Im Rahmen der DMG MORI Hausausstellung wurde das Rührreibschweißen (Friction Stir Welding, FSW) als Fügeverfahren direkt auf der Werkzeugmaschine vorgestellt. Anhand einer Live-Bearbeitung erhielten Fachbesucher einen Einblick in die industrielle Umsetzung des Festphasen-Schweißverfahrens mit Werkzeugen von Hufschmied Zerspanungssysteme.
Hufschmied, ein Hersteller prozessoptimierter Fräswerkzeuge, stellte seine FSW-Werkzeuge vor und erläuterte die spezifischen Anforderungen an Werkzeuggeometrie, Werkstoffauswahl und Standzeit. Die Live-Bearbeitung auf einer DMC 65 FDS zeigte, wie einfach sich FSW in moderne Fertigungsumgebungen integrieren lässt. Die von Hufschmied entwickelten FSW-Werkzeuge sind auf stabile Prozessbedingungen und reproduzierbare Ergebnisse ausgelegt und tragen zu einem reduzierten Werkzeugverschleiß bei. Damit können sie für Anwendungen in der Serienfertigung eingesetzt werden.
Das präsentierte Bauteil, eine strukturierte Aluminiumkomponente mit integrierten Funktionskanälen, verdeutlichte die Stärken des FSW-Prozesses. Durch das Schweißen im festen Zustand entstehen hochfeste, dichte und verzugsarme Fügeverbindungen, die insbesondere für Anwendungen in der Batterie-, Kühl- und Leichtbautechnik von zentraler Bedeutung sind.
Bereit für die Serie
Die Präsentation zeigte die Einsatzmöglichkeiten des Rührreibschweißens für zukünftige industrielle Fügelösungen, insbesondere bei hohen Anforderungen an Bauteilqualität, Dichtigkeit und Strukturintegrität. Ein Schwerpunkt lag auf der prozessstabilen Kraftregelung, die für eine konstante Nahtqualität und reproduzierbare Ergebnisse erforderlich ist. Das Zusammenspiel von Werkzeug, Prozessführung und Maschine verdeutlicht, dass Friction Stir Welding bereits über den Entwicklungsstatus hinausgewachsen ist und zunehmend Einzug in serientaugliche Produktionskonzepte hält.
(Quelle: Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH)
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