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11.08.2023

Ausrüsterindustrie muss in datenbasierte Dienste investieren

Studie: Datenräume als Chance – Ausrüsterindustrie muss in datenbasierte Dienste investieren

Die Branche der Fabrikausrüster muss dringend in datenbasierte Dienste investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Marktstudie des Leitmarkts Anlagen- und Maschinenbau der Fraunhofer-Gesellschaft.

Bisher sei die Entwicklung der Industrie 4.0 von eher zaghaften Digitalisierungsschritten und proprietären Lösungen geprägt, die in der Regel hinter den Erwartungen zurückblieben. Nun bietet den Autoren zufolge aber das Thema Datenräume das Potenzial, datenbasierte Dienste in der deutschen Ausrüsterindustrie entscheidend voranzubringen. Dazu gelte es, ein branchenspezifisches, herstellerübergreifendes Datenökosystem im Stile von Catena-X zu entwickeln.

Die im Kontext der neu anlaufenden Manufacturing-X-Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums entstandene Studie stuft digitale Lösungen als erfolgskritisch für die Zukunft der Ausrüsterindustrie ein. Entsprechende Investitionen seien nötig, denn die Kunden werden zunehmend datenbasierte Dienste erwarten, so die Studienautoren.

Digitalisierung für resilientere Lieferketten und Nachhaltigkeit

Zudem helfe die Nutzung der digitalen Möglichkeiten entscheidend dabei, zukünftigen Herausforderungen standzuhalten – etwa die Abhängigkeit von einer kleinen Zahl an Vorleistungslieferanten zu reduzieren, Lieferketten resilienter zu gestalten sowie die Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu erfüllen.

„Investitionen in digitale Dienstleistungen sind der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ausrüsterindustrie“, betont Dr. Olaf Sauer, Automatisierungs- und Digitalisierungsexperte am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und einer der Autoren der Studie. „Unsere Studie zeigt, wie die Ausrüsterbranche den Weg in die digitale Zukunft zielgerichtet und innovativ beschreiten kann.“

Datenräume: Synergien nutzen, Datensouveränität wahren

Bei der Schaffung datenbasierter Dienste spielen industrielle Datenräume eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen es, die Kräfte bei der Entwicklung der zugrundeliegenden Infrastruktur zu bündeln, um sich so verstärkt darauf konzentrieren zu können, neue Business-Applikationen mit echtem Kundennutzen zu schaffen. Gleichzeitig gewährleisten Datenräume die Datensouveränität, d.h. die Kontrolle der Dateneigentümer über Daten und deren Nutzung bleibt erhalten.

Die Studie richtet sich an Entscheidungsträger in der Ausrüsterindustrie sowie an Akteure aus Wissenschaft und Politik. Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

(Quelle: Presseinformation der Fraunhofer-Gesellschaft)

Schlagworte

AnlagenbauAusrüstungsindustrieDatenerfassungDigitalisierungIndustrie 4.0LieferkettenMaschinenbauNachhaltigkeit

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