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MINT-Nachwuchs bricht weiter ein, Fachkräftelücke wächst. - © Symbolbild via Getty Images
30.05.2026

MINT-Lücke wächst: Deutschland droht Wettbewerbsverlust

Der MINT-Fachkräftemangel bleibt angespannt: Im März 2026 fehlten in Deutschland 133.900 Personen. Das geht aus dem aktuellen MINT-Frühjahrsreport hervor. Aus Sicht des VDI zeigt die Entwicklung Handlungsbedarf entlang der gesamten Bildungskette.

Potenziale stärken

Der VDI schließt sich der Empfehlung des Frühjahrsreports an, ein Bündel strategischer Maßnahmen umzusetzen, das verschiedene Potenziale stärker einbezieht – darunter Frauen, ältere Beschäftigte, Zugewanderte und Nachwuchskräfte.

„Deutschland hat ein Fachkräfteproblem und dadurch eine Wertschöpfungslücke. 7 Milliarden Euro an Wertschöpfung sind bis 2035 möglich, wenn wir das Potenzial von mehr Ingenieurinnen nutzen. Strukturelle Hürden und Klischees müssen wir hierfür abbauen“, erläutert Maximilian Stindt, Arbeitsmarktexperte beim VDI.

Frauen sind in technischen Berufen weiterhin unterrepräsentiert. Um mehr Ingenieurinnen zu gewinnen und langfristig im Beruf zu halten, verweist der VDI auf strukturelle Ansatzpunkte wie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle, gezielte Förderung für Führungspositionen. Auch der Zugang zu Weiterbildungs- und Re-Skilling-Angeboten muss erleichtert werden. Das zeigt auch die kürzlich veröffentlichte VDI/IW-Studie „Ingenieurinnen in Deutschland“ hin.

zur Studie

Gleichzeitig rückt Qualifizierung stärker in den Fokus. Nach Einschätzung des VDI sind kontinuierliche Kompetenzentwicklung und Re-Skilling wichtige Voraussetzungen für die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland. Bleiben entsprechende Qualifizierungsangebote aus, können sich daraus langfristig Wettbewerbsnachteile ergeben.

Auch internationale Fachkräfte tragen zur Fachkräftesicherung bei. Mit dem Programm VDI-Xpand unterstützt der VDI zugewanderte Ingenieure bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Das Mentoring-Angebot ist Teil des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ und soll die Beschäftigungschancen nachhaltig verbessern.

zum Programm VDI-Xpand

Nachwuchs: Studierendenschwund und Kompetenzverfall

Zwischen 2016 und 2023 sanken die Studienanfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik von 143.400 auf 128.400. Bei deutschen Studienanfängern sogar von 106.600 auf 80.100. Perspektivisch werden diese Zahlen weiter sinken. Ursachen sind sinkende mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen bei Schülern sowie die demografische Struktur der Bevölkerung. Es kommt zu einem noch stärkeren Mangel an jungen, kompetenten Menschen. Um dem entgegenzuwirken müssten Mathe und Naturwissenschaften realitätsnah und mit Anwendungsbezug unterrichtet werden, sagt VDI-Bildungsexpertin Alina Cohnen. „Gerade technische Fragestellungen können beides optimal verbinden“, so Cohnen.

Der MINT-Frühjahrsreport macht deutlich, dass die Fachkräftelücke sich ohne gezielte Gegenmaßnahmen weiter vergrößern wird. Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen müssen jetzt gemeinsam handeln , um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

(Quelle: VDI e.V.)

 

 

 

 

 

 

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ArbeitsmarktFachkräftemangelIngenieureMINTNachwuchskräfteRe-SkillingWertschöpfung

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