrag sind Maßnahmen für die Digitalisierung nicht in dem Gesetzesentwurf enthalten, der aktuell im Bundestag beraten wird. Schöfer appelliert: „Die Bundesregierung muss dringend für Klarheit in der Kommunikation sorgen und mehr Entschlossenheit bei der digitalen Transformation zeigen. Für die Einhaltung der nationalen Klimaziele sind nachhaltige technische Fortschritte von immenser Bedeutung. Daran darf nicht gespart werden. Für die erfolgreiche Gestaltung der Transformation und dem Erhalt der Innovationskraft des Mittelstands bedarf es gezielter Unterstützung in die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen.“


*Quellen: KfW-Digitalisierungsbericht 2022, IW-Digitalisierungsindex 2022, IfM Bonn

(Quelle: Presseinformation des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB) e.V.)

Schlagworte

Digitale TransformationDigitalisierungFördergelderFörderlückeKMU

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