Manuelles MIG/MAG-Schweißen bleibt trotz zunehmender Automatisierung in vielen Fertigungs- und Produktionsbereichen relevant. Besonders bei wechselnden Anwendungen, unterschiedlichen Bauteilgeometrien und hohen Anforderungen an Qualität, Schweißleistung und Flexibilität kommen leistungsfähige Schweißsysteme von Fronius in Verbindung mit handwerklicher Erfahrung zum Einsatz.
MIG/MAG-Schweißen zählt zu den meistverwendeten Verfahren in der industriellen Metallverarbeitung. Wenn hohe Schweißgeschwindigkeiten, Produktivität und Vielseitigkeit gefordert sind, überzeugt das Lichtbogenschweißverfahren mit einer breiten Einsatzfähigkeit. Die einfache Handhabung, kombiniert mit hoher Abschmelzleistung, macht das manuelle MIG/MAG-Schweißen zum bevorzugten Verfahren für Stahl-, Aluminium- und CrNi-Anwendungen. Gerade in einer Zeit, in der Fertigungsprozesse, Wartungen, Montagen und Reparaturen immer komplexer werden und Schweißfachkräfte zunehmend flexibler arbeiten müssen, gewinnt das manuelle Schweißen wieder an Bedeutung.
„Im laufenden Betrieb ist jede Schweißaufgabe anders. Material, Bauteil und Anforderungen ändern sich laufend. Deshalb haben wir Lösungen entwickelt, die sich flexibel anpassen und zuverlässige Ergebnisse liefern“, hebt Philipp Schlor, Produktmanager bei Fronius International, hervor.
Zwei dieser Schweißgeräte sind die Fortis und die TPS/i, welche mit moderner Prozessführung, intuitiver Bedienung und maximaler Lichtbogen-Stabilität überzeugen.
Fortis und TPS/i für unterschiedlich Anwendungen
Die Schweißsysteme Fortis und TPS/i sind für unterschiedliche Anforderungen im Produktionseinsatz ausgelegt. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen wechseln Schweißaufgaben und erforderliche Prozesse häufig. Die Fortis ist für solche variierenden Anwendungen ausgelegt und bietet dafür bis zu 500 Ampere Leistung, Standard- und Pulsschweißprozesse, eine Duo-Variante, Multiprozessfähigkeit sowie Konnektivität für den täglichen Schweißbetrieb.
Bei komplexeren Anforderungen kommt die TPS/i zum Einsatz. Sie bietet Sonderprozesse wie Cold Metal Transfer (CMT), Low Spatter Control (LSC) und Pulse Multi Control (PMC), die unter anderem einen stabilen Lichtbogen, geringe Spritzerbildung sowie Anwendungen an Dünnblech oder wärmesensiblen Verbindungen unterstützen. Mit bis zu 600 Ampere Leistung, PushPull-Fähigkeit und FlexDrive für längere Distanzen ist sie für anspruchsvolle Handschweißaufgaben ausgelegt.
Durch die Kompatibilität mit dem Fronius Velocity Assistant Velo eignet sich die TPS/i auch für Anwendungen mit langen Schweißnähten. Velo unterstützt dabei, Schweißgeschwindigkeit und Brennerabstand konstant zu halten. Dadurch können Prozesse stabiler ablaufen und Anwender entlastet werden.
Manuelle MIG/MAG-Schweißlösungen aus einer Hand
Fronius bietet neben Schweißtechnik auch Service- und Supportleistungen an. Dazu zählen auf Wunsch Schweißversuche, Unterstützung bei der Inbetriebnahme sowie regelmäßige Geräteüberprüfungen. Ergänzt wird das Angebot durch mehr als 60 Schweißbrenner-Varianten, Schutzausrüstung und Absaugsysteme für den Komfort und die Sicherheit der Schweißfachkräfte.
Dank integrierter Konnektivität lassen sich Fortis und TPS/i mit WeldCube, dem Softwareportfolio von Fronius für Schweißdaten-Management, verbinden. Die Software unterstützt die Dokumentation von Schweißprozessen, kann Fehlerquellen reduzieren und Auswertungen für Qualität, Rückverfolgbarkeit und Prozessoptimierung bereitstellen.
Je nach Anwendung stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung: WeldCube Navigator führt Schritt für Schritt durch Arbeitsabläufe, WeldCube Air unterstützt beim normgerechten Schweißen, und WeldCube Premium bietet erweiterte Analysefunktionen. Zugriffe auf die Schweißgeräte können über eine zentrale Benutzerverwaltung geregelt werden.
(Quelle: Fronius International GmbH)
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