Veranstaltung
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06.05.2026

Wissenstransfer-Tage: Mutige Prozesse in der Fertigungstechnik als Wendepunkt

Der Fahrzeugbau steht mitten in einem tiefgreifenden Umbruch. Globale Herausforderungen zwingen die Branche, ihre Fertigungsprozesse radikal zu überdenken. Doch wer heute noch von Evolution spricht und nur schrittweise optimiert, verpasst die Chance, die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit diesem Thema beschäftigen sich die nächsten Wissenstransfer-Tage, die vom 17. bis 18. Juni 2026 in Stuttgart stattfinden.

Die Transformation lässt sich in drei Phasen beschreiben: Auf die Elektrifizierung folgte die Digitalisierung und Vernetzung, die dritte Phase benötigt eine Veränderung in der Kreislaufwirtschaft & Nachhaltigkeit. Dazu zählen geschlossene Materialkreisläufe, Recycling – insbesondere von Batterien –, eine CO2-neutrale Produktion sowie der Einsatz generativer Fertigung (3D-Druck) und künstlicher Intelligenz zur effizienteren Gestaltung von Prozessen.

Der Wandel begann mit der Elektrifizierung als grundlegendem Schritt in der Weiterentwicklung der Branche. Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung: Vernetzte Fahrzeuge, autonome Systeme und softwaredefinierte Mobilität verändern sowohl Produkte als auch Geschäftsmodelle.

Weitere Veränderungen ergeben sich durch den Einsatz von KI, additiver Fertigung und geschlossenen Materialkreisläufen. Diese Ansätze tragen dazu bei, Produktionsprozesse flexibler, effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. KI unterstützt dabei neue Herstellungsprozesse, während die generative Fertigung (bedarfsgerecht und dezentral) die Lieferketten grundlegend verändert. Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit werden in die Wertschöpfung integriert.

Besonders weitreichend können die Auswirkungen sein, wenn diese Technologien miteinander kombiniert und konsequent umgesetzt werden. Beispiele hierfür sind Software-definierte Fahrzeuge (X-by-Wire), die sich per Update („over the air“) weiterentwickeln, Mikrofabriken zur Versorgung lokaler Märkte oder Plattformen, die Mobilität als Service anbieten. Diese Entwicklungen können bestehende Strukturen verändern und neue Formen der Wertschöpfung ermöglichen.

Auf den nächsten Wissenstransfer-Tagen steht der Austausch zu intelligenten Prozessen und neuen Technologien für die Produktion von übermorgen im Mittelpunkt. 

Vorschau auf das Programm:
  • „Der Hase und der Igel im Computer – Wie Simulation und KI gemeinsam schneller denken“
    Prof. Dr.-Ing. Jörg Fehr, ITM – Institut für Technische und Numerische Mechanik, Universität Stuttgart
  • „Neue Technologien für neue Konzepte – wie KI die Schweißtechnik verändert“
    Robert Schachner, embedded ocean GmbH
  • „Revolution im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien – wirtschaftliche Vorteile eines neuartigen, nachhaltigen Kreislaufprozesses“
    Iordanis Alevropoulos, seLictive Recycling GmbH
  • „Innovative Oberflächenbehandlung für Gussteile aus Aluminium in der E-Mobilität“
    Christian Gundlach & Maximilian Kessler, SurTec International GmbH
  • „Performante und wirtschaftliche Aluminium-Kupfer-Verbindungen in der Elektromobilität. EMPT macht es möglich“
    Dr.-Ing. Ralph Schäfer, PSTproducts GmbH
  • „Fügen neu gedacht Schneidclinchen – eine kosteneffiziente Technologie zum Verbinden hochfester Stähle mit duktilen Werkstoffen“
    Helge Zorrmann, Eckold technics GmbH & Co.KG
  • „Innovation in der Produktion – ein Widerspruch in der Praxis?“
    Tobias Herwig, fischer Consulting GmbH
  • „Wie können KMU komplexe Blechbauteile wirtschaftlich fertigen – auch ohne teure Werkzeuge und große Stückzahlen?“
    Peter Scholz, Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Fraunhofer
  • „IGA in LS-DYNA – Eine Alternative zur klassischen FEM“
    Dr.-Ing. Stefan Hartmann, DYNAmore Gesellschaft für FEM Ingenieurdienstleistungen mbH

Weitere Informationen & Anmeldung

Zu diesem Thema werden zwei alternative Terminen an weiteren Standorten angeboten:

(Quelle: CyberJoin)

Schlagworte

Autonome SystemeDigitalisierungElektrifizierungElektromobilitätFahrzeugbauFertigungsprozesseFertigungstechnikKreislaufwirtschaftMobilitätNachhaltigkeitWissenstransfer

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