Veranstaltung
Ingo Reinhold während der Arbeit an einem CAD-Modell - © Saskia Pramor/HTWK Leipzig
01.06.2026

Eröffnung des 3D-Druck-Labors an der HTWK Leipzig

Seit vielen Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) in Forschungsprojekten unterschiedlicher Fachrichtungen mit additiver Fertigung. Ergänzend zum kürzlich vorgestellten Studiengang 3D-Druck & Funktionale Oberflächen, der zum Wintersemester 2026/2027 startet, wird nun die neue Forschungsinfrastruktur eröffnet: Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, wird im Rahmen der Netzwerkveranstaltung Forschung trifft … sowie des begleitenden Fachsymposiums Additive Multimaterial Manufacturing das neue Additive Multimaterial Manufacturing (AM3)-Labor eröffnet.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte AM3-Labor bildet die Basis für erkenntnisorientierte Forschung an vollintegrierten, multimaterialfähigen Fertigungsprozessen – mit Anwendungen in Wirtschaftszweigen wie Maschinen- und Anlagenbau, gedruckter Elektronik oder medizinischer Sensorik und Diagnostik. Herzstück der neuen, hochmodernen Forschungsumgebung ist ein Bio-Printer der neuesten Generation. „Dieser Drucker eröffnet völlig neue Möglichkeiten im funktionalen 3D-Druck, weil er mehrere Materialien und Prozesse gleichzeitig kombinieren kann“, erklärt Ingo Reinhold, Professor für Beschichtungsprozesse an der HTWK Leipzig. Durch verschiedene austauschbare Druckköpfe lassen sich innerhalb einer einzigen Schicht unterschiedliche Werkstoffe gezielt platzieren – eine Voraussetzung für intelligente, multifunktionale Bauteile. „Wir drucken nicht mehr nur Geometrien – wir drucken Funktionen“, fasst Reinhold die Innovation zusammen.

Neben dem Bio-Printer befinden sich im neuen AM3-Labor zwei weitere von der DFG geförderte Großforschungsgeräte: Zum einen ein hochflexibler, pulverbasierter Polymer-3D-Drucker, der durch die Kombination aus Pulver- und Tinteneigenschaften höchst flexibel ist und sich für die Entwicklung neuer Materialienkombinationen und Prozesse eignet. Zum anderen eine Pulverscherzelle, ein Analysegerät mit einer Klimakammer für die präzise Bestimmung von Materialeigenschaften von Pulvern.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmneldung finden Sie hier:

Forschung trifft...

Fachsymposium

(Quelle: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig))

Schlagworte

3D-DruckAdditive FertigungBio-PrinterMaschinen- und AnlagenbauPolymer-3D-DruckerSymposium

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