Trendthema
© pixabay.com/Thorsten Schulze
14.03.2022

Echtzeitdaten und MES-Funktionen für Effizienz in der mittelständischen Produktion

Echtzeitdaten und MES-Funktionen für Effizienz in der mittelständischen Produktion

Längst ist klar: Das ERP-System ist eine unternehmensweite Datendrehscheibe, in der alle betriebswirtschaftlichen und produktionsrelevanten Informationen zusammenlaufen. Vor allem der Mittelstand leidet unter steigenden sowie stark schwankenden Rohstoff- und Energiekosten als auch pandemiebedingten Personal- und Lieferengpässen. Gute Planung auf der Basis von aktuellen Geschäftsdaten zahlt sich aus.

„Zahlen-Updates über Nacht oder einmal pro Woche sind nicht geeignet, die täglichen Schwankungen durch äußere Umstände aufzufangen. Präzise Entscheidungen lassen sich nur mit Echtzeitdaten treffen, und eine umfassende Produktionsplanung betrifft mehrere Abteilungen – vom Einkauf, Verkauf, über die Maschinenrüstung bis zum Personal auf dem Shopfloor“, beschreibt Daniel Sorg, Produkt- und Projektmanager von Planat. Das Softwareunternehmen ist seit mehr als 40 Jahren auf ERP-Software spezialisiert und hat mit FEPA ein Werkzeug im Markt, mit dem Unternehmen vielfältig planen und organisieren können. Dazu gehört auch die Fertigungsplanung – ein Bereich, den manches Unternehmen mit einem eigenen Manufacturing Execution System (MES) abzudecken versucht.

MES – was macht im Mittelstand Sinn?

Gerade mittelständische Unternehmen jedoch müssen neben einem hohen Betrag auch einigen Aufwand in die Einführung und den Betrieb eines MES investieren. Die Folge: Nach kurzer Zeit wird das System kaum noch genutzt, Insellösungen und Schattenprozesse lösen es ab. „Im Mittelstand ist ein umfängliches MES nicht immer sinnvoll – zum einen aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch auf der Basis der nötigen Funktionen“, so Daniel Sorg. Das ERP-System FEPA hingegen enthält alle wesentlichen Elemente, die ein Unternehmen zur Fertigungsfeinplanung benötigt – und deren Umfang auch genutzt werden kann. Dazu gehört die Produktionsfeinplanung und -steuerung, Material- und Auftragsmanagement, Qualitätsmanagement, Betriebsdatenerfassung BDE, Maschinendatenerfassung und Personalzeiterfassung. Anhand dieser Daten lassen sich bereits die Prozesse auf täglicher Basis – egal ob Massen- oder Kleinserienproduktion – effizient planen.

Industrie 4.0: Auch ältere Maschinen können „smart“

Viele Unternehmer gehen zudem davon aus, das teure neue Maschinen nötig sind, um „smarte“ Daten über laufende Produktionsprozesse auslesen zu können. Dabei reicht oft eine einfache Sensorik, die additiv an Maschinen angebracht wird. Dabei werden Drehzahlsignale ausgelesen und über spezielle Metriken in FEPA in Mengen umgerechnet. „So erhalten Unternehmen leicht einen Zugang in die vernetzte Fertigung, ohne dafür den Maschinenpark erneuern zu müssen. Die Daten wiederum werden durch unser System über spezielle Schnittstellen problemlos verarbeitet und fließen in die täglich anfallenden und nutzbaren Daten ein“, erklärt Daniel Sorg.

So ist ein ERP-System in der Lage, nicht nur den kaufmännischen Teil des Wertschöpfungsprozesses abzubilden, sondern integriert auch eine wachsende Zahl externer Datenquellen und peripherer Anwendungen nahtlos. „Im Rahmen einer intelligenten Vernetzung wird das ERP vom Planungs- zum zentralen Integrations-Hub sämtlicher relevanten Daten und ermöglicht so mehr Treffsicherheit im unternehmerischen Alltag – von der Maschine bis zum Geschäftsführer“, resümiert Sorg.

Über die ERP-Software FEPA

Die skalierbare ERP-Standardsoftware FEPA bietet einen flexiblen IT-Service „Made in Germany“ für den produzierenden Mittelstand. In der Basisversion verantwortet die Software Vertrieb, Beschaffung, Logistik, Produktionsplanung und -steuerung mit Betriebsdatenerfassung und betriebswirtschaftliche Anwendungen. On top können bedarfsgerecht branchenspezifische Softwareinhalte integriert und diverse Add-ons, wie z.B. ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) oder Customer-Relationship-Management (CRM), eingesetzt werden. Das innovative, modulare Softwarekonzept ergänzt Planat seit 1981 durch branchenspezifische Beratung sowie durch verlässlichen Support.

(Quelle: Presseinformation der PLANAT GmbH)

Schlagworte

DigitalisierungERPFertigungIndustrie 4.0MESPlanungProduktionSoftware

Verwandte Artikel

17.02.2026

5 Trends für die Fertigungssimulation

Die Zukunft der Fertigung ist vernetzter, schneller, digitaler. Das Jahr 2026 wird bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle spielen, weil Fachkräfte, Anlagen, Robo...

Automatisierung Digitalisierung Fertigung Fertigungssimulation KI Prozessketten Roboter Simulation Werkbank Werkzeug
Mehr erfahren
16.02.2026

Roemheld präsentiert neuen innovativen Kompaktspanner

Ein neu entwickelter hydraulischer Kompaktspanner mit horizontalem Hub ermöglicht erstmals das direkte Spannen in kleinsten geschlossenen Taschen, Nuten und Aussparungen.

Aluminium Fertigung KI Kinematik Messungen Prozesssicherheit Werkzeug
Mehr erfahren
16.02.2026

KI-basierte Werkerassistenz „Der schlaue Klaus“

Oft ist eine vollständige Automatisierung manueller Montageprozesse weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll. Hier setzt das kamerabasierte Werkerassistenzsystem „Der...

Arbeitsschutz Arbeitssicherheit Assistenzsysteme Automatisierung Bestückungssystem Digitale Prozesstechnik Digitalisierung KI Montage Montageautomatisierung Qulitätssicherung
Mehr erfahren
15.02.2026

Digitale Informationszwillinge für maximale Verfügbarkeit in der Energieerzeugung

Ungeplante Ausfälle, zunehmende Komplexität und der demographisch bedingte Verlust von Erfahrungswissen führen zu verlängerten Stillstandzeiten und Risiken. Vor diesem Hi...

Anlagen Bildung Digitalisierung DIN Energieerzeugung Instandhaltung Standardisierung Stillstandzeit
Mehr erfahren
14.02.2026

Christoph Kutter ist neuer Präsident des VDE

Prof. Dr. Christoph Kutter löst den bisherigen VDE Präsidenten Alf Hendryk Wulf als VDE Präsident ab. Im Fokus seiner Präsidentschaft stehen junge Menschen und die Mikroe...

Digitalisierung Elektrotechnik Energiewende Forschung Fraunhofer Informationstechnik Ingenieur Mikroelektronik MINT VDE
Mehr erfahren