Wirtschaft
© HAI Group
16.09.2022

Rob van Gils neuer Präsident von Aluminium Deutschland

Rob van Gils neuer Präsident von Aluminium Deutschland

Am 15. September fand in Berlin die Mitgliederversammlung von Aluminium Deutschland (AD) statt. Zum letzten Mal nach sieben Jahren im Amt richtete Dr. Hinrich Mählmann, Vorsitzender der Beiräte der OTTO FUCHS KG und der Schüco International KG, als Präsident das Wort an die Mitglieder. Dementsprechend stand insbesondere die Wahl eines neuen Verbandspräsidenten im Fokus der Veranstaltung. Die Wahl fiel einstimmig auf Rob van Gils, CEO von Hammerer Aluminium Industries.

Der neue AD-Präsident Rob van Gils betonte: „Ich bedanke mich für das Vertrauen der Verbandsmitglieder und freue mich auf die neue Aufgabe, die mit einer enormen Herausforderung verbunden ist. Ich danke Herrn Dr. Mählmann, der den Verband in seiner Amtszeit modernisiert und sein Profil geschärft hat. Nie war es drängender als heute: Die Aluminiumindustrie steht aktuell vor der wohl härtesten Belastungsprobe ihrer Geschichte. Die Preisentwicklung auf den Energiemärkten entzieht weiten Teilen der deutschen Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit – mit entsprechenden Folgen für die Beschäftigung in den Unternehmen. Gerade in dieser Situation kommt dem Amt eine besondere Verantwortung zu.“

AD-Umfrage unterstreicht Dringlichkeit zu schnellem politischem Handeln

Aus einer jüngst von AD durchgeführten Mitgliederbefragung geht hervor, dass sich etwa vier von zehn Unternehmen der deutschen Aluminiumindustrie bis Ende des Jahres 2022 mit Strom abgesichert haben und bereits ab 2023 – also in etwas über drei Monaten – zu deutlich höheren Preisen einkaufen müssen. Gleiches gilt für die Beschaffung von Gas. Für weitere 30 Prozent ist dies ab Mitte 2023 der Fall.

Van Gils weiter: „Bereits jetzt beobachten wir wegen der hohen Gas- und Strompreise erste Betriebsschließungen in  Deutschland und Europa. Die meisten Unternehmen der Aluminiumindustrie haben sich durch vorausschauendes Handeln für einen gewissen Zeitraum mit Energie abgesichert. Bei einigen brennt der Baum jedoch schon.“ Der Zeitraum für politisches Handeln ist also sehr begrenzt. Van Gils: „Wir sprechen – wenn überhaupt – von wenigen Monaten. Die Politik muss nun schnell Entlastungen für die energieintensive Industrie auf den Weg bringen, damit Deutschland nicht zum „Rust Belt“ Europas wird. Sie sollte auch bedenken, dass die Nachfrage nach Aluminium im Zuge der Energie- und Verkehrswende steigen wird und, dass damit auch Potenziale für Standort und Beschäftigung verbunden sind. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir zum Jobmotor in der Transformation der europäischen Industrie werden.“

(Quelle: Presseinformation von Aluminium Deutschland e. V.)

Schlagworte

AluminiumAluminiumindustrieWerkstoffe

Verwandte Artikel

05.05.2026

Rückblick auf die 23. Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau

Mit rund 140 Teilnehmern fand am 22./23. April 2026 die 23. Tagung Schweißen in der maritimen Technik und im Ingenieurbau statt. Im Fokus standen hochaktuelle Themen wie...

Abrasiven Wasserstrahlbehandlung Additive Fertigung Brückenbau Cobots Defense Industry Duplex-Stähle Ermüdungsfestigkeit Fachkräftemangel Festigkeitsverlust Forschung Fügen Fügeverfahren Grüner Wasserstoff Hochfester Stahl Hochleistungsstahl Ingenieurbau Kleben Korrosion Lasernachbehandlung Maritime Industrien Maritime Technik Nahtnachbearbeitung Nichtrostende Stähle Qualitätsmanagement Rauchabsaugbrenner Schweißen Schweißgeschwindigkeit Schweißnaht Schweißroboter Tagung Verteidigungsindustrie Wärmeeinflusszone Wasserstoff Werkstoffe Zugtragfähig­keit
Mehr erfahren
20.04.2026

Wolfram als Schlüssel zur Erschließung neuer Fertigungsmöglichkeiten

Wolfram gilt als hart, spröde, teuer und unbeliebt zur Weiterverarbeitung – ist aber durch seine Eigenschaften gerade deshalb ein Schlüsselwerkstoff für anspruchsvolle in...

Aluminium Automobilindustrie Elektrische Kontakte Elektroden Elektrotechnik Energie Fertigung Formgebung Forschung Forschung und Entwicklung Halbzeug Halbzeuge Industrie Industrielle Anwendungen Kathoden Legierungen Maschine Maschinenbau Metall Nickellegierungen Poren Prozesskette Prozesskontrolle Recycling Ressourceneffizienz Schwermetalle Sintern Strahlenschutz TIG Verbundwerkstoffe Werkstoffeigenschaften
Mehr erfahren
18.04.2026

Der Industrial Accelerator Act der EU: Zukunftsorientierung stärken 

Der Industrial Accelerator Act (IAA) der Europäischen Kommission soll die europäische Industrie widerstandsfähiger, wettbewerbsfähiger und emissionsärmer machen. Das ist...

Aluminium Batterie CO2 DIN Elektrofahrzeuge Emissionen Energie EU Europe Herstellung Industriepolitik Investitionen Kritische Rohstoffe Material Materialien Politik Rohstoffe Stahl Technologien Technologietransfer TIG Weltwirtschaft Wettbewerbsfähigkeit Wirtschaft Wirtschaftsleistung
Mehr erfahren
09.04.2026

Multimaterial-3D-Druck für Raketenantriebe

Im Rahmen eines groß angelegten EU-Forschungsprojekts entwickeln Wissenschaftler des Fraunhofer IGCV neuartige Verfahren zur additiven Fertigung von Raketenkomponenten.

Additive Fertigung Härtebeständigkeit Korrosionsbeständigkeit Laserstrahlschmelzen Materialeffizienz Multi-Materialbauweise Nachhaltigkeit Prototypenbau Qualitätssicherung Raumfahrttechnik Raumfahrzeugbau Werkstoffe
Mehr erfahren
23.03.2026

Wachstum durch Innovation in der Füge- und Trenntechnik

Die Boysen Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihre wirtschaftlichen Ziele erreicht und stellt gleichzeitig die Weichen für weiteres Wachstum in zentralen Industriebereichen...

AM Automatisierung Automobilindustrie Brenner Brennstoffzellen Elektrofahrzeuge Energie Energiespeicher Energiesystem EU Fertigungstechnologien Formprozesse Industrie Industrielle Fertigung Leichtbau Metall Metallische Werkstoffe Prozesskette Prozessketten Serienfertigung Technologien TIG Transformation Trenntechnik Unternehmen Wasserstoff Wasserstoffanwendungen Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb
Mehr erfahren