Wirtschaft
© stock.adobe.com/vegefox.com
21.09.2025

Allianz der Wissenschaftsorganisationen tritt Ukraine-Koalition für Forschung und Innovation bei

Die neu gegründete Koalition zielt darauf ab, konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Wissenschaft zu fördern, den Wiederaufbau und die Modernisierung voranzutreiben und die Rolle von Forschung und Innovation zu stärken. Mit dem gemeinsamen Beitritt der Allianz statt einzelner Organisationen erhält die deutsche Forschungs- und Hochschullandschaft eine stärkere und koordinierte Interessenvertretung innerhalb der internationalen Koalition und kann ihrerseits die Koalition wirkungsvoller unterstützen.

Den Beitritt zur International Coalition for Science, Research, and Innovation in Ukraine hat die Allianz der Wissenschaftsorganisationen auf Grundlage der Rome Declaration of Intent for Science, Research, and Innovation in Ukraine beschlossen, die am 11. Juli 2025 im Rahmen der Ukraine Recovery Conference (URC) in Rom unterzeichnet wurde. Mit der Deklaration bekräftigten führende europäische und internationale Akteure ihr gemeinsames Engagement für die Stärkung von Wissenschaft, Forschung und Innovation in der Ukraine. Dazu zählen u. a. das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft, die Europäische Kommission und das deutsche Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Rom-Deklaration ist inhaltlich eng mit dem Handlungskonzept Ukraine der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vom 12. Juni 2024 verknüpft und greift zentrale Forderungen und Maßnahmen daraus auf. Durch die internationale Sichtbarkeit der Deklaration wird sichergestellt, dass Themen wie Forschung und Hochschulen auch auf der nächsten URC 2026 in Polen weiter oben auf der politischen Agenda bleiben.

Ziele der International Coalition for Science, Research, and Innovation in Ukraine

Die aus der URC hervorgegangene International Coalition for Science, Research, and Innovation in Ukraine verfolgt das Ziel, den Wiederaufbau, die Modernisierung und die internationale Integration der ukrainischen Wissenschaftslandschaft gezielt zu fördern. Dazu sollen konkrete Maßnahmen entwickelt, eine gemeinsame Kooperationsagenda etabliert sowie ein dauerhafter, strukturierter Dialog zwischen der Ukraine und internationalen Partnern initiiert werden.

Allianz schließt sich Koalition geschlossen an

Durch das bisherige Engagement der Mitglieder der Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist eine Vielzahl von Kooperationen und persönlichen Kontakten entstanden, die bedeutende Synergien erzeugt haben. Die Zusammenarbeit konnte bei Gesprächen zum deutsch-ukrainischen Abkommen zur wissenschaftlich-technologischen Kooperation am 11. September 2025 intensiviert werden, zu denen sich die deutsche und ukrainische Forschung in Warschau traf.
Mit dem Blick auf notwendige zukünftige Aktivitäten und Erwartungen hat die Allianz fünf förderpolitische Ziele formuliert. Dabei geht es um Anbahnung neuer und den Ausbau bestehender thematischer und institutioneller Partner- und Patenschaften, die vertiefte Integration der ukrainischen Wissenschaft in den Europäischen Forschungsraum inklusive der Einbindung der wichtigen Gruppe der Diaspora in internationale Netzwerke, die Stärkung strategischer Politik- und Managementexpertise sowie die Stärkung der angewandten Forschung, Innovationskraft und Technologie in der Ukraine und um den Aufbau wissenschaftlicher Ukraine-Expertise und deren Verbreitung in Deutschland.

Starkes Signal für die Zukunft der ukrainischen Wissenschaft

„Der Beitritt der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur International Coalition for Science, Research, and Innovation in Ukraine ist ein starkes internationales Signal: Wissenschaft und Forschung werden als Schlüssel für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft der Ukraine erkannt und unterstützt. Mit der Rom-Deklaration setzen wir gemeinsam auf langfristige Partnerschaften, strukturellen Dialog und konkrete Maßnahmen. Für die deutsche Wissenschaft bietet sich die Chance, als geeinte Stimme mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Impulse für die Zukunft der ukrainischen Forschungslandschaft zu setzen“, erklärt Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Sprecher der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Mit der Rom-Deklaration und der Gründung der International Coalition for Science, Research, and Innovation in Ukraine unterstreichen die Akteure, dass Forschung und Innovation zentrale Elemente des Wiederaufbaus und der europäischen Integration der Ukraine sind. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen wird diesen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten.

(Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft)

Schlagworte

AllianzForschungInnovationTechnologieUkraineWissenschaft

Verwandte Artikel

Erfahrungsaustauch am ifw Jena
DVS Group
27.03.2026

DVS gründet Netzwerk für handgeführte Laserstrahlmaterialbearbeitung

„CONNECT HLB“ – so lautet der Name für das neu gegründete Netzwerk des DVS für handgeführte Laserstrahlmaterialbearbeitung von metallischen Werkstoffen.

Handgeführtes Laserstrahlschweißen Handheld Laser Beam HLB Laserstrahl Laserstrahlmaterialbearbeitung Laserstrahlschweißen Netzwerk Normen Regelwerke Schweißtechnik Technologie
Mehr erfahren
DVS Group
25.03.2026

Zusammenarbeit erweitert: Messe Essen stärkt Organisationsteam für ITSC 2027

Die Zusammenarbeit rund um die ITSC Exposition wird um einen weiteren Partner ergänzt: Die Messe Essen übernimmt gemeinsam mit der DVS Media GmbH die Organisation der Aus...

Beschichtung Beschichtungstechnik Beschichtungsverfahren Conference Entwicklung Event Events Forschung Forschung und Entwicklung Industrie International ITSC Messe Essen Schneiden Sustainability Thermal Spray Veranstaltung Verwandte Verfahren Weltleitmesse Wissenschaft
Mehr erfahren
25.03.2026

Mit Konstanz in die Zukunft des Klebens

Zum 1. März 2026 hat Dr. Erik Meiß die Abteilung Weiterbildung und Technologietransfer am Fraunhofer IFAM von Prof. Dr. Andreas Groß übernommen. Dieser hatte den Bereich...

DIN DVS Expertise Forschung Fraunhofer ISO Kleben Klebtechnik Richtlinien Technologietransfer TIG Wissenschaft Zertifizierung
Mehr erfahren
22.03.2026

Neues Reinigungsverfahren für Kunststoffoberflächen

Das Kunststoff-Zentrum SKZ erweitert sein Portfolio in der Oberflächenbehandlung um ein modernes CO₂-Schneestrahlverfahren. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Anlage stär...

AM Anwendungsnahe Forschung Bau Beschichten Chemikalien Druckluft Forschung GSI Industrie Industrielle Anwendungen Kleben Kohlendioxid Kunststoff Kunststoffverarbeitung Oberflächenbehandlung Produktionsprozess Prozesse Prozessparameter PU Reinigen Strahlverfahren TIG
Mehr erfahren
21.03.2026

Edelstahl für die Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff ist ein zentraler Baustein zukünftiger klimaneutraler Energiesysteme. Doch die sichere Speicherung und der Transport von Wasserstoff stellen weiterhin eine gr...

AM Chemieindustrie DIN Entwicklung EU Forschung Hochleistungswerkstoffe Industrie Infrastruktur International KI Klima Klimaneutrale Energie Korrosion Korrosionsschutz Legierungen Materials Materialwissenschaft Metal Metall Mikrostruktur Nachhaltigkeit Pipeline Stahl Stickstoff TIG TWI Wasserstoff Wasserstoffwirtschaft Werkstoff Wissenschaft
Mehr erfahren