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27.08.2025

Überwachung direkt im Stanzwerkzeug

Um analoge Sensoren beim Stanzen noch effizienter nutzen zu können, hat Kistler den Analog-Controller KCA 400T entwickelt: Das modernisierte Subsystem für Überwachungssysteme an Stanzmaschinen erlaubt dank großem Touch-Display die einfache Umsetzung der Doppelblechkontrolle durch ins Werkzeug integrierte Sensorik – auch als Retrofit an älteren Maschinen.

Stanz- und Hybridteile sind zentrale Bauelemente in Branchen wie Automobil-, Elektronik- oder Haushaltsgeräteindustrie. Die Fertigungstechnologien haben sich über die Jahrzehnte weiterentwickelt, beispielsweise durch den Einsatz von Folgeverbundwerkzeugen, die die Herstellung komplexer Teile ermöglichen. Auch die Verfahren der Qualitätssicherung haben sich verbessert. Die integrierte Sensorik (optisch, piezoelektrisch, induktiv) in Verbindung mit Werkzeug- und Prozessüberwachungssystemen sorgt für enge Toleranzen und hohe Prozesssicherheit beim Stanzen. 

Ein wichtiger Aspekt ist die sogenannte Doppelblechkontrolle. Wird Stanzabfall nicht vollständig nach unten abgeführt, kann es zum Verkippen des Werkzeugs kommen – daher wird in diesem Zusammenhang auch von Kippkontrolle gesprochen. Für diese Aufgabe haben sich analoge Induktivsensoren von Kistler bewährt. In Verbindung mit dem Analog-Controller KCA 400T ermöglichen sie die zuverlässige Erkennung selbst kleinster Reste im Werkzeug und helfen, Beschädigungen an Bauteilen und Werkzeugbruch zu vermeiden.

Doppelblechkontrolle: Analoge Induktivsensoren von Kistler überwachen direkt im Stanzwerkzeug - © Kistler Group
Doppelblechkontrolle: Analoge Induktivsensoren von Kistler überwachen direkt im Stanzwerkzeug © Kistler Group
Intelligentes Stanzen: kein Doppelblech im Stanzwerkzeug

Der neue KCA 400T von Kistler ermöglicht die Parametrierung analoger Sensoren im Stanzwerkzeug und deren Anbindung an die Stanzmaschine oder das Überwachungssystem. Er bietet vier Analogeingänge (0–10 V), einen digitalen Ausgang (PNP) sowie ein Touch-Display zur Einstellung individueller Toleranzen (im Bereich 10–200 µm). Fehlermeldungen werden nun als Klartext und mit zusätzlichen Erklärungen ausgegeben – neben Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch jetzt auch auf Chinesisch und Spanisch.

Im Autoset-Modus erfasst der KCA 400T die Sensorsignale automatisch und vergleicht nach dem Start der Presse die gespeicherten Sollwerten mit den im Lauf ermittelten Istwerte. Liegen alle Werte innerhalb der Toleranz, gibt er ein PNP-Signal an das Überwachungssystem weiter; bei Abweichungen wird kein Signal erzeugt und die Presse gestoppt. Damit erfolgt bei jedem Hub eine Funktionskontrolle, während Fehlermeldungen auf dem Display angezeigt werden.

Die mit analogen Induktivsensoren umgesetzte Doppelblechkontrolle arbeitet präziser als digitale Schaltsensoren und ermöglicht auch bei älteren Stanzmaschinen eine hohe Überwachungsgenauigkeit.

Ansicht Stanzwerkzeug: Die analogen Induktivsensoren sind direkt integriert, um in Verbindung mit dem Überwachungssystem KCA 400T eine hochgenaue Doppelblechkontrolle zu realisieren. - © Kistler Group
Ansicht Stanzwerkzeug: Die analogen Induktivsensoren sind direkt integriert, um in Verbindung mit dem Überwachungssystem KCA 400T eine hochgenaue Doppelblechkontrolle zu realisieren. © Kistler Group
Werkzeugschutz beim Stanzen – auch als Retrofit

Der KCA 400T ist mit allen gängigen Werkzeug- und Prozessüberwachungssystemen kompatibel und auch bestehende Überwachungssysteme können nachgerüstet werden (Retrofit). Werden mehr als vier Analogsensoren in ein Stanzwerkzeug integriert, können mehrere KCA 400T von Kistler parallel genutzt und mit dem Überwachungssystem verbunden werden. Dabei belegt jeder Analog-Controller nur einen Eingang, sodass aus einem digitalen Eingang des Überwachungssystems vier analoge Messeingänge werden. 

(Quelle: Kistler Group)

 

Schlagworte

ProzesssicherheitSensorikStanzenStanzmaschinenWerkzeug

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