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06.05.2022

Potenzial für CO₂-Reduktion in der chemischen Industrie

Die jährliche weltweite Nachfrage nach in Chemikalien und Folgeprodukten enthaltenem Kohlenstoff steigt dem Szenario nach von heute 450 Millionen Tonnen Kohlenstoff (Mt C) auf 1000 Mt C im Jahr 2050. Die Deckung dieses Bedarfs mit Methanol auf CCU-Basis bedeutet einen immensen Energiebedarf von 29,1 PWh/Jahr. Um diese Menge erneuerbare Energie bereitzustellen, sind große Anstrengungen notwendig.

Würden für die Erzeugung des grünen Wasserstoff für die Methanolproduktion Photovoltaikanlagen in der Wüste genutzt, wären zur Deckung des gesamten Kohlenstoffs-Bedarfs der weltweit produzierten Chemie- und Folgeprodukte theoretisch nur 1,3 % der gesamten Fläche der Sahara erforderlich.

Bei einer vollständig dekarbonisierten Energieversorgung können hierdurch pro Jahr eine Menge von 3,7 Gt CO2 eingespart werden. Selbst im Vergleich zu den heutigen weltweiten Emissionen von 55,6 Gt CO2-Äquivalenten pro Jahr sind diese Einsparungen an Treibhausgasemissionen beträchtlich. Das Ergebnis zeigt, dass CCU eine vielversprechende Technologie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei der Versorgung der Chemie mit eingebettetem Kohlenstoff sein kann, sofern ausreichend erneuerbare Energie zur Verfügung steht. CCU-basierter Kohlenstoff wird ein wichtiger Pfeiler der Zukunft der Chemie sein, die auf erneuerbaren Kohlenstoff setzt, auf CCU, Biomasse und Recycling. Damit CCU relevant zu einer klimafreundlichen Versorgung der chemischen Industrie mit Rohstoffen beitragen kann, müssen die weltweiten Photovoltaik- und Windkapazitäten rasch ausgebaut werden.

Die Studie kann kostenlos auf der Seite der Renewable Carbon Initiative heruntergeladen werden:

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(Quelle: Presseinformation der Renewable Carbon Initiative (RCI))

Schlagworte

Chemische IndustrieKohlenstoff

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