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23.08.2024

Im Endspurt noch einen Ausbildungsplatz finden

Chancen von Hauptschülern bei der Ausbildungssuche – im Endspurt noch einen Ausbildungsplatz finden

Hauptschülerinnen und -schüler stehen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz vor besonderen Herausforderungen. Sie konkurrieren mit Schulabgängern mit höheren Schulabschlüssen. Trotzdem ist es noch nicht zu spät, Ausbildungssuchende können auch jetzt noch einen Ausbildungsplatz finden.

Bezogen auf die Zahl der Schulentlassenen von allgemeinbildenden Schulen nutzen vor allem Hauptschülerinnen und
-schüler überproportional die Ausbildungsvermittlung: Sie machen 30 Prozent der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber aus, während ihr Anteil an den Schulabgängerinnen und -abgängern nur 16 Prozent beträgt. Dabei stehen ihnen nur rund 60 Prozent der Ausbildungsplätze offen. Realschulabgänger hingegen können sich auf 93 Prozent, Abiturienten theoretisch auf alle Ausbildungsstellen bewerben. Rein formal gibt es zwar für Ausbildungsberufe keine vorgeschriebenen Schulabschlüsse, aber die Ausbildungsbetriebe können Mindestanforderungen angeben.

Regionale Unterschiede bei Ausbildungschancen

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz variieren regional. Die meisten noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen im Verhältnis zu den unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern – und damit die besten Chancen auch für Hauptschüler - gibt es aktuell in Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg.

Flexibilität bei der Berufswahl

Aktuell sind noch in vielen Berufen Ausbildungsplätze zu besetzen. Die meisten unbesetzten Ausbildungsstellen, die häufig auch von jungen Menschen mit Hauptschulabschluss erlernt werden, gibt es für Kaufleute im Einzelhandel, Verkäuferinnen und Verkäufer, Fachkräfte für Lagerlogistik oder zahnmedizinische und medizinische Fachangestellte.

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Große Besetzungsschwierigkeiten und damit überdurchschnittlich gute Chancen für Bewerberinnen und Bewerber bestehen zum Beispiel in Lebensmittelberufen, im Bau, im Verkauf, in der Gastronomie, in Verkehr und Logistik sowie in vielen Handwerksberufen (z. B. Metallbau oder Heizungstechnik) – hier war der Anteil der unbesetzten Berufsausbildungsstellen zuletzt noch sehr hoch.

Auch jetzt noch Chancen nutzen

Auch jetzt noch gibt es gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Es ist nicht zu spät, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen. Die Nachvermittlungsaktionen der Arbeitsagenturen und Jobcenter bieten bis zum Ende des Jahres Möglichkeiten, eine Ausbildungsstelle zu finden. Auch Ausbildungsbetriebe können und sollten sich bei der Suche nach Azubis jetzt noch an ihre Arbeitsagentur wenden und auch jungen Menschen mit Hauptschulabschluss eine Chance geben.

Unterstützungsangebote nutzen

Jeder junge Mensch auf Ausbildungssuche ist eine potenzielle Fachkraft von morgen. Auch deswegen darf kein junger Mensch verloren gehen. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen deswegen Auszubildende und Ausbildungsbetriebe bei der Ausbildung. Dazu stehen Ihnen Instrumente wie z.B. die Assistierte Ausbildung, eine Einstiegsqualifizierung, der Mobilitätszuschuss oder Berufsausbildungsbeihilfe zur Verfügung.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit)

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AusbildungFachkräftemangelFachkräftequalifizierung

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