Wirtschaft
Dr.-Ing. Roland Boecking, Hauptgeschäftsführer des DVS - (© Messe Essen
16.09.2025

Neue Studie: Fügetechnik trägt maßgeblich zur Wertschöpfung in Deutschland bei

Die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik (FTB) ist eine wichtige Querschnittstechnologie, die mit dem gesamten verarbeitenden Gewerbe und der Entwicklung der Industrie eng verzahnt ist. Sie trug mit knapp 30 Mrd. Euro im Jahr 2023 maßgeblich zur Wertschöpfung im Rahmen der Produktion in Deutschland bei. Das entspricht insgesamt 4 % an der Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes. Die rund 417.000 Erwerbstätigen, die FTB-Technik und komplementäre Güter produzieren, Vorleistungen erbringen und Fügetechnik anwenden, entsprechen einem Anteil von rund 5,6 % an allen Erwerbstätigen in diesen Branchen. Dies geht aus der Studie Wertschöpfung aus der Produktion und Anwendung von Füge-, Trenn und Beschichtungstechnik hervor, die der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. zur Weltleitmesse SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2025 veröffentlicht hat.

„Die Fügetechnik steht im Zentrum des verarbeiteten Gewerbes und ist eine Schlüsseltechnologie für die produzierende Industrie und das Handwerk in Deutschland. Ob Maschinenbau, Automobil- oder Energiewirtschaft – ohne Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnologien gäbe es keine Mobilität und keine Energieversorgung“, so Dr.-Ing. Roland Boecking, Hauptgeschäftsführer des DVS.

Exportstarke Fügetechnik trotz schwierigem Umfeld

Zwar ist der Produktionswert deutscher FTB-Technik im Jahr 2024 um 9,8 % gesunken, jedoch zeigt sich die Branche weiterhin sehr exportstark. So haben die Unternehmen im vergangenen Jahr trotz wirtschafts- und geopolitisch schwierigem Umfeld schweiß- und schneidtechnische Güter im Wert von 2,5 Mrd. Euro exportiert. Knapp die Hälfte der exportieren Güter im Wert von 1,1 Mrd. Euro gingen in Länder der Europäischen Union (EU 27). Mit Blick auf die einzelnen Abnehmerländer waren die wichtigsten Handelspartner Deutschlands 2024 die USA, gefolgt von China und Polen.

Auch wenn die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben, liegt die Wachstumsprognose laut KfW Research für das Bruttoinlandprodukt Deutschlands bei 0,2 % für 2025 sowie bei 1,5 % im Jahr 2026. Die OECD prognostiziert ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % in diesem Jahr und 3,1 % 2026, was sich positiv auf den Export von Schweißtechnik auswirken sollte.

(Quelle: Messe Essen GmbH)

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BeschichtenFügenIndustrieSCHWEISSEN UND SCHNEIDENStudieTrennenWertschöpfung

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