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© Hoenle Adhesives GmbH
20.04.2026

Neue UV-härtende Cured-In-Place-Gasket-Technologie (CIPG)

Flüssigdichtungen bieten selbst bei komplexen dreidimensionalen Geometrien eine einfache und hochwirksame Abdichtung, die mit herkömmlichen festen oder gestanzten Dichtungen oft nicht zuverlässig zu erreichen ist. Mit seiner UV-härtbaren Cured-In-Place-Gasket-Technologie (CIPG) stellt Hoenle ein blau fluoreszierendes Polyacrylat-Dichtungsmaterial vor. Dieses wurde speziell für Hochleistungselektronikgehäuse in Automobil- und E-Mobilitätsanwendungen entwickelt und trägt die Bezeichnung: Vitralit CIPG 60200. 

Fortschrittliches Materialkonzept für zuverlässige Dichtungsleistung

Vitralit CIPG 60200 ist eine CMR-freie Polyacrylatformulierung, diesich mit Klebstoffdosierventilen und programmierbaren Robotern dosieren lässt. Dadurch kann das Material laut Hoenle in definierter Raupengeometrie aufgebracht werden und bleibt im unausgehärteten Zustand formstabil. Die schnelle Aushärtung unter UV-Licht (LED bei 365 nm oder 405 nm oder Gasentladungslampen) ermöglicht kurze Zykluszeiten und eine frühe Handhabung der Bauteile. Die besten Aushärtungsergebnisse wurden nach Unternehmensangaben mit einem Hoenle UVAPrint 100 - 200 HPV-Aushärtungssystem erzielt. Das System ermöglicht eine schnelle und tackfreie Aushärtung.  

Hoenle verweist darauf, dass Vitralit CIPG 60200 nach der Aushärtung eine Dichtheit der Verbindung bei Kompression gerwährleister und das Austreten von Flüssigkeiten und Gasen verhindert. Selbst bei erhöhten Temperaturen behält die Dichtung eine hohe elastische Rückstellung. Das Unternehmen nennt einen Druckverformungsrest von 15 % nach 24 Stunden bei 150 °C nach ASTM D395-B sowie ein Betriebstemperaturbereich von -40 °C bis über 150 °C.

Chemische, thermische und mechanische Robustheit

Nach Unternehmensangaben ist die ausgehärtete Dichtung gegenüber typischen Medien im Automobilbereich beständig, darunter Motoröl, Automatikgetriebeöl (ATF) und Wasser-Glykol-Gemische im Verhältnis 50:50. Aufgrund geringer Ausgasung soll sich Aufgrund geringer Ausgasung vor allem für empfindliche elektronische Bauteile eignen. Das Produkt ist laut Hersteller UL 94 HB-kompatibel und erfüllt entsprechende Entflammbarkeitsanforderungen für polymere Werkstoffe.

Zudem verweist das Unternehmen auf die Temperatur- und mechanische Beständigkeit des Materials unter statischer und dynamischer Belastung. Damit positioniert Hoenle Vitralit CIPG 60200 als Alternative zu festen Dichtungen und FIPG-Systemen auf RTV-Silikon-Basis, insbesondere für Anwendungen im Automobilbereich.

Entwickelt für komplexe Elektronikgehäuse

Das Dichtungsmittel ist für die Abdichtung von Gehäusen verschiedener elektronischer Komponenten vorgesehen. Dazu zählen unter anderem:

  • ECU (Electronic Control Units / elektronische Steuergeräte)
  • BDU (Battery Disconnect Units / Batterietrennvorrichtungen)
  • OBC (On-Board Chargers / Bordladegeräte)
  • CMC (Cell Module Controllers / Zellmodulsteuerungen)

Nach der UV-Aushärtung soll es empfindliche Baugruppen vor Staub, Feuchtigkeit und chemischen Einflüssen schützen.

Für MRO-Anwendungen vorgesehen

Neben Anwendungen in der Serienfertigung nennt Hoenle Vitralit CIPG 60200 auch für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsszenarien (MRO). Nach Unternehmensangaben kann das ausgehärtete CIPG-Material nach einer Demontage weiterverwendet werden. Gehäuse lassen sich damit erneut verschließen, ohne dass die Dichtung in jedem Fall ersetzt werden muss.

(Quelle: Hoenle Adhesives GmbH)

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