Unternehmen
© Fanuc Europe Corporation
25.11.2019

FANUC investiert in Europa

4.000 Roboter auf Lager

FANUC ist der weltweit größte Anbieter von CNC-Steuerungen, Antrieben und Industrierobotern sowie Spezialist für verschiedene intelligente Werkzeugmaschinen. Zu den Stärken des Unternehmens zählt, dass FANUC CNC-Steuerungen und Servoantriebe sowie ganze Maschinen anbieten kann, die zentral in den Fabriken von FANUC in Japan entwickelt und produziert werden. Das Unternehmen unterhält auch ein Lager in Contern (Luxemburg), wo mehr als 4.000 Roboter und andere FANUC-Produkte für eine schnelle Lieferung an die Kunden zur Verfügung stehen. Zudem werden Ersatzteile im Wert von 100 Millionen Euro überwiegend in Luxemburg, aber auch in allen europäischen Tochtergesellschaften gelagert, um eine Ersatzteilverfügbarkeit von über 99,9 % zu gewährleisten.

Zahl der Mitarbeiter kräftig erhöht

Zusätzliche Investitionen finden auch im Personalbereich statt. In den letzten drei Jahren hat FANUC die Zahl der Mitarbeiter in ganz Europa um 27 % auf 1.600 Mitarbeiter erhöht. Mehr als zwei Drittel der FANUC-Mitarbeiter sind entweder Techniker oder Servicetechniker. FANUC stellt sicher, dass das Prinzip „Service First“ durchgängig umgesetzt wird und gewährleistet die maximale Verfügbarkeit seiner Produkte in den Fabriken der Kunden.

Neben technischem Support und Service sind die Trainingszentren ein weiterer Schwerpunkt der Expansion von FANUC. Einer der Hauptzwecke für die Büroerweiterungen ist die Bereitstellung zusätzlicher Schulungen für die Kunden. FANUC wird seine Schulungen auf Standorte ausdehnen, an denen neue Büros gebaut werden und zusätzliche Flächen und Geräte zur Verfügung stehen.

„Wir als FANUC haben den Service zu unserer obersten Priorität gemacht“, sagt Shinichi Tanzawa, President und  CEO der FANUC Europe Corporation. „Wir wollen so nah wie möglich an unseren Kunden sein, um auf ihre Bedürfnisse bestmöglich eingehen zu können. Deshalb fordere ich von unseren Mitarbeitern auch nicht, den Umsatz zu steigern, sondern die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Dadurch werden sich uns mit Sicherheit Möglichkeiten eröffnen, unser Geschäft auszubauen“.

Dieses Prinzip spiegelt sich auch in der Wahl der Standorte wider. Das neue 3.500 Quadratmeter große Bürogebäude in Marnaz, Frankreich, liegt inmitten der wirtschaftlich starken Region Rhône-Alpes. In Italien ist FANUC nun auf einer Fläche von mehr als 13.000 Quadratmetern bei Mailand vertreten.

Shinichi Tanzawa, President und  CEO der FANUC Europe Corporation. - © Fanuc Europe Corporation
Shinichi Tanzawa, President und  CEO der FANUC Europe Corporation. © Fanuc Europe Corporation

Das neue Gebäude in Schweden liegt in Malmö, wo sich viele Industrieunternehmen befinden. Von Kopenhagen, dem Industriezentrum Dänemarks, ist es ebenfalls nicht weit entfernt. Das neue FANUC-Gebäude in Russland wiederum wird am Rande Moskaus auf dem schönen Campus von Skolkovo gebaut, wo sich High-Tech-Unternehmen und Forschungszentren befinden.

Neue Niederlassung

Die Zahl der europäischen Niederlassungen wächst ebenfalls: Anfang April eröffnete FANUC eine Tochtergesellschaft in Serbien, um die Kunden dort zu betreuen. Damit gibt es neben der Europazentrale in Echternach, Luxemburg, nun 26 Tochtergesellschaften und Niederlassungen. „Zwar hat sich die Wirtschaft in einigen europäischen Ländern in jüngster Zeit etwas abgeschwächt, dennoch erwarten wir mittel- und langfristig ein nachhaltiges Wachstum in der Region“, bestätigt FANUC-Europachef Tanzawa. Der Trend zur Automatisierung halte unvermindert an.

Drei Gründe für die Automatisierung

„Nicht nur große Konzerne, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen entscheiden sich zunehmend für Automatisierungslösungen“, sagt Tanzawa. Dafür gibt es einige wichtige Gründe: Der erste Grund ist, dass Unternehmen in ganz Europa die Effizienz ihrer Produktion verbessern wollen, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Der Einsatz von Robotern ist eine der Möglichkeiten, Kosten zu senken und die Qualität zu verbessern. Der zweite Grund ist, dass es für viele Unternehmen aufgrund der demographischen Entwicklung und der Mobilität der Menschen in Europa schwierig geworden ist, genügend Arbeitskräfte für ihre Fabriken zu gewinnen, weshalb sie sich zunehmend auf Maschinen und Industrieroboter konzentrieren. Der dritte Grund ist die erweiterte Leistungsfähigkeit von Robotern einschließlich Sensortechnologie wie Vision-Sensoren und Kraft-Sensoren und die zunehmende Nutzung von kollaborierenden Robotern. „Wir wollen mit unseren Kunden langfristig wachsen, indem wir ihre Anforderungen erfüllen“, erklärt FANUC-Europachef Tanzawa. „Wir sind bereit zu langfristigen Investitionen, um dieses Ziel zu erreichen.“

(Quelle: Presseinformation Fanuc Europe Corporation)

Schlagworte

AutomatisierungCNC-SteuerungenIndustrieroboterRobotertechnik

Verwandte Artikel

17.06.2020

Neue Roboterschweißzelle von Fronius

Der Bewegungsspielraum der Gelenkarme von Schweißrobotern ermöglicht das Schweißen von verschiedenen Bauteilformen. Und genau das trifft auch auf die neue FRW Robotic Wel...

Automatisiertes Schweißen Automatisierung Roboterschweißen
Mehr erfahren
Roboterforschungszelle mit Optikwechselsystem beim Draht-Laserauftragschweißen am Fraunhofer ILT.
15.06.2020

Ein Meilenstein der modernen Fertigung

Ziel des vom BMBF geförderten Projekts ProLMD ist die industrielle Umsetzung von hybriden Fertigungsverfahren mittels Lasertechnologie. KUKA ist ein zentraler Akteur.

3D-Druck Automatisierung Automobilindustrie Flugzeugbau Hybride Fertigungsverfahren Laser Metal Deposition Laserauftragschweißen Luftfahrzeugbau Raumfahrzeugbau Turbinenbau
Mehr erfahren
09.06.2020

Faserlaser-Kopf: Optmierte Steuerung und intelligente Kollisionsvermeidung

Lantek hat das System Intelligent Collision Avoidance (ICA) entwickelt. Es minimiert die Kollisionsgefahr zwischen dem Faserlaser-Kopf und den geschnittenen Teilen.

Automatisierung Blechbearbeitung CAD-Software CAM-Software Digitalisierung ERP-Software Faser-Laser-Schneiden MES-Software Schneiden
Mehr erfahren
Beitrag mit Video
08.06.2020

Die Augen des Roboters: Optische Nahtführung

Die prozessbegleitende optische Nahtführung mit TH6i von ABICOR BINZEL ebnet den Weg zur perfekten Schweißnaht besonders bei Stumpfnahtanwendungen mit Stoßarten, die für...

Automatisiertes Schweißen Automatisierung Behälterbau Optische Nahtführung Rohrbau Schweißnaht Stumpfnähte Video
Mehr erfahren
17.04.2020

Schneller Fasen, leise schneiden

Bereits seit 2010 setzt Lehnhoff bei der Schweißnahtvorbereitung auf eine Roboterschneidanlage BIBER von Erl. Nun hat sich das Unternehmen für die Investition in die näch...

Automatisierung Fasen Roboterschneiden Schneiden Schweißnahtvorbereitung
Mehr erfahren