Technologien
© Scansonic MI GmbH
19.04.2025

Präzision für die E-Mobilität-Fertigung

Laserstrahlbearbeitungsoptiken von Scansonic ermöglichen die Fertigung entscheidender Bestandteile im Elektrofahrzeug wie Batterien, Brennstoffzellen oder Flächenkühler. Am Gemeinschaftsstand mit dem Anlagenbauer Bergmann & Stellen sind die neuesten Technologien des führenden Herstellers auf der Fachmesse Battery Show Europe zu sehen.

Die Fertigung in der Elektromobilität erfordert hohe Präzision. Komplexe Bauteile, unterschiedliche Materialien und schnelle Prozesse stellen Hersteller vor große Herausforderungen. Scansonic demonstriert auf der Fachmesse, wie seine Laserstrahlbearbeitungsoptiken diese Aufgaben lösen. Unterstützt wird die Präsentation durch die Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Bergmann & Steffen, der ergänzende Technologien beisteuert.

Komplette Anlage zur Batteriekontaktierung

Am Stand zeigen Scansonic und Bergmann & Steffen eine Anlage zur Batteriekontaktierung. Als Komplettlösung für das Laserstrahlschweißen von Rundzellen verbindet das Scanwalker-System Bildverarbeitung und schnelle Spanntechnik mit Laserstrahlschweißen. Bei der Schweißoptik setzt der Anlagenbauer auf die FCW-Systemtechnik (Fast Component Welding) von Scansonic, die mit flexiblen Laserspots, anpassbarer Laserleistung und leistungsstarken Scannern überzeugt.

Bei diesem FCW-System sind fünf Scanner-Einheiten auf einer Applikationsplatte angeordnet. Sie ermöglichen das parallele Schweißen und erhöhen auf diese Weise die Prozessgeschwindigkeit signifikant. - © Scansonic MI GmbH
Bei diesem FCW-System sind fünf Scanner-Einheiten auf einer Applikationsplatte angeordnet. Sie ermöglichen das parallele Schweißen und erhöhen auf diese Weise die Prozessgeschwindigkeit signifikant. © Scansonic MI GmbH

Das FCW-System ermöglicht zudem durch die Anordnung mehrerer kompakter Scannereinheiten auf einer einzigen Applikationsplatte die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Bauteile und damit einen höheren Output. Alternativ erlaubt das erweiterte Scanfeld auch größere Bauteile in einem einzigen Schritt zu fertigen.
Das System eignet sich für Anwendungen mit langen Nähten oder zahlreichen Schweißungen, etwa bei Batteriezellen, Bipolarplatten, Flächenkühlern, Batteriewannen oder Hairpins für E-Motoren.

Herausforderung Batteriekasten

Ein weiterer Schwerpunkt auf dem Messestand ist die neueste Generation der marktführenden ALO-Produktfamilie für das Laserstrahllöten und Laserstrahlschweißen mit Zusatzdraht und taktiler Nahtverfolgung. Die ALO4 überzeugt bei Anwendungen, die höchste Präzision erfordern, und hat sich in der Karosseriefertigung bereits etabliert. Für die besonderen Anforderungen bei der Batteriekastenfertigung hat Scansonic zwei spezialisierte Derivate entwickelt.
Die ALO4-F, erstmals einem breiten Publikum präsentiert, erreicht dank ihrer flachen Bauweise selbst schwer zugängliche Stellen, etwa Eckverbindungen im Batteriekasten. Die ALO4-O ermöglicht mit einem oszillierenden Laserstrahl und zusätzlichem Zusatzdraht einen breiteren Verbindungsquerschnitt, indem noch mehr Material aufgeschmolzen wird.

 

Die ALO4-O wurde speziell für den Einsatz in der Fertigung von Batteriekästen konzipiert. Der Laserbearbeitungskopf kombiniert dabei die taktile Nahtführung mit der Laserstrahloszillation einer Remote-Optik. - © Scansonic MI GmbH
Die ALO4-O wurde speziell für den Einsatz in der Fertigung von Batteriekästen konzipiert. Der Laserbearbeitungskopf kombiniert dabei die taktile Nahtführung mit der Laserstrahloszillation einer Remote-Optik. © Scansonic MI GmbH

(Quelle: Pressemeldung Scansonic MI GmbH)

Schlagworte

BatteriemoduleE-MobilitätLaserstrahlOptiken

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