Technologien
Auf der 3D Print in Lyon präsentierte AM Solutions erstmals die S1 Basic. Links im Bild: David Soldan, Head of AM Solutions. - © Rösler Oberflächentechnik GmbH
25.06.2026

kompakte Einstiegslösung für die automatisierte Nachbearbeitung

AM Solutions – 3D post processing technology stellte im Juni auf der 3D Print in Lyon die neue S1 Basic vor. Mit dem System erweitert das Unternehmen sein Portfolio für die automatisierte Nachbearbeitung additiv gefertigter Polymerbauteile um eine kompakte Lösung. Die S1 Basic ist ab sofort kommerziell verfügbar und richtet sich an industrielle Anwender, die kleinere Einzelteile oder Kleinserien bearbeiten – wie zum Beispiel Entwicklungs-, Labor- und Pilotumgebungen.

Bei kleinen Bauteilen und flexiblen additiven Fertigungsszenarien steigen die Anforderungen an reproduzierbare und wirtschaftliche Nachbearbeitungsprozesse. Manuelle Arbeitsschritte stoßen dabei häufig an Grenzen, etwa bei Effizienz, Prozessstabilität und Bauteilqualität. Die S1 Basic von AM Solutions wurde für die automatisierte Reinigung und Oberflächenbearbeitung polymerbasierter 3D-gedruckter Bauteile entwickelt und bildet diese Schritte in einem standardisierten Ablauf ab.

„Mit der S1 Basic erweitert AM Solutions seine S1-Familie um ein System für einen wirtschaftlichen und standardisierten Einstieg in die automatisierte Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile“, erklärt David Soldan, Head of AM Solutions. „Die S1 bleibt die Lösung für anspruchsvollere industrielle Anwendungen mit erweitertem Funktions- und Leistungsumfang. Unser Ziel war es, eine durchgängige Systemlogik zu schaffen, die beide Anwendungsstufen sinnvoll abdeckt.“

Die S1 Basic vereint Reinigung und Oberflächenbearbeitung in einem System und ermöglicht damit einen durchgängigen Prozess für die automatisierte Nachbearbeitung. - © Rösler Oberflächentechnik GmbH
Die S1 Basic vereint Reinigung und Oberflächenbearbeitung in einem System und ermöglicht damit einen durchgängigen Prozess für die automatisierte Nachbearbeitung. © Rösler Oberflächentechnik GmbH
Ausgelegt für pulverbettbasierte Polymer-AM-Verfahren

Die S1 Basic ist konsequent auf Anwendungen aus den Bereichen:

  • Selective Laser Sintering (SLS),
  • Multi Jet Fusion (MJF),
  • High Speed Sintering (HSS) sowie
  • Selective Absorption Fusion (SAF)

ausgelegt.

Auch Bauteile aus weiteren 3D-Druckverfahren können nachbearbeitet werden.

Die S1 Basic unterstützt kleine bis mittlere Bauteilgeometrien in zwei Betriebsmodi. Im automatisierten Betrieb können Teile bis 100 × 100 × 100 Millimeter bearbeitet werden, im manuellen Modus sind Bauteile bis 350 × 200 × 200 Millimeter möglich. Dadurch lässt sich das System in unterschiedliche Anwendungsbereiche integrieren.

Integrierter 2-in1-Prozess für Reinigung und Oberflächenfinish

Das System kombiniert Reinigung und Oberflächenbearbeitung in einer Anlage und arbeitet mit einem Strahlmittel. Der Prozess umfasst das Entfernen von Pulverrückständen sowie die Homogenisierung und Verdichtung der Oberfläche. Dies kann die Ergebnisse bei nachgelagerten Prozessen wie chemisches Glätten oder Färben verbessern.

Die integrierte Strahlmittelrückführung mit Pulverabscheidung sorgt für eine konstant hohe Strahlmittelqualität, reproduzierbare Bearbeitungsergebnisse und reduzierte Betriebskosten. - © Rösler Oberflächentechnik GmbH
Die integrierte Strahlmittelrückführung mit Pulverabscheidung sorgt für eine konstant hohe Strahlmittelqualität, reproduzierbare Bearbeitungsergebnisse und reduzierte Betriebskosten. © Rösler Oberflächentechnik GmbH
Prozessstabilität und wirtschaftlicher Betrieb

Eine integrierte Strahlmittelrückführung mit Pulverabscheidung soll eine gleichbleibende Strahlmittelqualität unterstützen und den Verbrauch reduzieren. Das Antistatik-System verringert Pulveranhaftungen an Bauteilen und in der Prozesskammer. Ein Filtersystem trägt zu einer sauberen Arbeitsumgebung bei.

Kompakte Bauweise und intuitive Bedienung

Die Anlage ist für die Integration in bestehende Produktions- oder Laborumgebungen vorgesehen. Eine Siemens-S7-1200-Steuerung mit Full-Color-HMI ermöglicht die Bedienung und das Speichern individueller Bearbeitungsrezepte. Ein großflächiges Sichtfenster und eine LED-Statusanzeige ermöglichen die Kontrolle des laufenden Prozesses. Wartung, Service und Bauteilhandling erfolgen über den Frontzugang. Da die Anlage an drei Seiten wandnah aufgestellt werden kann und alle relevanten Zugänge von vorne erreichbar sind, eignet sie sich auch für beengte oder nicht-industrielle Umgebungen.

Zur Ausstattung gehören unter anderem ein verstellbarer Rotationskorb, eine variabel positionierbare Strahlpistolenhalterung sowie automatische und manuelle Betriebsmodi. Eine integrierte Abblaspistole unterstützt die Nachreinigung. Mit einem Geräuschpegel von unter 75 dB(A) ist die Anlage auch für produktionsnahe Umgebungen geeignet.

(Quelle: Rösler Oberflächentechnik GmbH)

Schlagworte

3D-DruckAdditive FertigungAutomatisierungIndustrieNachbearbeitungOberflächenbearbeitungOberflächenreinigungPolymerbauteile

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