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Die Fronius Additive Cell ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem für die additive Fertigung. - © Fronius International GmbH
14.09.2026

Neue Schweißzelle vereint Additive Fertigung, Software und Automatisierung

Moderne Fertigungsprozesse müssen kurze Entwicklungszeiten, hohe Materialeffizienz und die wirtschaftliche Herstellung komplexer Geometrien ermöglichen. In Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Druckbehälterbau, Schienenfahrzeug- und Automobilindustrie steigt zudem der Bedarf an individuellen Bauteilen und kurzfristig verfügbaren Ersatzteilen. Die Additive Fertigung bietet hierfür eine flexible Lösung und reduziert den Materialeinsatz gegenüber konventionellen Verfahren wie Gießen oder Zerspanen.

Für die Additive Fertigung mit Directed Energy Deposition-Arc (DED-Arc) ist ein stabiler Schweißprozess entscheidend, um einen gleichmäßigen Lagenaufbau zu erzielen. CMT Additive PRO basiert auf dem von Fronius entwickelten Cold Metal Transfer (CMT) Prozess und ermöglicht eine vergleichsweise hohe Abschmelzleistung bei geringer Wärmeeinbringung.

Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand. - © Fronius International GmbH
Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand. © Fronius International GmbH
Flexibel zur individuellen Schweißlösung

Bei der Additive Fertigung ist der Materialverbrauch geringer und es werden keine aufwendige Formen, Werkzeuge oder lange Vorlaufzeiten benötigt. Mit der neuen Fronius Additive Cell kann schnell mit dem Druck der ersten Bauteile gestartet werden. Sie bündelt die dafür erforderlichen Komponenten in einem abgestimmten System. CMT Additive PRO und Fronius iWave übernehmen den Schweißvorgang, während die Systemsteuerung Polaris die Abläufe steuert.

Die Fronius Additive Cell umfasst neben der Hardware auch das Software-Bundle Vectris. Es vereint das Machine Tool Service Kit (MTSK) und den Postprozessor in einer zentralen Plattform und ist auf die Additive Fertigung mit der Fronius Additive Cell abgestimmt.

Vectris enthält unter anderem ein integriertes Kinematikmodell, eine angepasste Benutzeroberfläche sowie geprüfte Schweißoperationen für additive Prozesse. Eine geometriebasierte Erkennung unterscheidet verschiedene Bauteilregionen und ermöglicht eine flexible Prozessparametereingabe, etwa für Außenwände, Füllungen oder Bauteilstöße. Über den im Postprozessor integrierten Schweißbefehl FroArc werden diese sogenannten Build Styles direkt in den Code für den Schweißroboter übersetzt und das System schaltet ohne Verzögerung genau an der gewünschten Stelle auf die richtigen Schweißparameter um.

Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand. - © Fronius International GmbH
Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand. © Fronius International GmbH
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Service

Die Einsatzgebiete der Fronius Additive Cell und DED-Arc im generellen sind vielfältig. Sie reichen von Reverse Engineering über Optimierung bestehender Bauteile bis hin zur Neukonzeptionierung. Während Reverse Engineering vor allem bei Reparaturen, nicht mehr verfügbaren Originalteilen oder fehlenden CAD-Daten interessant ist, erlaubt eine Neukonstruktion optimierte Bauteilgeometrien. Beides trägt langfristig zu höherer Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Fertigung bei.

Im Prototypen- und Fertigungszentrum unterstützt Fronius Projekte von der Beratung und Machbarkeitsprüfung über die Prozessentwicklung bis zur Produktion. Dazu gehört auch die Entwicklung und Validierung von Schweiß- und Druckparametern für unterschiedliche Werkstoffe. Diese Parametersätze können für die eigene Produktion lizenziert werden. Bei Bedarf übernimmt Fronius zudem das Prozess-Engineering für additive Fertigungsprojekte.

Im Fronius Prototypen- und Fertigungszentrum bietet das Fronius Expertenteam ein 360°-Serviceangebot für die additive Fertigung. - © Fronius International GmbH
Im Fronius Prototypen- und Fertigungszentrum bietet das Fronius Expertenteam ein 360°-Serviceangebot für die additive Fertigung. © Fronius International GmbH
Messestand auf der Formnext

Die Fronius Additive Cell sowie das Produkt- und Dienstleistungsportfolio für Additive Fertigung werden vom 17. bis 20. November 2026 auf der Formnext in Frankfurt am Main präsentiert. Fronius ist dort in Halle 12, Stand B59, vertreten. Vor Ort stehen Fachleute für Informationen und Gesprächen zur Verfügung.

(Quelle: Fronius International GmbH)

Schlagworte

AbschmelzleistungAdditive FertigungAutomobilindustrieCold Metal TransferDED-ArcDruckbehälterbauFertigungLuft- und RaumfahrtSchweißenSchweißroboterSchweißzelleWärmeeinbringung

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