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05.02.2026

Gesunde und sichere Arbeit macht Unternehmen attraktiver

Welche Faktoren Mitarbeitende im Unternehmen halten und was ein Arbeitgeber für neue Fachkräfte attraktiv macht, gewinnt für den Unternehmenserfolg zunehmend an Bedeutung. Der neue iga.Report 49: „Gesunde, sichere Arbeit – ein Schlüssel für die Arbeitgeberattraktivität?“ der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) untersucht, wie betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Arbeitsschutz mit der Arbeitgeberattraktivität zusammenhängen. Dabei werden sowohl die Perspektiven von Beschäftigten als auch die von Unternehmensverantwortlichen betrachtet.

Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz

Unternehmen werden von Beschäftigten nach Kriterien wie Einkommen, Zusatzleistungen, Arbeitszeiten und Entwicklungsmöglichkeiten bewertet. Ebenso wichtig sind Teamkultur, Führungsstil, Respekt und Werte wie Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Der iga.Report 49 zeigt, dass außerdem einen Zusammenhang zwischen betrieblicher Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz und Arbeitgeberattraktivität besteht. Je breiter und systematischer diese Angebote umgesetzt werden, desto höher wird die Attraktivität eingeschätzt. Grundlage ist eine Befragung von 1.847 Beschäftigten in Deutschland.

Qualität schlägt Aktionismus

Wenn ein Unternehmen aufgrund begrenzter Ressourcen kein umfassendes, systematisches Angebot kurzfristig umsetzen kann, sind für die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität – insbesondere für kleinere Betriebe – zwei Punkte besonders relevant.
Erstens ist die Qualität der Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zum Arbeitsschutz entscheidend: Mitarbeitende sollten gut informiert, aktiv einbezogen und durch Vorgesetzte unterstützt werden. Bei guter Umsetzung können auch wenige Maßnahmen ähnlich positiv bewertet werden wie ein umfangreiches Angebot.
Zweitens empfiehlt sich ein Schwerpunkt auf strukturellen Verbesserungen, etwa in Arbeitsorganisation und Abläufen, da diese in der Regel stärker zur Arbeitgeberattraktivität beitragen als rein verhaltensbezogene  Angebote.

Gute Praxis wirkt

Best-Practice-Interviews aus verschiedenen Branchen legen nahe, dass ein systematisches Vorgehen bei Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz langfristig vorteilhaft sein kann. Die Initiative Gesundheit und Arbeit empfiehlt, beide Themen mit Bereichen wie Arbeitsorganisation, Teamarbeit und Führung zu verknüpfen. Frühzeitige Information, transparente Kommunikation und die Einbindung der Beschäftigten können die Akzeptanz erhöhen; regelmäßiges Feedback hilft, Maßnahmen anzupassen und weiterzuentwickeln.

Professionelle Unterstützung

Betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz können sich ergänzen und gemeinsam zu gesunden Arbeitsbedingungen beitragen. Externe Partner wie Krankenkassen oder Unfallversicherungsträger können Unternehmen bei der Strukturierung, Umsetzung und Kommunikation entsprechender Maßnahmen unterstützen.

zum iga.Report 49

(Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) e.V.)

Schlagworte

ArbeitgeberArbeitsschutzDGUVGesundheitsschutzKommunikationNachhaltigkeitUnfallversicherung

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