Wirtschaft
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03.06.2025

Deutsche Robotik- und Automation verliert zehn Prozent Umsatz

Die Robotik und Automationsbranche in Deutschland wird 2025 voraussichtlich einen Gesamtumsatz von 14,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Das ist ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Die zum Jahresstart verkündete Umsatzschwäche der Branche hat sich in unserer aktuellen Prognose für das Jahr 2025 bestätigt“, sagt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation. „Die Wachstumsaussichten sind derzeit bis zum Ende des Jahres in allen Teilbranchen eingetrübt.“

Robotik + Automation: Die drei Teilbranchen im Vergleich

Die Sparte Industrielle Bildverarbeitung tritt mit einem Nullwachstum auf der Stelle und dürfte einen Branchenumsatz von 3,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Prognose für den Umsatz der Robotik hat sich von minus 3 Prozent auf minus 5 Prozent noch einmal leicht verschlechtert. Für 2025 ist mit einem Umsatz von 3,7 Milliarden Euro zu rechnen. Den stärksten Rückgang dürften die Automated Solutions verzeichnen: Hier wird ein Umsatzrückgang von minus 15 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro erwartet.

Wettbewerbsfähigkeit stärken

Wesentliche Ursachen der europäischen und deutschen Konjunkturschwäche sind verschobene Investitionsvorhaben infolge der aktuellen geopolitischen Spannungen und zunehmender Wettbewerbsdruck durch Konkurrenz aus Fernost. Die Unternehmen der Robotik und Automationsbranche arbeiten daher mit Hochdruck daran, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Auf dem weltweit führenden Marktplatz für die automatisierte Produktion, der automatica in München (24.-27. Juni), werden die neuesten Technologien und Trends für alle Industriebranchen vorgestellt. Wichtige Fokusthemen sind dabei Automationslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie der Einsatz von KI.

VDMA-Prognose: Deutsche Robotik- und Automation verliert zehn Prozent Umsatz - © VDMA
VDMA-Prognose: Deutsche Robotik- und Automation verliert zehn Prozent Umsatz © VDMA
VDMA-Aktionsplan Robotik für Europa

„Robotik und Automatisierung sind Schlüsseltechnologien, ohne die in Zukunft im Hochlohnland Deutschland industrielle Produktion nicht mehr denkbar ist“, sagt Dr. Dietmar Ley. „Politik und Wirtschaft müssen jetzt konzertiert daran arbeiten, Standortnachteile im internationalen Wettbewerb abzubauen und die Weichen wieder auf Wachstum zu stellen.“ Der „VDMA-Aktionsplan Robotik für Europa“ formuliert zu diesem Zweck drei Kernforderungen: Mehr Risikokapital für Start-ups und Scale-ups verfügbar machen. Eine Roadmap für Wettbewerbsfähigkeit aufstellen. Gezielt auf eine Skalierung europäischer Innovation fokussieren. Zudem muss die im Koalitionsvertrag angekündigte Förderung von Investitionen nun zügig umgesetzt werden. Zu diesen Themen wird es im Rahmen der aktuellen polnischen EU-Ratspräsidentschaft am
23. Juni 2025 in der Polnischen Botschaft in Berlin einen Austausch mit der Politik geben.

(Quelle: VDMA)

Schlagworte

AutomaticaAutomationInvestitionenKonjunkturRobotik

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