Eural Gnutti , ein Hersteller von gezogenen Stangen aus Aluminiumlegierungen für die mechanische Bearbeitung von Strangpressstangen und Profilen, feiert sein Debüt auf der AMB, der internationalen Fachmesse für Metallbearbeitung, die vom 15. bis 19. September in Stuttgart stattfindet. „Where metal comes alive“ lautet das Motto, das das Thema der diesjährigen Veranstaltung auf den Punkt bringt, bei der Akteure der gesamten Lieferkette rund um Technologien, Innovationen, Dienstleistungen und Lösungen in all ihren Facetten zusammenkommen.
Legierung 2033 Lead free von Eural: die nachhaltige Weiterentwicklung der hohen Bearbeitbarkeit
2033 ist die von Eural entwickelte Legierung, mit der den immer strengeren Beschränkungen für die Verwendung von Blei vorgegriffen wird, während gleichzeitig ein hohes Maß an Produktivität und Qualität bei der mechanischen Bearbeitung gewährleistet bleibt. Diese Legierung vereint Bearbeitbarkeit bei wichtigen Bearbeitungsvorgängen wie Drehen, Fräsen, Bohren und Gewindeschneiden mit Prozessstabilität und hervorragenden Oberflächeneigenschaften, insbesondere dank ihrer Eignung für die Eloxierung. Die 2033 basiert auf der Tradition hochbearbeitbarer Legierungen und wurde an die Anforderungen moderner Fertigungsprozesse angepasst. Während die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten Legierungen vorwiegend für mechanische Werkzeugmaschinen konzipiert waren, wurde das Angebot von Eural speziell auf die Anforderungen moderner CNC-Systeme zugeschnitten.
Ziel der 2033 ist nicht nur, die Legierung 2011 zu ersetzen, sondern eine auf aktuelle Fertigungsanforderungen abgestimmte Alternative bereitzustellen. Ihre metallurgischen Eigenschaften unterstützen anspruchsvolle Bearbeitungsprozesse bei hoher Maßgenauigkeit, guter Oberflächenqualität und kontrollierter Spanbildung. Dies kann insbesondere bei Mehrspindelmaschinen stabile Prozesse und kurze Zykluszeiten ermöglichen.
Die 2033 eignet sich zudem als Alternative zu anderen metallischen Werkstoffen wie Messing. Das enthaltene Bismut trägt aufgrund seines niedrigen Schmelzpunkts zu den Bearbeitungseigenschaften bei.
Die Legierung entspricht der RoHS-Richtlinie und kann mit einem Anteil von bis zu 95 % recyceltem Aluminium hergestellt werden. Dadurch lässt sich der Einsatz von Primäraluminium reduzieren, ohne die für anspruchsvolle Anwendungen erforderlichen Qualitätsstandards zu beeinträchtigen.
Bearbeitungsversuche unter praxisnahen Produktionsbedingungen
Seit über 15 Jahren führt Eural Gnutti gemeinsam mit Kunden in Europa, den USA und Asien Bearbeitungsversuche durch. Dabei wird das Verhalten der Legierungen auf herkömmlichen Bearbeitungsmaschinen, Mehrspindeldrehmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren der neuesten Generation unter verschiedenen Produktionsbedingungen untersucht.
Da Maschinen, Werkzeuge, Prozessparameter und Bauteilgeometrien das Ergebnis wesentlich beeinflussen, werden die Versuche auf die jeweilige Anwendung abgestimmt. In Zusammenarbeit mit Maschinen- und Werkzeugherstellern unterstützt Eural Gnutti Kunden bei der Auswahl geeigneter Werkstoffe und Prozessparameter.
„Im Laufe der Jahre haben wir praktisch jedes Anwendungsszenario bewältigt“, erklärt Alexandru Mosneaga, Bearbeitungsexperte bei Eural Gnutti, und fährt fort: „Wir arbeiten sowohl mit Unternehmen zusammen, die noch mechanische Maschinen einsetzen, als auch mit Betrieben, die über modernste CNC-Anlagen verfügen. Jede Situation erfordert eine andere Lösung, doch das Ziel bleibt immer dasselbe: dem Kunden dabei zu helfen, das Beste aus der Kombination von Legierung, Maschine und Werkzeug herauszuholen. Genau diesen Mehrwert werden wir auch auf der AMB präsentieren.“
Das technische Team von Eural Gnutti steht auf der Messe am Stand 8D51 für Gespräche zu konkreten Anwendungen, Produktionsproblemen und zur Auswahl geeigneter Legierungen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt auf Alternativen zu bleihaltigen Legierungen. Dabei werden metallurgische Eigenschaften, Bearbeitbarkeit und die jeweiligen Produktionsanforderungen gemeinsam betrachtet.
(Quelle: Eural Gnutti)