Forschung
Im Projekt FlexTools untersuchen Forschende Anwendungen von autonomer mobiler Robotik in der Produktionslogistik von Automobilzulieferern. - © Fraunhofer IML – Michael Neuhaus
02.03.2024

Mobilität: FlexTools für autonome mobile Robotik

Mobilität: FlexTools für autonome mobile Robotik

Neue Antriebs- und Fahrzeugkonzepte in der Automobilindustrie erfordern zunehmend Automatisierungslösungen. Veraltete IT-Systeme, mangelndes Fachwissen und ungünstige Infrastrukturen verhindern jedoch die Einführung solcher Lösungen, insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Um diese Hürden abzubauen, entwickeln Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit Partnern aus Industrie und Forschung im Verbundprojekt FlexTools einen umfassenden Werkzeugkasten. Dieser soll die kosteneffiziente Einführung mobiler Robotik in KMU aus der Automobil- und Zulieferindustrie ermöglichen.

Autonome mobile Flotte für Produktionsversorgung

„FlexTools beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Toolbox, also Methoden und Werkzeuge, um die Einführung von autonomen Transportrobotern für Automobilzulieferer zu erleichtern. Der Fokus am KIT liegt dabei auf der Entwicklung von modular einsetzbaren und adaptiven Algorithmen zur autonomen Produktionsversorgung“, erläutert Max Disselnmeyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen des KIT. „Die Idee dahinter ist, dass fahrerlose Transportroboter und die Toolbox ausreichen, um schnell und ohne viel Installationsaufwand ein autonom verwaltetes Lager aufzusetzen.“ Dabei sollen Algorithmen Entscheidungen übernehmen, beispielsweise welcher Roboter eine Palette von A nach B befördert, und diese möglichst optimal im Sinne der Ressourcennutzung treffen.

Innerhalb des Projekts werden zwei autonome mobile Roboter für einen Demonstrator bereitgestellt, der voraussichtlich ab Herbst 2024 in den Laboren des Instituts für Informationsmanagement im Ingenieurwesen des KIT zu sehen sein wird. Die Projektleitung liegt bei der Tünkers Maschinenbau GmbH, weitere Partner sind die Technische Universität Dortmund, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie das FZI Forschungszentrum Informatik. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt in den nächsten drei Jahren mit nsgesamt 4,9 Millionen Euro.

(Quelle: KIT – Karlsruher Institut für Technologie)

Schlagworte

AntriebskonzepteAutomobilindustrieFahrzeugkonzepteMobiliitätRobotik

Verwandte Artikel

Gründerteam: v.l.n.r. Manuel Belke, Oliver Petrovic und Christoph Susen
11.05.2026

Ausgründung aus dem WZL bringt KI-Robotik in die industrielle Anwendung

Mit der Gründung der Athenyx Robotics GmbH entsteht ein neues Technologieunternehmen aus dem Umfeld des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University.

Automatisierung Industrie KI KI-Robotik Künstliche Intelligenz Produktionstechnik Robotik Softwarelösung Start-up Werkzeugmaschinen
Mehr erfahren
27.04.2026

HANNOVER MESSE: Industrie zeigt Wege in eine wettbewerbsfähige Zukunft

Ein Rückblick auf die HANNOVER MESSE 2026 zeigt, dass die Industrie auch in herausfordernden Zeiten konkrete Lösungen liefert.

Assistenzsysteme Automatisierung Digitalisierung Energieeffizienz Humanoide Roboter Industrie Innovationen KI Künstliche Intelligenz Netzausbau Robotik Schlüsseltechnologien Wettbewerbsfähigkeit
Mehr erfahren
23.04.2026

Aktuelle Umfrage: Welche Roboter arbeiten in der Fabrik der Zukunft?

Eine Umfrage im Auftrag von reichelt elektronik zeigt, welche Roboter besonders beliebt sind und wie sie eingesetzt werden.

Automatisierung Dark Factory Industrie Löten Palettieren Roboter Robotik Schneiden Schweißen Technologie Umfrage
Mehr erfahren
21.04.2026

Wire and Tube 2026: Überzeugende Lösungen für neue globale Einsätze

Massive geopolitische Herausforderungen, veränderte Lieferketten, hohe Zölle und knappe Rohstoffe: Trotz der weltweiten Herausforderungen herrschte auf dem Düsseldorfer M...

Draht Energiewende Erneuerbare Energien KI Künstliche Intelligenz Robotik Rohre Wire and Tube
Mehr erfahren
20.04.2026

Wolfram als Schlüssel zur Erschließung neuer Fertigungsmöglichkeiten

Wolfram gilt als hart, spröde, teuer und unbeliebt zur Weiterverarbeitung – ist aber durch seine Eigenschaften gerade deshalb ein Schlüsselwerkstoff für anspruchsvolle in...

Aluminium Automobilindustrie Elektrische Kontakte Elektroden Elektrotechnik Energie Fertigung Formgebung Forschung Forschung und Entwicklung Halbzeug Halbzeuge Industrie Industrielle Anwendungen Kathoden Legierungen Maschine Maschinenbau Metall Nickellegierungen Poren Prozesskette Prozesskontrolle Recycling Ressourceneffizienz Schwermetalle Sintern Strahlenschutz TIG Verbundwerkstoffe Werkstoffeigenschaften
Mehr erfahren