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Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Christian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Robert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ (v.l.n.r.). - © SKZ
30.11.2022

Eröffnung der SKZ-Modellfabrik

Eröffnung der SKZ-Modellfabrik, des Trainings-Zentrums Qualitätswesen und einer betriebseigenen Kindertagesstätte

16 Jahre nach der ersten Antragstellung wurde die Modellfabrik des SKZ  am 9. November 2022 eröffnet. Zusammen mit dem Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ) und einer betriebseigenen Kita entstanden im Industriegebiet Ost in Würzburg Leuchtturmprojekte für die Digitalisierung in der Fertigung von Kunststoffprodukten. Die Aufnahme der operativen Tätigkeiten ist ab Anfang 2023 geplant.

Leuchtturmprojekte für die Digitalisierung in der Kunststoffproduktion nehmen den Betrieb auf

Zur feierlichen Eröffnung am 9. November ließen es sich der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Prof. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ, Boris Petschulat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, nicht nehmen, persönliche Grußworte an die Gäste zu richten. „Heute ist ein guter Tag für Bayern und Unterfranken. Mit der Modellfabrik und dem Trainingszentrum setzt das SKZ in Würzburg ein Zeichen für Optimismus und Zukunft", betont Aiwanger. „Wir stärken als Staatsregierung die Kunststoffindustrie und unterstützen deshalb diese Entwicklung hin zu mehr Automatisierung und Hightech. Ebenso wichtig sind mehr Schnittstellen zur Bioökonomie. Lignin aus Abfallholz kann beispielsweise herkömmlichen Kunststoff auf Erdölbasis ersetzen. Dadurch nutzen wir unsere heimischen Ressourcen, reduzieren den ökologischen Fußabdruck und ermöglichen eine Produktion in Deutschland. Es wäre fatal, wenn wir Kunststoffbauteile nur noch über den Import erhalten würden.“

In Anwesenheit der Planer und Bauleitungen konnten sich die Gäste anschließend bei einem Rundgang einen ersten Eindruck von der Modellfabrik, dem TZQ und der betrieblichen Kindertagesstätte machen. Herr Aiwanger stand außerdem für einen 3D-Scan Modell und erhält so eine kleine 3D-gedruckte Abbildung seiner selbst. Schließlich überreichte der Architekt feierlich den Schlüssel zur Modellfabrik an Prof. Bastian. „Durch die exzellente Arbeit von Projektsteuerung, Planern und interner Projektleitung ist es gelungen die zwei Leuchtturmprojekte Modellfabrik und TZQ auch in Zeiten herausfordernder Rahmenbedingungen umzusetzen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und werde diesen Schlüssel in Ehren halten“, freute sich Bastian.

Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Christian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Robert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ (v.l.n.r.). - © SKZ
Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Christian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Robert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ (v.l.n.r.). © SKZ
SKZ-Modellfabrik

Die Modellfabrik bietet 4.700 m2 Nutzfläche, davon 1.700 m2 Technika und Labore und ca. 600 m2 Netzwerk- und Tagungsflächen sowie Platz für rund 110 hochqualifizierte Mitarbeiter. Schwerpunkt der Aktivitäten in der Modellfabrik wird die praxisrelevante Umsetzung von Industrie 4.0 für die Kunststoff-Branche. In den neuen Räumlichkeiten wird es möglich, dieses abstrakte Thema auf konkrete Problemstellungen in Produktion und Anwendung – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen – herunterzubrechen. In der Modellfabrik werden daher u. a. zukunftsrelevante Themen, wie Digitalisierung in der Produktion und künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen und individuelle Fertigung sowie Prüfen 4.0, umfassend erforscht. Eine Forschungsgruppe „Digitalisierung“ steht als Schnittstelle zur Industrie bereits seit Jahren zur Verfügung. Zudem wird eine Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ in der Modellfabrik beheimatet sein, um aktuellen Herausforderungen, wie bspw. CO2-Fußabdruck und Energieeffizienz, zu begegnen.

Gemeinsam mit der Industrienähe des SKZ ist so eine Umsetzung von Ideen und Lösungen in die industrielle Praxis und ein umfassender Technologietransfer durch den in der Modellfabrik integrierten Tagungsbereich effizient möglich. Durch Einsparmaßnahmen konnten die aktuellen Baupreissteigerungen größtenteils abgefangen werden. Die Gesamtkosten der Modellfabrik betragen ca. 28 Mio. € von denen ca. 14,8 Mio. € vom Land Bayern (aus Mitteln des StMWi) getragen werden.

Trainings-Zentrum Qualitätswesen

In unmittelbarer Nähe der Modellfabrik entstand seit Februar 2022 zudem das Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ). Knapp die Hälfte der rund 1.000 m2 Nutzfläche des Trainings-Zentrums sind für Schulungsräume eingeplant. Außerdem sollen eine hochmoderne Ausstattung und innovative Lehr- und Lernmethoden dem Fachkräftemangel entgegenwirken. In diesem neuen Weiterbildungszentrum werden jährlich rund 90 verschiedene Kurse mit hohem Praxisbezug rund um das Thema Qualität angeboten. Ziel ist es, durch hohe Qualifizierung und Weiterbildung der Fachkräfte die Branche dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. Von den förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von ca. 9,5 Millionen Euro tragen der Bund (aus Mitteln des BMWK vertreten durch die BAFA) 50 Prozent und das Land Bayern (aus Mitteln des StMWi) 25 Prozent. Der Eigenanteil des SKZ beträgt hier ca. 3,9 Mio. Euro.

In der Modellfabrik entsteht zudem eine betriebliche Kinderkrippe. Damit werden bis zu 15 Krippenplätze neu geschaffen und tragen ab 01.01.2023 zu einer Entlastung der übrigen Kinderbetreuungsplätze in Würzburg bei. Die Stadt Würzburg bezuschusst diese Maßnahme mit rund 600.000 Euro.

(Quelle: Presseinformation des FSKZ e. V.)

Schlagworte

DigitalisierungForschungIndustrie 4.0KunststoffbrancheKunststoffeKunststofffügen

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