Mit dem Kick-off im November im Lippwerk der Remondis GmbH – einem industriellen Recyclingzentrum in Europa – begann offiziell das Forschungsprojekt AuRoWa-E. Das Projekt startete bereits im Oktober und untersucht über einen Zeitraum von drei Jahren, wie der Automatisierungsgrad in der Vorbehandlung von Wärmeübertragern für das Recycling erhöht werden kann. Das Projektteam besteht aus Fachleuten der Remondis Elektrorecycling GmbH, der IBG Automation GmbH sowie dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University.
Kühlgeräte und andere Wärmeübertrager, wie etwa Wärmepumpen oder Klimaanlagen, gehören aufgrund ihres Schadstoffpotenzials zu den besonders anspruchsvollen Abfallströmen in der Elektroaltgeräteaufbereitung.
Sie enthalten wertvolle Metalle, kritische Kältemittel sowie weitere umweltschädliche Stoffe, deren fachgerechte Behandlung zwingend erforderlich ist. Angesichts steigender Mengen an Elektroaltgeräten und eines zunehmenden Fachkräftemangels stoßen derzeit manuelle Prozesse, wie die manuelle zerstörungsfreie Entladung, an ihre Grenzen.
„Wir entwickeln ein teilautomatisiertes System zur intelligenten Vorbehandlung und Demontage von Wärmeübertragern“, erklärt Marc-André Weismüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Werk-zeugmaschinen am WZL. „Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Robotik sowie moderne Bildverarbeitungssysteme, die eine präzise Identifikation, sichere Klassifikation und flexible Handhabung der Geräte ermöglichen.“
Nachhaltige Stärkung der Kreislaufwirtschaft
Angesichts globaler Ressourcenknappheit und wachsender Abfallmengen gewinnen automatisierte, KI-gestützte Prozesse zunehmend an Bedeutung. Das Projekt AuRoWa-E greift diese Entwicklung auf und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Stärkung der Kreislaufwirtschaft.
Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen übernimmt im Projekt die Konsortialleitung und arbeitet an flexiblen Automatisierungslösungen zur Extraktion kritischer Rohstoffe aus Wärmeübertragern am Ende ihres Lebenszyklus.
Das Projekt wird im Rahmen des Landesprogramms GreenEconomy.IN.NRW durch Mittel des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen gefördert und vom Projektträger Jülich betreut.
(Quelle: Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen)
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