Award Technologien
Freuen sich über die Auszeichnung: HSB-Preisträger Patrick Jaumann (Mitte) mit seinem Betreuer Prof. Dr. Markus Louis (links außen) und Jan Yorrick Dietrich vom Faserinstitut Bremen (rechts außen). Weiterhin auf dem Foto vom VDI: Dr. Christian Gorldt (2. von links) und Andre Abrath (2. von rechts). - © Dr. Eberhard Karbe
29.11.2025

Innovative Schweißtechnologie für den Flugzeugbau

Der Bachelorstudent Patrick Jaumann der Hochschule Bremen (HSB) hat den Bremer Ingenieurpreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich vom Bremer VDI Bezirksvereins vergeben – dem Verein Deutscher Ingenieure. Der Preis würdigt besondere Leistungen im Bereich ingenieurwissenschaftlicher Abschlussarbeiten und unterstreicht die Bedeutung der Ingenieurwissenschaften in Bremen und darüber hinaus. 

Das Schweißen von faserverstärkten Thermoplasten gilt im modernen Flugzeugbau als besonders vielversprechende Fügetechnologie. Beim sogenannten elektrischen Widerstandsschweißen wird ein elektrisch leitfähiges Element gezielt erhitzt, sodass die Kunststoffmatrix unter Druck verschmilzt und eine feste, stoffschlüssige Verbindung entsteht. Bisher fehlten jedoch präzise Prozessmodelle, um diesen komplexen Vorgang zuverlässig vorherzusagen und digital zu optimieren. In seiner Bachelorarbeit an der Hochschule Bremen entwickelte Patrick Jaumann ein Modell, das die Erwärmung beim Widerstandsschweißen von Faserverbundstrukturen auf Grundlage elektrischer Anlagenparameter berechnet. Das Modell bezieht verschiedene Prozess- und Materialeinflüsse ein und ermöglicht eine deutlich genauere Simulation des Schweißprozesses.

„Die Arbeit überzeugt durch eine außergewöhnlich systematische Herangehensweise, großes Engagement und eine wissenschaftliche Tiefe, die weit über das übliche Niveau einer Bachelorarbeit hinausgeht“, sagt sein Betreuer an der HSB, Prof. Dr. Markus Louis. „Ich beglückwünsche Patrick Jaumann zu dieser Auszeichnung!“

Thema von hoher Relevanz

Der Titel der Abschlussarbeit lautet: „Multi-physikalische Modellierung der resistiven Erwärmung beim elektrischen Widerstandsschweißen von thermoplastischen Faser-Kunststoff-Verbunden“. Das Thema ist für die industrielle Fertigung zukünftiger Flugzeugstrukturen sowie für den maritimen Leichtbau relevant und trägt zur Weiterentwicklung moderner Produktionsverfahren bei.

Die Preisverleihung fand im Digital Hub Industry (DHI) statt. Die Laudatio hielt Dr. Christian Gorldt, Leiter Transferzentrum für Künstliche Intelligenz BREMEN.AI . Der Bremer Ingenieurpreis wird seit 1987 jährlich vom Kuratorium des Bremer VDI Bezirksvereins vergeben.

(Quelle: Hochschule Bremen)

Schlagworte

AuszeichnungBachelorarbeitFlugzeugbauFügen von KunststoffenFügetechnologienSchweißenThermoplasteWiderstandsschweißen

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